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Suppenabend

Einer der Höhepunkte im Monat ist für mich der Suppenabend. Das mag vielleicht blöd klingen, aber so heißt dieser Abend, der am 3. Donnerstag des Monats stattfindet. Wo? Nein die Anschrift gebe ich hier nicht preis, denn die Plätze sind rar und ohnehin wird man dazu eingeladen oder eben nicht.

Der Reihe nach: Vor ungefähr einem Jahr, ich glaube es ist sogar schon länger, so eineinhalb Jahre, kam ich mit einer sehr Frau, der Inhaberin eines Geschenkeladens ins Gespräch. Von Hinz und Kunz über Punkt und Komma, landeten wir bei  meinen Büchern, die ich geschrieben habe. Es gibt Menschen, die selbstlos handeln, nicht nachdenken, sondern einfach handeln, ohne dabei selbst einen Vorteil davon zu haben. Ich weiß, dass sowohl sie als auch ihr Mann einer Loge angehören. Darüber werde ich schreiben, wenn ich im Juni dort aus „Gänseblümchen“ gelesen habe.

Zurück zu Alwins Suppenabend. Es ging dann ganz schnell, ich bekam von Alwin einen Anruf und die Einladung zu meinem ersten Suppenabend. Ehrlich, ich hatte keine Ahnung was mich da erwartete. Ich also dorthin, suchte und fand die Adresse, klingelte und kam in eine vollkommen andere Welt, eine Berliner Welt wie ich sie, auch wenn ich das Gefühl habe unendlich lange in dieser Stadt zu wohnen, so noch nicht erlebt habe. Ich klingelte pünktlich 19 Uhr und Alwin öffnete mir.  Alwin kann man und darf man nicht beschreiben, man muss ihm begegnen, ein klein wenig von ihm hier: http://www.alwin-s-art.de/.

Ich wurde herzlich empfangen, gleich in die Küche geführt, der Topf mit der Suppe kochte auf dem Herd leise vor sich hin. Ich liebe Suppen, außer Erbsensuppe, das ist nicht meine Zündung. Seit ich zu Alwin komme, habe ich noch zwei Mal die gleiche Suppe gegessen und eine schmeckt besser als die letzte im Monat davor. Also Schälchen genommen, ins Zimmer gegangen, wo mich ungefähr zehn Personen mit freundlichen Blicken und Nicken empfingen.

Gegen 20 Uhr, um 22 Uhr ist Schluß, begann der offizielle Teil, das ist mal ein Vortrag, eine Lesung, Kulturelles, Wissenschaftliches, das Alwin mit viel Gefühl für Zeitthemen heraussucht. So geschah es auch, dass ich einige Monate später Gänseblümchen dort lesen durfte. Inzwischen habe ich einiges erleben und genießen dürfen, nicht nur Suppenabende auch einen Logenabend durfte ich erleben. Im Juni darf ich Gänseblümchen in der Frauenloge lesen und ich freue mich sehr darauf. Ich werde dort nicht lesen, um meine Bücher zu verkaufen, sondern um ein klein wenig das zurück zu geben, was ich bekommen habe.

Gestern Abend war Suppenabend. Die Suppe war wieder klasse, das Thema war kurz gesagt Gentechnologie, ein Vortrag seiner Tochter, die gerade dabei ist ihre Doktorarbeit zu schreiben. Ich fühlte mich zurückversetzt in den Bio-Leistungskurs und an die Uni, habe mich einfach wohl gefühlt und freue mich schon auf den nächsten Suppenabend in der Hoffnung, dass mir nichts dazwischen kommt. Danke Alwin.

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5 Kommentare zu „Suppenabend“

  • barbara2 says:

    reine frauenlogen… wusste gar nicht das es so etwas gibt. dachte die gäbe es nur als reine männer

    und dein suppenabend ist ja quasi ein salon wie im 19. jahrhundert. ich hatte auch mal die idee, so etwas aufzuziehen

  • Gitta says:

    Salon des 19. Jahrhundert diese Tradition wird hier in Berlin auch gepflegt, dann eher auf rein musikalischer Ebene.
    Und ja es gibt auch Frauenlogen. Ich war erstaunt, berührt, fasziniert von dem was sich diese Frauen erfolgreich auf ihre Fahnen schreiben.

  • Marion Siebert says:

    Liebe Frau Becker,

    ich gehöre der Rebekka-Loge Elisabeth an und freue mich schon auf Juni, wo Sie aus Ihrem Buch „Gänseblümchen“ lesen werden. Ich hoffe, dass viele Schwestern nd Brüder Ihnen lauschen werden. Leider konnte ich bisher noch ein kenem Suppenabend von Bruder Alwin teilnehemn, aber ich höre nur Gutes darüber.
    Herzlichst

  • Michaela says:

    Ja, es gibt Frauenlogen und zwar beim Odd Fellow Orden.

    Miteinander – füreinander – für Andere

    Wir Odd Fellows haben uns zum Ziel gesetzt, zu erreichen, dass alle Menschen ohne Aufgabe der eigenen Werte in freundschaftlichem, toleranten Miteinander leben können.

    Dieses Ziel möchten wir mit Ihrer Unterstützung erreichen. Werden auch Sie unser Wegbegleiter zum Ziel. Reichen Sie uns die Hand, um die Kette der Schwestern- und Bruderschaft aller Menschen zu erweitern.

    Der Odd Fellow Orden ist eine weltweite Gemeinschaft, die politisch und konfessionell neutral ist. Diese wird durch die Mitglieder einzelner Logen gebildet. In Berlin gibt es drei Bruderlogen (Berolina-, Concordia- und Templer-Loge), eine Frauenloge (Rebekka-Loge Elisabeth) und eine von Frauen und Männern gebildete Loge (Gemeinsame Loge zur Wahrheit).

    Wenn Sie uns kennenlernen möchten erreichen Sie uns im Internet unter http://www.oddfellow.de oder einfach Rebekka-Loge-Elisabeth googeln, dann kommen Sie direkt auf die Startseite der Frauenloge im Odd Fellow Orden.

    Michaela

  • Gitta says:

    Ich bedanke mich für die ausführliche Erklärung zur Frauenlogen und Logen in Deutschland insgesamt.

    Ich wusste, weil ich selbst Gast sein durfte davon, allerdings war dieses Wissen nicht ausreichend, um eine umfassende Erklärung dazu geben zu können. Vielen Dank dafür.

    Herzlich
    Gitta

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