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Danach oder doch noch nicht?

Nun waren wir bis jetzt alle brav, sind zu Hause geblieben und bleiben es noch. Langsam aber sicher sollte es nun einen Plan geben, aus dem „Shutdown“ heraus zu kommen. Hierzu bedarf es klaren wissenschaftlichen Aussagen und Mut der Politiker, darauf zu vertrauen, dass wir das woppen können. Langsam, Schritt für Schritt.
Ernsthaft, wer wäre wirklich zu Hause geblieben, wenn Geschäfte geöffnet geblieben wären? Die Wahrscheinlichkeit, dass es so gewesen wäre, wie es letztendlich gekommen ist, hat auch damit zu tun, dass die meisten Geschäfte geschlossen geblieben sind, wie auch die Restaurants. Jetzt sieht es danach aus, dass die Zahlen mehr und mehr dafür sprechen, dass der Shutdown nach und nach aufgehoben werden kann und muss.
Die Studie von Heinsberg, deren Ergebnisse muss man mit einer gebotenen Vorsicht betrachten, denn normalerweise wird keine Studie veröffentlicht, die nicht geprüft worden ist. Diese wurde nicht geprüft und wie ich in einem anderen Artikel bereits geschrieben hatte, fand ich die eine oder andere Aussage von Herrn Professer Schreeck zweifelhaft, denn wenn der Frisör selbst nicht infiziert ist, wird er aus Versehen auch keine Infektion weitergeben können. Ich halte es für gefährlich, wenn sich die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen allein daran orientieren würde, vor allem bevor die Studie geprüft worden ist.
Die Aussage des Pathologen aus Hamburg ist ebenso kritisch zu betrachten. Möglich, dass es eine Spitzfindigkeit der Formulierungen ist, aber er kann nicht beweisen, dass die Menschen, die er im Zuge der Epidemie in Deutschland „auf dem Tisch“ hatte, nicht auch ohne das Virus genau an diesem Tag gestorben wären. Er sagt, dass sie nicht durch das Covid 19 gestorben sind, sie seinen wegen ihrer Vorerkrankungen gestorben. Er bleibt allerdings die Erklärung schuldig, wie an Covid 19 Verstorbene aussehen, welche Merkmale sie haben müssen, um den Nachweis erbringen zu können, dass diese Menschen an den Folgen des Virus gestorben sind. So lange er das nicht kann, muss seine Aussage ebenfalls in Frage gestellt werden.
Es verdichten sich Anzeichen dafür, dass das Virus vielleicht doch aus einem Labor sein könnte. Nicht gezüchtet, das eher nicht. Kurz nach dem Auftreten der ersten Infektionen in Wuhan konnte das Virus identifiziert werden, als zu einem Stamm Fledermäuse gehörend, den eine Wissenschaftlerin aus dem Institut rund hundert Kilometer entfernt von Wuhan in einer Höhle entdeckt hat, bzw. haben soll. Wissenschaftliche Arbeiten hierzu sollen veröffentlicht sein.
Beide Aussagen von oben, sollten verifiziert werden, geprüft werden, auf ihre Validität geprüft werden. Ob wir jemals erfahren werden, was wirklich passiert ist, das weiß niemand und angesichts der mangelhaften Informationspolitik werden wir das eher niemals erzählt bekommen.
Die Regierung unseres Landes bekommt international durchweg nur gute Noten für ihr rasches Handeln. Hierzu gibt es ein Statement von der britischen Deep Knowledge Group (DKG), das besagt, dass Deutschland hinter Israel das sicherste Land dieser Krise sei. Die Akademie Leopoldina bewertet die getroffenen Maßnahmen als gut, mahnt an mehr Wert auf Tests und Studien zu legen, auch und vor allem, um noch mehr über das Virus und seinen Auswirkungen, so wie die Erkrankungen und Verläufe zu erfahren. Ja, wir möchten das alle wissen, vor allem möchten wir wissen, wie es weiter gehen wird.
Sorge bereitet mir viel mehr, dass in Süd Korea einundneunzig Zweitinfektionen aufgetreten sind. Also Menschen, die das Virus hatten, genesen sind und erneut erkranken. Aber nicht, weil sie Kontakt hatten, sondern weil es in den Körpern neu aufgeflammt sei. Das erschließt sich mir nicht so ganz, da muss man abwarten, was an Informationen noch kommt. Möglich, dass vielleicht eine Reihe an Tests fehlerhaft war.
Die Tendenz hierzulande scheint also eine positive Entwicklung aufzuzeigen. Nun muss man überlegen, wie man den Shutdown wieder aufheben kann, welche Geschäfte zuerst geöffnet werden können und welche noch warten müssen. Unser Land langsam hochzufahren, muss die kommende Arbeit der Politik sein, Schritt für Schritt, immer abwarten nach den ersten Schritten, was danach passiert, während parallel natürlich an Impfseren, Früherkennungstests für zu Hause und einiges mehr geforscht wird. Das sagen die Leopoldiner es müssen noch sehr viel mehr Tests durchgeführt werden.
Das beinhaltet der sehr interessante Ansatz des Nobelpreisträgers für Ökonomie Paul Romer, der in einem Interview gesagt hat: Schlau wäre es, alle zu testen und jene, die positiv sind, müssten zu Hause isoliert werden. Vielleicht es wäre, sofern die Testkapazität ausreichend wäre, schlau alle zu testen. Das wäre am Ende kostengünstiger, als den Shutdown lange hinausziehen zu müssen. Leider hat derzeit kein Land diese Kapazität. Dieses Modell schlug er für die USA vor. Ich glaube, dass es auch für uns, für Europa passen würde.
Zuerst also sollten die Schulen öffnen, die Klassenstärke reduziert werden, was bei Kindergärten nicht klappen wird, dennoch auch diese müssen wieder öffnen, weil es langsam grenzwertig wird, sie zu Hause zu binden, weil Eltern einfach arbeiten müssen, das ist Fakt. Weil viele Eltern systemrelevant arbeiten und so muss das auch sein. Die Leopoldiner schlagen vor, dass die Schulen zuerst geöffnet werden sollten, und zwar die unteren Klassen, weil die oberen Jahrgänge selbstständig online arbeiten können sollten. Die Zeitung mit den großen vier Buchstaben machen daraus sofort den „großen Streit“, weil die GdL dem widerspricht. Sie diskutieren darüber und das ist gut. Den großen Streit sehe ich aber nicht, noch haben die Ministerpräsidenten gemeinsam mit der Bundeskanzlerin das noch nicht ausdiskutiert. Vielleicht sollten die Bundesländer den Ausstieg aus dem Ausstieg nicht synchron machen. Wenn in einem Bundesland etwas schief geht, so könnten die anderen Länder umgehend aushelfen. Wenn das gesamte Land in den Shutdown zurückgehen müsste, dann wäre das deutlich tragischer.
Wie werden wir uns draußen bewegen? Mit Masken? Na ja im freien Raum denke ich nicht, dass man das da braucht, aber überall dort, wo geschlossene Räume sind. Nicht jeder hält Abstand. „Das einfach mal vorbei huschen“ ist immer noch da, weil man zu faul ist, ein paar Schritte weiter zu gehen. Das läuft immer noch nicht, auch der Plausch, den man gerne noch hält, hat nicht immer den nötigen Abstand, zumal man inzwischen weiß, dass zwei Meter besser als 1,50m sind. Jeder sollte sich selbst fragen, wem möchte er den Vortritt geben aus dem Shutdown heraus zugehen? Ich finde es doof und wünsche mir, dass das vor allem interfamiliär anders wird. Was wird zuerst geöffnet werden?
Ich gehe davon aus:
Schulen und sobald das möglich ist die Kindergärten, gucken was passiert, denn die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass hier im Ansatz eine zweite Welle entstehen kann, vor allem, wenn keine andere Chance besteht die Großeltern in Anspruch nehmen zu müssen. Manchmal geht es einfach nicht anders.
Einzelhandelsgeschäfte, Boutiquen, Frisöre und dann gucken, was passiert. Hier sehe ich das Risiko nicht ganz so hoch, wie durch das Öffnen der Schulen, da man irgendwie schon auf Distanz gehen und Mundschutz tragen kann.
Produktionen, zum Beispiel Autoindustrie und ihre Zulieferer. VW erarbeitet gerade einen Plan hierfür. Zulieferer hierfür. Aber: Es wird schwer sein, Autos zu verkaufen, denn alle anderen Märkte liegen noch brach, andere Länder haben die gleichen, wenn nicht gar größere Probleme als wir. Ich gehe auch mal davon aus, dass China gerade in eine zweite Welle hineingeht. Auch, wenn die Informationspolitik der Regierung sehr zu wünschen übrig lässt, so gibt es eindeutige Anzeichen dafür, dass dem so ist, mehrere Großstädte unterliegen nun Ausgangsbeschränkungen, vor allem in der Grenzregion zu Russland hin, wo die Zahlen der Infizierten eben hochlaufen möchten und ich auch hier unterstelle, dass die Dunkelziffer sehr viel größer als angegeben ist. Totalitäre Staaten stehen sich in verschleiernder Informationspolitik in nichts nach. Ich glaube auch, dass die angegebene Zahl der rund 82.000 infizierten Menschen (das war gestern, heute sind es über 83.000), die China angegeben hat, einfach falsch ist. Auch, dass alle Fälle eingereiste Menschen sind. Da das aber jeder annimmt, dass ihre Informationspolitik unehrlich ist, können sie erzählen im Himmel ist Jahrmarkt und niemand wird danach fragen, wo die Buden stehen.
Ab Spätsommer soll es möglicherweise ein Medikament geben, das die Symptome verbessern kann. Es laufen an einigen Kliniken entsprechende Tests. Das Ergebnis soll bis Spätsommer vorliegen, dann gäbe es, wenn es hinhaut, immerhin ein Medikament, das zur Behandlung eingesetzt werden kann. Vielleicht, aber nur vielleicht haben wir viel Glück und es gibt zum Herbst hin das Medikament, von dem Dietmar Hopp gesprochen hat und dann so, dass es einsatzfähig als eine Art Impfserum. In einem Interview hat er das durchblicken lassen. Warten wir das ab. Ich denke, dass er weiß wovon er gesprochen hat.
Der Senat von Berlin, vertreten durch den Regierenden Bürgermeister Müller, schreibt, dass er noch Zeit zur Vorbereitung der Öffnung brauche und dies erst frühestens zum 27. April geschehen soll. Das ist wie so immer in Berlin, sie kommen nicht aus den Puschen, hatten nun drei Wochen Zeit und bekommen es nicht hin, zeitgleich mit dem Shutdown einen Plan zu entwerfen, Ideen zu entwickeln, wie es laufen soll? Was machen die da eigentlich? Wie immer nichts? Das wären noch dreizehn Tage. Ne, das muss schneller gehen, das muss fixer hinhauen, höchsten eine Woche, im Grunde bis kommenden Montag, mehr nicht mehr! Wir können das inzwischen: Masken tragen, social distancing halten! Wir sind groß genug, alt genug und vor allem dürfen wir wählen gehen und werden uns an die Trägheit, Inkompetenz und Schwerfälligkeit dieses Senats dann auch erinnern. Mann, Mann, Mann!
Das ist aber genau das, was diesen Berliner Senat auszeichnet: Er lebt im Nichts: Kann nichts, tut nichts und bekommt auch sonst nichts hin. Seit wann weiß der Senat, dass es auch einen Ausstieg aus dem Shutdown geben wird., dass das ansteht? Wofür braucht man da Zeit, um zu verfügen, was geöffnet wird und was im zweiten Stepp kommt? Die Verordnungen kann man gleich mit aufsetzen. Das kann fixer gehen und ist sehr einfach: Abstand halten, Mundschutz dort tragen, wo man in geschlossenen Räumen Einkäufe oder was auch immer tätigt. Dafür braucht man dann noch, die Betonung liegt auf „NOCH“ dreizehn Tage? Sind wir gerade in den Osterferien, oder was machen wir den ganzen Tag? Ihr hättet mit dem Vorbereiten des Shutdowns, das Verändern der Verordnungen und Beschränkungen auch des Endes des Shutdowns vorbereiten können und nicht jetzt erst damit beginnen. Das braucht kein Mensch so.


Unser Land, die Bundesregierung unseres Landes hat uns nach Hause geschickt und, sagen wir das mal so, höflich gebeten da auch zu bleiben, was Sinn gemacht hat und gerade noch tut. Damit wir keine Rudelbildungen vornehmen, wurden fast alle Läden geschlossen. Es spielt keine Rolle, welche sie auch immer geöffnet gehalten, was sie geschlossen oder nicht geschlossen haben, sie haben es nach bestem Wissen und Gewissen veranlasst. Sie haben wohl an der Existenz der kleinen Läden gekratzt, aber irgendwie haben sie die Inhaber davor geschützt zu erkranken und sich auch an der Umsatzeinbuße beteiligt. Hand aufs Herz, eine Ausgangsbeschränkung, bzw. ein #staythefuckathome bedeutet nun mal, nicht shoppen zu gehen, nicht in eine Kneipe zu gehen, nicht essen zu gehen. Wir haben bislang alle zusammengehalten, wenn es durch ist, dann sollten wir unseren örtlichen Handel unterstützen und nicht den online Handel treu bleiben.
Leopoldina sagt, dass man keineswegs jenen, die vorerkrankt oder alt sind, erklären darf, dass sie zu Hause bleiben sollen oder müssen, während draußen das Leben wieder tobt. In South Carolina gibt es Zeiten in denen die Supermärkte nur von „Alten“ und jenen, die „geschützt“ werden sollen, bevölkert werden, ich glaube, das ist morgens zwischen 7 und 9 Uhr und an bestimmten Tagen, wobei ich das eventuell noch mal nachrecherchieren könnte. Das ist ein interessanter Ansatz, die Jungen nicht mehr mit Einkaufszetteln traktieren zu müssen. An diesen Tagen und zu diesen Zeiten gehört der Supermarkt dann den Alten und Rentnern. Das wäre eine denkbare Möglichkeit, die aber nur wenig zum Einkaufen locken kann, wer will schon mit Rentnern im alleinigen Rennen um das Klopapier sein? Aber es ist ein Denkanstoß.
Der zuverlässige Selbsttest ist dringend nötig. Damit sollten sich zum Beispiel die Kinder und Enkelkinder, vor dem Besuch bei den Großeltern, selbst testen können. Das wäre perfekt, minimiert das Risiko und beglückt die Großeltern. Geeignet wäre der Test, wie ich ihn mir vorstelle, für die Rückkehr in jedes soziale Leben, das ich so vermisse. Es wird Zeit den Besuch beim Friseur, rauszugehen, einfach ein Eis zu essen, auch wenn ich das nicht täglich mache. Ich vermisse es, zu meiner Mutter gehen zu können, meine Kinder, meine Enkelkinder und meine Freunde sehen zu können, mit den Nachbarn einen Plausch halten zu können. #stayathome! Achtet auf Euch! Passt auf Euch auf! Laßt es Euch trotzdem gut gehen!

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