Archiv
Kategorien

Donnerstag – Klatschtag

Bei 7° C und arschkalt draußen steige ich gleich mit dem richtigen Thema dazu ein: Die PR-Strategie des Riva-Verlages und von Frau Wulff scheint aufgegangen, das Buch der Ex-First-Lady ist auf Platz 1 der Sachbuchbestsellerliste. Oh Mann! Wie tief sind wir doch gesunken und vor allem es geht weiter, die Yellow Press legt nun so richtig los, unterstellt das Ende der Wulff-Ehe. Aber nicht mit Fragezeichen, sondern mit Ausrufezeichen. Aber mal ehrlich, mal wirklich ehrlich, wer hat das Buch gekauft? Und falls ja warum und schon gelesen?

Frau Wulff war wohl eine junge First Lady, aber so jung sie als solche gewesen war, so farblos war sie, so wenig Akzente hat sie gesetzt. Ich erinnere an das unmögliche Outfit das sie zur Hochzeit in Monaco getragen hat. Überhaupt war sie, was ihre Garderobe anging, schlecht beraten, für sah das immer trist aus. Auch hat für mich das „von-innen-nach-außen-Strahlen“ gefehlt, das „Schultern-nach-hinten-und-Kopf-hoch“, das gleich eine ganz andere Erscheinung gibt, für sich selbst ein positives Feeling gibt. Hätte Wulff einen Besenstiel an seiner Seite gestellt, der hätte genauso viel Ausstrahlung gehabt. Und nein, ich jammere nicht hinterher, ich habe das in meinen Artikeln schon während seiner Amtszeit geschrieben, dass ich sie modisch – wie soll ich das ausdrücken? – vollkommen daneben fand. Schlecht beraten, wie jetzt auch. Damit will ich das gut sein lassen und eins ist uns durch das ganze Hickhack erspart geblieben: Frau Wulff auch noch in sämtlichen Talkshows zu sehen. Übrigens geht „die aktuelle“ davon aus, dass ihre Ehe kaputt ist, die „Neue Post“ fragt ob sie bereits einen anderen Mann hat.

Prinzessin Kate und Prinz William auf Asien-Tour anlässlich des Thron-Jubiläums der Queen. Da könnte Frau Wulff mal hinschielen was Selbstbewusstsein angeht. So geht das. So weit so gut. Während der Reise wurden oben-ohne-Fotos der Prinzessin veröffentlicht. Erst Prinz Harry, nun Prinzessin Kate könnte mancher denken. Aber der Vergleich ist nicht ganz korrekt und wo will man die Grenze ziehen? Wo will man einen Unterschied zwischen dem Prinzen und der Prinzessin machen, außer bei dem gewissen Etwas? Der Prinz ließ die Hüllen fallen während einer alkoholhaltigen Party. Er musste damit rechnen, dass er so fotografiert werden wird und dass die Bilder an die Öffentlichkeit gelangen würden. Die Prinzessin verbrachte mit ihrem Prinzen einige Tage in einem privaten Anwesen, sie, ihr Mann und gut war. Dabei ließ sie dort in dem guten Gefühl unbeobachtet zu sein, ihre Hüllen fallen. Ein Paparazzo hat das fotografiert und die Bilder mit Sicherheit für ordentlich Knete verkauft. Ein Gericht in Paris urteilte jetzt, dass dies eine Verletzung der Privatsphäre der Prinzessin gewesen war. Bei allem Respekt vor der Pressefreiheit, wie weit darf Pressefreiheit gehen? Darf Pressefreiheit alles? Nein, darf sie nicht. Es gibt so etwas wie einen Ehrenkodex unter Journalisten und ich meine da dürfen Bilder, die in die Privatsphäre des Delinquenten gehören, das nicht ausgeschlossen sein. Irgendwann müssen diese Menschen, die von der Öffentlichkeit förmlich gefressen werden, auch mal privat sein. Stellt Euch mal vor ihr könnt nichts, absolut gar nichts mehr in der Öffentlichkeit tun. Nein, nicht wahr das geht gar nicht und ich meine wir sollten den Menschen das gönnen, denn sie gehören uns nicht.

Angeblich, so scheibt „die aktuelle“ wollen die Anwälte die Kinder zwischen Seal und Heidi Klum aufteilen. Wie krank wäre das? Es weiß doch jedes Kind, dass man Geschwister beisammen lässt. Das wäre ein schlechter Deal für die Kinder. Eigenartig ist das schon: Seit bekannt ist, dass Heidi Klum einen neuen Freund hat, weht ihr von der Yellow Press ein anderer Wind ins Gesicht. Ich glaube sie kann sagen was sie will, man wird sich immer überlegen, ob da nicht schon etwas während der Ehe gewesen war. Passt irgendwie zu den veröffentlichten Paparazzo-Fotos von Prinzessin Kate.

Estefania, eine der Verflossenen von Dieter Bohlen, lange liiert mit einem anderen Mann, nach Bohlen selbstverständlich, ist nun wieder solo. Mit Kind von Bohlen. Und prompt fragt „die aktuelle“ ob sie damit, alleinerziehende Mutter zu sein, überfordert ist. Und warum? Weil eine Nanny ihren Sohn von der Schule abgeholt hat, nicht sie selbst. Ja Hergott nochmal wozu hat sie eine Nanny? Die Frau arbeitet und das hart, ist mit Sicherheit eine liebevolle Mutter. Was ist schlimm daran, dass sie nicht vor der Schule gestanden hat? Ist das Zeugnis, dass sie mit ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter nicht klar kommt. Das sind böse Mamas, die ihre Kinder von einer Nanny abholen lassen! Ich finde das immer noch besser als wenn niemand vor der Schule steht.

Ich finde das diese Woche doof, obwohl ich weiß, dass es immer so ist: Wenn der Kerl wegläuft oder rausgeworfen wird, dann kann die Zurückgebliebene plötzlich alleine ihren Alltag nicht stemmen, je tiefer ins Privatleben desto besser, koste es was es wolle, je mehr schmutzige Wäsche zu waschen ist, desto größere Bottiche werden herangeschafft. Ich würde gerne wirklich Artikel lesen, die einfach nur erzählen was passiert ist ohne zu werten. Die Wertung sollte dem Leser überlassen sein und nicht durch vollkommen abartige Überschriften und Artikel im Vorfeld beeinflusst sein. Das wäre in der Tat Journalismus der höchsten Ebene.

Die „Neue Post“ zeigt Prinzessin Caroline mit ihrer ältesten Tochter, einer richtig gut aussehenden jungen Frau, die sehr ihrer Tante Stephanie ähnlich sieht. Finde ich jedenfalls. Es wird gemunkelt, dass die Tochter einen wesentlich älteren Mann liebt und es ihr ähnlich ergehen könnte wie ihrer Mutter. Die typische Frage der Gazetten: Erleidet sie das gleiche Schicksal wie ihre Mutter. Ich weiß nicht ob ihre Mutter sehr unter der Ehe mit ihrem ersten Mann gelitten hat. Irgendetwas wird wohl an ihm dran gewesen sein, dass sie sich auf ihn eingelassen hat. Wir erinnern uns an ihre Ehe mit Junot, die bald nach ihrer Schließung geschieden wurde. Wobei wenn ich mich recht erinnere, wurde sie sogar annulliert, weil sie sonst bei ihrer zweiten Eheschließung mit einer kirchlichen Trauung Probleme bekommen hätte. Irgendwie in meinem tiefsten Innern, glaube ich, dass Carolines zweiter Mann, der tödlich verunglückte Stefano Casiraghi, der Mann, der das war, was man die Liebe ihres Lebens nennt. Das ist meine eigene reine Spekulation und das hat keine wirkliche Grundlage, das ist einfach ein Gefühl.

Kummerspeck hat die Tochter von John Travolta angesammelt. Ich gehe nicht darauf ein, ob er mehr zu Männern oder Frauen hingezogen wird. Das Mädchen ist 12 Jahre alt, steckt in der Pubertät und nimmt im Moment ziemlich zu. Ob das Kummerspeck ist, ob das Revolte gegen die Eltern ist, ob das Bewegungsmangel und Fast Food ist, das wissen wir nicht, das weiß die Zeitung nicht. Sicherlich hat sie eine schwere Zeit durchlebt und tut das angesichts der Schlagzeilen, die ihr Vater produziert, immer noch. Auch kann ich mir gut vorstellen, nein ich weiß das, ich habe das mit zwanzig Jahren leben müssen, dass es nicht einfach ist einen Bruder zu verlieren. Sie musste danach dann akzeptieren, dass da noch mal so ein Schreihals nachkommt, der viel Aufmerksamkeit verlangt. Wenn Eltern Kinder verlieren, da verlieren sie oftmals die Geschwisterkinder aus den Augen, verlieren ihr Gefühl für sie, versuchen sie von ihren eigenen Gefühlen abzugrenzen, wenn nicht gar auszugrenzen, weil sie nicht wollen, dass diese das mitbekommen. Ich habe kein Patentrezept, aber ich glaube aus eigener Erfahrung, dass die Kinder besser mit dem Verlust der Schwester oder des Bruders umgehen können, wenn sie in alles einbezogen sind, auch in die augenblickliche Gefühlswelt der Eltern, weil sie dann auch die Chance bekommen über ihre eigene reden zu können. Sie werden damit besser umgehen können, als wenn sie abseits stehen, allein mit ihrer eigenen Trauer, ihrem eigenen Schmerz sind. Ob Ella Bleu, so heißt Travoltas Tochter, Kummerspeck hat, oder ob das Auswirkungen ihrer Pubertät ist, das wissen nur sie und ihre Eltern.

Es wird eindeutig Herbst, es gibt in der „Freizeit Revue“ Apfelkuchenrezepte: Bratapfel-Kranz, Apfelschnitte mit Marzipan und Aprikose vom Blech, Apfeltiramisu im Glas, Amarettini-Apfelkuchen, Apfelkuchen mit Pudding u.v.m. So langsam muss man den Knopf für die Heizung wieder suchen, sich überlegen wie war die beste Einstellung  gewesen. Die dicken Pullis werden von unten nach oben sortiert, die Shirts kommen nach unten, die Sommersachen von vorne nach hinten. Wir werden wir jedes Jahr feststellen, dass wir nichts zum Anziehen haben und dann losziehen dies zu ändern. Dann kann er kommen, der Herbst. Wie wäre es mit Drachen steigen lassen? Mal nebenbei gefragt. Das macht so richtigen Spaß, rennen, toben, um den abstürzenden Drachen vor dem Absturz retten. Danach dann herrlichen Tee oder  Kaffee, Apfelkuchen dazu und bei allem erinnere ich Euch gerne daran: Laßt es Euch gut gehen.

 

 

 

Website Pin Facebook Twitter Myspace Friendfeed Technorati del.icio.us Digg Google StumbleUpon Premium Responsive

Kommentieren