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Aktuelle Geschehnisse in Bayern, Demo für einen Despoten

Ist die Welt verrückt geworden, oder bin ich schlicht und ergreifend zu alt für diese abartigen Nachrichten geworden? Wer die Anschläge in der vergangenen Woche in Bayern und die Berichterstattung verfolgt hat, der bekam nur Interviews mit Menschen zu sehen, die davon sprachen, dass sie Angst hätten. Hmm … das ist legitim, keine Frage, aber fragt man die gleichen Menschen wie sich das mit der Angst im Straßenverkehr verhält, dann weiß man um das Risiko und stürzt such trotzdem in nur jeder erdenklichen Art in das Verkehrsgetümmel hinein. Inzwischen war mal ein junger Mann vor der Kamera gestanden und sagte sinngemäß und achselzuckend „shit happens“.

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München

München im Juli 2016. Ein junger Mann macht sich auf den Weg, junge Menschen, die er wohl zu einem MacDonald gelockt hatte, zu töten. Er beginnt wahllos zu schießen, wird dabei gefilmt, löst einen noch nie zuvor da gewesenen Polizeieinsatz aus, der vom Beginn bis zu seinem Ende öffentlich war. Scherzkeksen, die dieses Öffentlich sein für dumme Streiche missbraucht haben, werden sie sich nach Abschluss wichtigerer Arbeiten widmen. Journalisten, die dumme Fragen gestellt haben, bleiben unbehelligt. Den Einsatz, den die Polizei in München abgeliefert hat, empfand und empfinde ich immer noch als absolut gut. Da gibt es nix, was ich auszusetzen hätte und ich frage mich, ob die Polizei hier in Berlin das im Ernstfall genauso stemmen kann und wage es, kaum habe ich mir diese Frage gestellt, stark zu bezweifeln. Dennoch, ich hoffe es, wünsche mir aber gleichzeitig, dass es niemals passieren wird.

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Nizza

Vor vielen Jahren war ich mit meinen Töchtern in Nizza gewesen, habe die Zeit dort genossen und die besten Austern meines Lebens gegessen. Nizza, eine wundervolle Stadt, die Gebäude, der Blumenmarkt, die Sonne, das Meer, die Promenade. Die Unbeschwertheit verbindet sich mit all dem. Die Sonne scheint in diesen Tagen nicht mehr so hell, das Meer ist nicht mehr so blau. Die Leichtigkeit des Lebens wurde in Sekundenschnelle zu einer tonnenschweren Last, das unbändige Gefühl der Freiheit, droht verloren zu gehen. Am Ende wird die Freiheit bleiben, wie die Leichtigkeit zurückkommen wird, bleibt derzeit offen, kämpft sie noch gegen Kraft des Wahnsinns, was ein Irrer anrichten kann. Jeder, der egal wann, dort auf der Promenade des Anglais läuft oder laufen wird, wird sich an diesen grausamen Tag erinnern oder durch Gedenktafeln, die irgendwann angebracht werden, daran erinnert werden.

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