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Andrea Nahles und Gleichheit Art. 3 GG

Andrea Nahles ist wieder aufgetaucht. Sie hat eine Verpflichtung eingelöst, die sie noch als Parteivorsitzende der SPD, eingegangen war. Sie hielt einen Vortrag über die Gleichberechtigung nach Artikel 3 GG. Ist sie zurück auf der politischen Bühne? Den Artikeln nach, die ich gelesen habe, wohl eher nicht.

Erinnern uns daran, wie es war, wenn ein Raunen durch unser Land gegangen ist, wenn Frau Merkel einem Mitstreiter ihr volles Vertrauen ausgesprochen hat. Kurze Zeit später war er eliminiert und irgendwohin geschickt worden, wo er keinen größeren Schaden anrichten kann. Die Kanzlerin wurde dann als gefühllos und berechnend bezeichnet. Männer würde man niemals so deklarieren, wenn sie Beine des Stuhles auf dem sie sitzen, verteidigen.

Wir wissen um den Anden-Pakt, in dem sich Männer verpflichten einen aus ihrem Kreis zum nächsten Bundeskanzler zu machen. Frauen haben keinen Pakt, sie bilden keine Gemeinschaften, in denen sie sich gegenseitig fördern. Frauen kämpfen alleine und für sich.

Andrea Nahles sagte, laut Spiegel.de, gestern unter anderem: „Zu keinem Zeitpunkt“, sagt sie, habe sie das Gefühl gehabt, „dass Männer und Frauen in der Politik wirklich gleichberechtigt sind“. Dem kann ich nur zustimmen, das geht mir auch so, während die Kleiderordnung weiblicher Politiker eher beachtet wird, als das, was sie sagen, könnten Männer in Unterhosen vor die Kamera zum Interview treten, ohne, dass das irgendwen stören würde.

Keine Gleichberechtigung in der Politik, in der Wirtschaft, nirgendwo.

Als ich Kind war, mussten Frauen sich die Erlaubnis ihres Mannes geben lassen, sich ein eigenes Konto zu eröffnen, durften nicht arbeiten, wenn er es nicht wollte und wenn sie es taten, schätze ich, dass sie ihr Einkommen zu Hause abgeben mussten. Obendrein konnte er einfach ihren Job kündigen. § 218 wurde nach sehr viel Protesten und toten Frauen abgeschafft und trotzdem haben wir immer noch den §219 und Einschränkungen, die Frau bei ihrer Entscheidung nicht braucht. Könnten Männer schwanger werden, dann wäre er inzwischen komplett abgeschafft.

Artikel 3 GG: Männer und Frauen sind gleich. Unser Bevölkerungsanteil ist etwas höher als der Anteil an Männern. Nicht viel, aber doch. Trotzdem finden sich nach der letzten Wahl weniger Politikerinnen im Parlament wieder. Gibt es weniger weibliche Kandidaten, oder liegt es daran, dass wir hier nach Konkurrenzdenken wählen, während die Männer die nach Gruppenzugehörigkeit tun. Wie sonst kann es sein, dass Höcke auch Frauen nachlaufen und so ihre Stimme verplempern?

Gucken wir uns an, was Frauen in der Politik leisten, nehmen wir Frau Nahles. Als alleinerziehende Mutter hat sie diesen Spagat der Landesvorsitzenden der SPD gewoppt. Das hat sie hinbekommen und ich denke gut. Gescheitert ist sie nicht an der Doppelbelastung, sondern an den inneren, ausschließlich männlichen Zirkeln der SPD und da gehören dann auch Leute dazu, die niemals einen Beruf abgeschlossen haben, die nie ein Projekt beendet haben, die unqualifiziert in den Tag labern und dann noch in der Lage sind einem dieser Zirkel möglicherweise anzugehören. Natürlich sind auch andere dort, aber es sind eben ausschließlich Männer Mitglieder.

Wir Frauen können das nicht, wir sind nicht in der Lage Zirkel oder einer Pakt zu bilden in dem wir uns und ausschließlich uns alleine gegenseitig fördern. Traurig eigentlich, sehr schad, denn wir werden unsere Macht den Männer geradezu in den Rachen, pushen sie hoch. Es gibt inzwischen einige europäische Länder, in denen eine Frau ganz oben steht und die gut laufen und hätten wir nicht das Flüchtlingsproblem bekommen, dann wäre Frau Merkel schätzungsweise immer noch schwer anzugreifen.

Andrea Nahles war zu einem Opfer ihrer selbst geworden, weil sie die Männerriege vollkommen unterschätzt hat, aber sie ist eine Frau mit sehr viel Mut, mehr als ein Mann diesen gehabt hat, die SPD in einer grausamen Zeit zu führen. Das hat dann wohl ihren männlich Parteigenossen doch nicht gefallen, dass sie nach der Pfeife einer Frau tanzen sollen. Andrea Nahles ist nicht unbedingt mein Geschmack, muss es auch nicht, das ist nicht nötig, wenn man ihr Handlen unter dem Aspekt von Courage, Rückgrat und dem Willen der eigenen Partei zu dienen, betrachtet.

Es wird gewählt in Brandenburg, in Sachsen, der Termin ist greifbar nah. Mädels macht die Augen auf, verbannt Eure Hormone in die hinterste Ecke und guckt mal, ob ihr nicht eine Frau nach oben hieven könnt. Wer will schon gerne ständig und immer von Frauen regiert werden? Wer will zum Beispiel einen Höcke im Hinterkopf haben, der einem erklärt, dass der beste Platz der Frau am Herd ist. Das tut er ausgerechnet im Osten unseres Landes, in dem Teil in dem die Frauen deutlich emanzipierter waren als im restlichen Deutschland und das bis heute. Noch jedenfalls. Mädels mal ernsthaft, haltet an dem fest, was ihr bereits erreicht habt und gebt es nicht ab an die AfD, als Beispiel genannt, die deutlich männeraffin in ihren Plänen und in ihrer Gestaltung ist. Das müsst ihr Euch nicht antun, wenn aber doch, dann beklagt Euch nicht, dass ihr Erreichtes verlieren werdet, dass der Abstand zum restlichen Land noch größer werden wird.

Andrea Nahles hat wahre Worte gelassen ausgesprochen. Es ist so und es wird auch so bleiben, wenn wir uns nicht dagegen wehren, wenn wir nicht in den Unternehmen den Gipfel erklimmen, wenn in den Bundestag deutlich mehr Männer als Frauen gewählt werden. Tut es für Euch und Eure Kinder und Enkelkinder.

Es sieht so aus, als kehre Andreas Nahles der Bundespolitik komplett den Rücken. Manchmal wird es Zeit zu erkennen, dass man Neues beginnen muss, sagte sie gestern sinngemäß. Ich hoffe für die Frauen in unserem Land, dass sie ihren Neuanfang zu Gunsten des  Artikel 3 GG gestaltet und sich auch weiterhin für dessen Umsetzung 1:1 einsetzt.

Wir sollten es nicht hinnehmen, sollten mit allen Mitteln Erstrittenes erhalten, nicht mehr abgeben wollen, sondern noch mehr fordern und dafür sorgen, dass unsere Kinder und unsere Enkelkinder keinen Schritt nach hinten weichen müssen.

Denkt darüber nach, ob es nicht erstrebenswert ist, eine Gemeinschaft zu bilden und Frauen nach oben pushen. Eine Gemeinschaft, einen Pakt, wie Männer sie haben in denen es eine bedingungslose Worttreue gibt. Wir sind keine Konkurrenten, sondern wollen gemeinsam das festigen und ausbauen, was uns das Grundgesetz gibt. Lasst es Euch gut gehen. 

CO2 ja oder nein?

CO2-Steuer. Das derzeit am meisten verwendete Wort. Gestern Abend während der Nachrichten, da wurde eine Statistik gezeigt, wie sich der CO2-Ausstoß auf die einzelnen Bereiche verteilt und auch, dass anstatt Rodung der Wälder und Urwälder die Aufforstung enorm dabei helfen kann, die klimatische Bedrohung, die in Gang gekommen ist, aufzuhalten. Ich hatte das vor einigen Tagen schon mal gelesen, dass eine Verdoppelung der Waldflächen eine gute Sache ist und dabei hilft das CO2-Problem zu lösen.

CO2 Steuer. Ich weiß, dass einige Staaten um uns herum diese bereits haben, sie aufzuzählen muss ich nicht, das mag jeder selbst nachlesen. Abgabe auf Benzin, Diesel, und Heizöl in Form einer Steuer, die man dann teilweise wieder zurückbekommt, aber eben nur teilweise. Der Bürger ist also der Dumme, wie immer. Macht von den Politikern überhaupt irgendwer noch seinen Job richtig? Durchrechnen bis ans Ende und nicht am Anfang verharren, in der Annahme, man habe nun den Stein der Weisen gefunden. Nichts haben sie und nein, das ist nichts, was der AfD die Wähler in die Arme treiben soll, die von Ausbeutung der Menschen sprechen. Das ist Dummheit, das ist Unwissenheit, das ist Leugnen, dass es fünf Minuten vor zwölf ist und hilft kein bisschen, ist äußerst dumm und zeigt, dass sie kein Programm für irgendwas haben.

Es gab in der Vergangenheit viele Beispiele, die der Bürger bezahlt hat und sie, die Politiker, lernen nichts daraus, glauben, dass wir das längst schon vergessen haben. Erinnern wir uns, es hieß man solle am Wasser sparen. Das haben die Bürger dann auch brav gemacht und Bingo! Die Wasserwerke mussten die Preise anheben, da nicht genug Abwasser erzeugt worden war, um den Dreck durch die Kanalisation zu treiben.

Man soll Strom sparen. Machen wir alle, aber am Ende werden die Strompreise erhöht und das Erlassen der Stromsteuer darf man im Zusammenhang mit CO2-Steuer getrost vernachlässigen, das macht den Kohl auch nicht fett. Es wurde die Ökosteuer erhoben, die wurde dann wiederum auf alle Produkte, die der Mensch braucht umgeschlagen. Selbst in Krisenzeiten, wenn der das Benzin sehr teuer war, dass viele Bürger darunter gelitten haben, wurde die Ökosteuer niemals reduziert. Im Übrigen wird heutzutage Mobilität von jenen verlangt, die in Lohn und Brot stehen.

Nun sollen wir über eine CO2-Steuer bezahlen, die zum Teil wieder zurückbezahlt werden soll, wie das geschehen soll, wird aber nur angedeutet, zum Beispiel durch Wegfall der Stromsteuer und am Jahresende durch was?? Ich gehe mal davon aus, dass dies dann durch die Abgabe einer Steuererklärung geschehen soll. Angesichts des Milliardenlochs in der Kasse macht die Regierung einen ordentlichen Reibach, weil gerade jene mit geringem Einkommen, inclusive geringer Renten gar keine Erklärung abgeben, abgeben müssen. In den Augen aller Politiker, die eine solche Steuer fordern erscheinen die Dollarzeichen und angesichts einer Milliarden-Lücke im Etat ist ein solches Steuermodel wie eine Gelddruckmaschine: Für die einen um an die Macht zu kommen, für die anderen, um an der Macht zu bleiben.

Schauen wir uns die CO2 Bilanz weltweit an: 35,7 Milliarden Tonnen CO2 entstehen jährlich weltweit. Davon entfällt der größte Anteil, 42 % auf den Energiesektor. Machen wir uns nichts vor, die alternative Energiegewinnung zu den Kohlekraftwerken wäre Atomstrom, Windstrom, Solarstrom. Wind und Sonne sind risikobehaftet, wenn kein Wind, dann kein Strom, ebenso bei der Ausnutzung der Sonnenenergie. Atomstrom oh nein, das wollen wir ja alle nicht, den beziehen wir doch lieber, weil der in unserem Land erzeugte Strom niemals ausreichend ist, aus dem direkt benachbarten Ausland. Ökostrom, den wir zur Beruhigung unseres Gewissens nur allzu gerne beziehen, den gibt es einfach nicht. Lösung dieses Problems? Wenn Atomstrom, dann nicht mehr Deutschland, denn das Land hat die Weiterentwicklung dieses Forschungszweiges aus der Hand gegeben.  

Es entfallen 24% des Ausstoßes auf den Verkehr. Nicht gut, keine Frage, aber ich wage zu bezweifeln, dass wir durch eine CO2-Steuer das verbessern können. Ich glaube nicht, dass unsere Bemühungen mehr als ein Mückenschiss sind. Das, was wir einsparen werden, das wird dann von der Industrie übernommen werden. Sagen wir, dass wir im besten Fall zehn % einsparen können, dann wären wir gut. Zu wessen Lasten geht dann diese Einsparung. Ich kann mir gut vorstellen, dass es ähnlich wie bei dem Einsparapell des Trinkwassers geht: Da wir alle sparen, müssen alle Produkte, einschließlich der Grundnahrungsmittel teurer werden. Egal was es ist. Was hat der Staat davon? Er ist der lachende Dritte und hat eine neue Dauereinnahmequelle für sich entdeckt. Dabei spielt es einfach keine Rolle, wer da regiert. Selbst die AfD, die ohnehin ohne jedes intelligente Programm ist, würde an dieser Einnahmequelle nichts verändern, ihr zustimmen und so lassen, sollten sie jemals, was der Himmel verhüten möge, an die Macht kommen. Das muss man sich vor Augen halten, denn wir haben, trotz unterschiedlicher Besetzung der Regierungsbank,  immer noch den Soli. Ich habe wohl heute irgendwo eine Schlagzeile gelesen, in der es um Deutschlands vergessene Landstriche geht. Die hat es zur Zeit der Mauer auch schon gegeben. Es gab immer Landstriche, die gegen den Untergang angekämpft haben. Im Westen zumindest, im Osten durch die Planwirtschaft wohl eher nicht.

CO2 Ausstoßhttps://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-12-juli-2019-100.html

Quelle heute Journal 12.07.2019 (es hat leider nicht geklappt, die entsprechende Grafik hochzuladen.)

Die erste Frage sollte doch sein, wie können wir die Energiewirtschaft dazu bekommen, weniger CO2 auszustoßen? Die Antwort liegt leider darin, die fossilen Kraftwerke abzuschalten und die atomaren wieder einzuschalten, bzw. länger laufen zu lassen. Das sofern der Zug der Technologie hier noch nicht abgefahren ist oder nicht einen ganz neuen Weg gehen kann. Das kann den Grünen nicht schmecken, ich erinnere an ihren Grund sich zu gründen und verteile Sonnenblumen. Um zehn bis fünfzehn Prozent den Ausstoß reduzieren. Das wäre eine Menge Holz. Die Industrie kann ihren Ausstoß von 19% mit Sicherheit ebenfalls reduzieren.

Der Transportsektor. 24 % auch eine heftige Hausnummer. Nehmen wir Elektroautos. Gute Sache. Abgesehen davon, dass die Infrastruktur komplett fehlt, um sie zeitnah betanken zu können und die „Akkus“ nur eine begrenzte Lebensdauer haben und dann entsorgt werden müssen. Wir schaffen uns das nächste Problem, abgesehen davon, dass auch die Rohstoffe zum Bau der Akkus begrenzt sind. Erdöl auch, wir wissen das.

Da hilft nur Umsteigen auf das Fahrrad. Das sagt mal einem alten Menschen, der das niemals gelernt hat und mit, für dieses Alter typischen, Gleichgewichtsproblemen kämpft. Oder auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Ne, nicht wirklich.

CO2.1
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-12-juli-2019-100.html

Quelle heute Journal 12.07.2019 (es hat leider nicht geklappt, die entsprechende Grafik hochzuladen.)

Nehmen wir den Straßenverkehrssektor. Das ist der Ausstoß weltweit. Nein, der muss nicht so hoch bleiben. Keine Frage und es muss nicht sein, dass zu einer Talkshow in Deutschland jemand der gerade eben noch in Brüssel gewesen war, transportiert wird. Vermutlich per Flieger, wenn die Zeit für die Bahn zu kurz gewesen ist und schon drei Mal nicht, weil das unser Geld in Form von Gebühren kostet. Schauen wir auch da genauer hin, das muss einfach nicht sein, genauso wenig, die ewigen Wiederholungen. Im Zeitalter des Internets ist es auch nicht nötig, dass Abgeordnete ständig irgendwo unterwegs sind. Sie könnten deutlich mehr per Laptop erledigen. Ich gehe davon aus, dass sich hier eine ganze Menge einsparen lässt. Wir alle kennen die Storys grüner Bundestagsabgeordneter, die mit dem Auto in Bundestagsnähe kommen, es parken und dann den Rest mit dem Fahrrad fahren, um so gesehen zu werden. Wie überwinden die Politiker aller Parteien ihre Fahrstrecken im Wahlkampf? Per Auto? Per Bahn? Oder im Flugzeug. Das wäre genauso unsinnig, wie das Aufstellen der Wahlplakate, die nur ein Ärgernis sind. Werden Staatsgäste im Elektroauto vom Flughafen abgeholt? Das lässt sich endlos fortsetzen, wenn der Bürger sich umstellen muss, dann bitte auch die Staatsdiener. Sie zu allererst, gutes Beispiel usw. voran.

Da wäre dann aber noch etwas. Würde 1 Milliarde Wald aufgeforstet werden, dann würde sich der größte Teil des CO2 Ausstoßes erledigen. Das bedeutet nicht, dass der Bürger seine Angewohnheiten verändern muss. Aber dann lese ich das:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/agrarkonzern-cargill-das-schlimmste-unternehmen-der-welt-a-1276654.html

und ich frage mich, was haben all unsere Bemühungen für einen Sinn, wenn Politik das zulässt? Sie, weder Politiker, noch Unternehmen haben den Sinn von „Bäume anpflanzen“ nicht verstanden. Sie haben keine Ahnung von dem, was sie der Erde antun! Man sollte es ihnen nahe bringen.

Ich bin gegen eine CO2-Steuer, aber auch gegen die AfD, die das als Ausbeutung der Bevölkerung bezeichnet. Das ist natürlich vollkommener Schwachsinn sie deswegen zu wählen, mit fällt dann immer mein Sohn ein, der ein Handicap hatte, ich empfehle vor einer Stimmabgabe für die AfD, einen Besuch in einem der Konzentrationslager, dort vergeht es einem dann, das Kreuz hier zu machen.

Ich bin gegen eine CO2-Steuer dann, wenn nicht gleichzeitig zu 100% dargestellt wird, wie der Bürger an seine Rückzahlung kommt, ohne dafür einen Jahressteuerausgleich machen zu müssen, weil er ihn ohnehin noch nie gemacht habe. Ich bin nur für eine CO2-Steuer, wenn sie wirklich Sinn macht und wenn ich wie, wofür der Überschuss, der bleiben wird, verwendet wird. Ich glaube, wir haben das Recht das einzufordern.

Ich bin dafür, dass wir ein generelles Stopp gegen Rodung der Wälder und Urwälder durchziehen, aber dann auch dafür einstehen müssen, dass die Menschen dort keine Not leiden. Ich bin gegen Plastiktüten, gegen unsinnige Verpackungen in den Kühlregalen, gegen das billige Fleisch in den Kühltheken unsachgemäß aufgezogener Tiere, ich bin dagegen, dass die Welt-Bevölkerung unkontrolliert wächst, ich bin gegen Plastiktüten in den Meeren und, dass reiche Länder die armen Länder mit ihrem Müll überziehen.

Es gibt andere Wege Waren nach Hause zu tragen, auch, wenn es mir ab und an, selten wohl, doch mal passiert, dass ich ohne Tasche in der Tasche unterwegs bin. Nein, ich kaufe dann keine Plastiktüte, sondern eine Stoffasche oder was immer sich als Ersatz ohne Plastik bietet. Ich bin gegen Konzerne, die in unserem Namen und ihrem Profit die Erde gnadenlos ausbeuten und die AfD, die gleich D.T. das Fortschreiten der Klimakatastrophe leugnet.

Ich möchte mich aber nicht von irgendwem veräppeln lassen was Maßnahmen angeht, die durchgerechnet ergeben, dass der kleine Mann der Dumme ist, während Fernsehanstalten ihre Gäste einfliegen oder sonst wie bringen lassen. Das kann man locker per Videoschalte erledigen. Ich möchte nicht, dass Politiker, egal wer das auch immer ist, großzügig mit dem Umgehen, was sie fünf Minuten zuvor im Fernsehen angeprangert haben. Das ist kein schönes, kein angenehmes Gefühl.

Ich wünsche mir, dass die Parteien lernen ehrlich mit uns umzugehen und nicht ein Thema für sich zu nehmen, um es stimmenbringend, nicht bis zum Ende durchdacht, anzubringen. Es heißt gemeinsam sind wir stark. So aber nicht.

Ich wünsche mir, dass wir alle verantwortungsvoller mit unserer Erde und ihren Ressourcen, die sie uns gibt, umgehen und ihr das zurückzugeben, das sie zum Leben braucht: die Wälder und Urwälder, die wir ihr genommen haben. Ob wir den turn around schaffen werden? Ich weiß es nicht. Vielleicht nur dann, wenn wir alles bis zum Ende durchrechnen, gemeinsam mit Wissenschaft und der Wirtschaft die Wege gehen, die uns voranbringen und nicht rückwärts gehen lassen. Wenn wir uns selbst prüfen, jeder für sich in seinem Haushalt, was man einsparen kann. Lasst es Euch gut gehen.

Mediale Welt

Menschen sind eigenartige Geschöpfe. Diese Welt ist nur noch bekloppt. Verrückt in einer morbiden Art und Weise. In Großbritannien wissen die Politiker längst schon nicht mehr, was das Volk wirklich will, wollen es wahrscheinlich gar nicht wissen, und diskutieren um des Kaisers Bart. An anderer Stelle glaubt sich ein Präsident als Sieger, in einem anderen Land muss die Bevölkerung den Streit zweier Männer um die Präsidentschaft bitter büßen, in Syrien radiert ein Herrscher sein eigenen Volk nahezu aus, während an anderer Stelle Menschen wegen Nichtigkeiten öffentlich hingerichtet werden. Alles verrückt.

Und in kleinem? Na ja, da geht das auch nicht besser. Der eine schimpft über den anderen, der wiederum meckert zurück, Mädchen verschwinden spurlos. Mit etwas Glück taucht die eine oder andere wieder auf, einige jedoch bleiben verschwunden. Shitstorm und Mobbing im Internet. Verbrecher dürfen frei herumlaufen, weil die Justiz nicht hinterher kommt, ihnen den Prozess zu machen. In Altenheimen herrscht Mangel an Personal, in Krankenhäusern gehen Ärzte nicht zu ihren Patienten, obwohl das Personal sie darauf aufmerksam gemacht hat, dass diese Auffälligkeiten aufweisen. Busfahrer und Polizisten müssen ertragen, wenn sie beschimpft werden. Sanitäter daran gehindert zu ihrem Einsatzort zu fahren. Unsere Politiker bringen nur noch Hickhack und raus kommt dabei nichts. Sie geht wohl unter, diese wunderschöne Welt.

Warum das alles? Keine Ahnung. Ich verstehe das nicht. Möglich, dass diese Menschen das unter der Kunst des Streitens verstehen. Ich jedenfalls nicht. Aber ist Streit eine Form von Kunst, dass man von der Kunst des Streitens sprechen kann? Wenn Kunst verbal sein kann, ohne Fäuste und Waffen, dann ist es eine Kunst. Ich nehme allerdings samt und sonders alle Talk-Shows aller TV-Sender heraus. Das ist reiner Blödsinn, der da gezeigt wird. Beschimpfungen sind auch keine Kunst und fallen durch das Raster durch.

Aber: Wie streitet ihr? Sagt ihr gerade heraus, über was ihr Euch geärgert habt? Oder zieht ihr Euch einfach aus dieser Konstellation heraus und ignoriert, was Euch geärgert hat? Fragt ihr vielleicht nach, warum etwas ist, wie es zu sein scheint? Fragte nach dem Anlass, z.B. einer Nichtbeachtung? Sagt ihr: „Du Depp!“ und dann ist alles wieder gut oder wählt ihr eine elegante Art und Weise? Oder macht ihr es von Eurer Erfahrung abhängig, die ihr mit diesem Gegenüber schon gemacht habt und denkt: Lass‘ mich doch in Ruhe und ignoriert fortan denselben? Das hat nichts mit nachtragend, eher etwas mit Selbstschutz zu tun. Vielleicht kommt ja dieser irgendwann zur Besinnung und fragt sich mal in einer stillen Stunde, weshalb ihr ihn nicht mehr beachtet, nach dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“? Oder ist es von Eurer Tagesform abhängig? Oder sperrt ihr jene Kontakte, werft sie aus Euren TLs aus? Oder lasst ihr sie, weil es Euch egal ist?

Vor ganz langen Jahren in den Anfängen des Internet, als die Gebühren noch getaktet und nicht als Flat berechnet wurde, da bin ich mal durch eine harte Schule der Diskussion gegangen, die mich ganz sicher geprägt hat, da sagte mal jemand zu mir, schlaf drüber, wenn die Situation heikel ist, bevor du antwortest, vielleicht ist es dir am nächsten Tag keine Antwort mehr wert. Diesen Rat beherzige ich in solchen Momenten immer, okay meistens. Dann wäge ich ab, distanziere mich und steige daraus aus, oder ich gehe eine Diskussion bis zum bitteren Ende. Vielleicht spielt hier auch Erfahrung eine Rolle und das gilt vor allem für die heutigen, schnellen Medien: Ich ziehe mich raus und je nachdem wie hart und beleidigend die Treffer der Gegenseite waren, das Verhalten davor und in Summe, drehe ich mich um, und beachte diese Teilnehmer nicht mehr. Soll er machen, was er will. Da muss dann aber schon eine ganze Menge vorgefallen sein, bevor ich derart handle. Leicht fällt mir eine solche Entscheidung nie, aber letztendlich geht es mir um meine Ruhe und meinen Frieden und den aller anderen, sofern ich mich in einem Raum befinde in dem noch mehrere Menschen anwesend sind.

Man kann sich auch auf engem Raum aus dem Weg gehen. Das klappt hervorragend, aber nur solange, bis es, aus welchen, meist nicht nachvollziehbaren Gründen auch immer, auffällt, dem anderen nicht gefällt und eine neuerliche Provokation erfolgt, ohne dass man sich mal gefragt hat, weshalb man nun schon annähernd ein ganzes Jahr ignoriert wird. Der Witz an der Sache ist der, dass sie das nicht bemerken und sich dann bei anderer Gelegenheit deswegen lauthals beschweren, immer noch nicht wissend weshalb das so ist. Aber auch das geht ganz gut, denn das Internet hat eine gute Eigenschaft, man muss sich nicht real begegnen, man kann sich immer irgendwie aus dem Weg gehen. Darin bin ich gut, kann kann das aber noch etwas perfektionieren. Neuerliche dumme Sticheleien kann ich ab, unter Ulk verbuchen und ignorieren. Ich lebe auf diese Art und Weise angenehm friedlich im größten Sturm. Streitereien überlasse ich anderen und verhalte mich ruhig, weil sich jeder Sturm irgendwann wieder legt.  

Wie macht ihr das, wenn ihr verbal angegriffen werdet? Schaut ihr zuerst wer das tut oder haut ihr zuerst, natürlich nur verbal, zu? Oder denkt ihr: steig‘ mit den Buckel runter und gut ist? Natürlich kann das nur Otto Normalverbraucher so tun, bei Politikern oder Sportlern oder sonstigen Prominenten, hat das eine andere Wirkung. Diese werden sich aber kaum mit ihren bekannten Namen in einem Forum befinden. Ich kann nur den Rat geben, fragt nach, wenn ihr nicht wisst warum etwas ist wie es ist, lasst Euch nicht auf sinnlose Streitereien ein. Das Leben ist einfach wunderbar. Laßt es Euch gut gehen“ –