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März -Monat der Darmkrebsvorsorge

Es ist März. Der Frühling wartet darauf, sich auszubreiten. Durch die ersten warmen Tage treiben die Bäume das erste zarte Grün aus. Das ist die Zeit in der die Kleiderschränke ausgeräumt, alte Klamotten aussortiert werden, die Wohnung auf Hochglanz gebracht werden. Frühjahrsputz eben.

Aber da wäre im März noch ein anderes Thema: Es ist der Monat gegen Darmkrebs und es ist mir wichtig, daran zu erinnern, dass Vorsorge besser ist, als eine ewig lange Krebstherapie, deren Ausgang man zu Beginn der Behandlung nicht kennt. Ich bei FB schon eine ganze Weile in der Gruppe „Darmkrebs geht uns alle an“. Ich selbst bin durch die Vorsorgeuntersuchungen definitiv daran vorbeigeschrammt an Darmkrebs zu erkranken. Meine Schwester wurde, weil sie es nicht in Anspruch genommen hat sein Opfer.

Mein Vater war an Darmkrebs erkrankt, ein Teil meiner Großeltern ebenfalls. Der Arzt, der damals meinen Vater betreut hat, riet uns eine Koloskopie durchführen zu lassen. Meine Schwester war grundsätzlich dagegen, ich habe es nach ihrem Tod sofort in Anspruch genommen und hatte Glück, gerade eben noch rechtzeitig wurden die Adenome entdeckt und entfernt. Natürlich weiß niemand, ob sie nicht einen Autounfall gehabt hätte, aber hätte sie die Vorsorge genutzt, dann wäre sie definitiv nicht an den Folgen des Kolokarzinoms verstorben. Nach Diagnose hatte sie kaum mehr Zeit, ihre Angelegenheiten zu regeln, so schnell war es vorbei.

Ich lese in dieser FB-Gruppe mit. Das dort sind unglaublich starke Menschen, die kämpfen, die nicht aufgeben. Sie haben Nebenwirkungen durch die Therapie, die manchmal kaum zu ertragen ist. Sie kämpfen gegen einen Gegner, den man nicht sehen kann, der sich nicht um ihr Alter schert, der ihren Körpern alles abverlangt, bis lange nach der Therapie. Das ist nicht schön und vor allem ist es vermeidbar, wenn man rechtzeitig zur Vorsorge geht, auch wenn man jung ist. Es gibt immer Möglichkeiten, die, durch den G-BA vorgegebene Altersgrenze von 55 Jahren, zu umgehen. Diese Altersgrenze ist für mich ohnehin eine nicht zulässige Selektion, zumal ich das Gefühl habe, dass an Darmkrebs erkrankte Menschen immer jünger sind. Vom G-BA geduldeter Mord auf Raten. Diese Altersgrenze ist komplett aufzulösen, das geht gar nicht. Natürlich kann, bei vorliegendem Verdacht jederzeit eine Koloskopie durchgeführt werden, aber wie viele Leben können gerettet werden, wenn es keine Altersbegrenzung mehr gibt. Ich kenne niemanden, der bei einer Koloskopie „Hier!“ schreit. Vielleicht beim ersten Mal noch, aber beim zweiten Mal … na ja.

Okay, die Koloskopie selbst muss man nicht erleben, die kann man „abschlafen“, das ist nicht das Problem. Leider muss man durch das Procedere der Darmreinigung durch. Ich gebe zu, ich hasse es und es bereitet mir große Schwierigkeiten, nicht nur währenddessen, sondern auch noch 1-2 Tage danach. Aber was sind schon rund 8 Tage gegen eine Therapie mit Krebsmedikamenten, mit den Unwägbarkeiten, den Ängsten um das eigene Leben?

Ich lese nicht unbedingt jeden Tag in dieser Gruppe, aber es gibt dort Schicksale, die rühren mich. Eine Frau, die seit Monaten kaum mal ein paar Wochen ohne OP leben kann, die unglaublich stark ist und trotzdem immer noch kämpft. Leben können, welch eine große Bedeutung diese zwei Worten bekommen. Wie sich ihr Sinn verändern kann, wenn man betroffen ist. Selbst, wenn der Tumor selbst, wenn die Metastasen besiegt sind, ist es noch lange nicht vorbei. Es ist niemals vorbei, weil sich die Angst nicht mit den Jeans und dem Shirt ausziehen und weglegen lässt. Die Angst ist in den Menschen tief verwurzelt. Jedes Mal, wenn Blut genommen wird, wenn Nachsorge betrieben wird, wenn Untersuchungen anstehen, wächst die Angst und droht das Herz zu sprengen, droht diese Menschen zu ersticken. Manchmal ist es auch für Hartgesottene fast unerträglich dabei zu bleiben, aber trotzdem bleibe ich, hilflos, fast ohnmächtig, werde im nächsten März einmal mehr darüber schreiben.

Diese Gruppe bei FB ist eine Gemeinschaft, die so zusammengeschweißt ist, dass sie nichts zerstören kann: Einer für alle, alle für einen. Ich denke das trifft eine Beschreibung dieser Gruppe am besten. Trotzdem meine ich, dass viele der Betroffenen diesen Weg nicht hätten gehen müssen, wenn sie die Aufklärungskampagne der Felix-Burda-Stiftung erreicht hätte, wenn es keine „Alters“-Begrenzungen der Koloskopien im Sinne der Vorsorge gäbe und hier grundsätzlich auf Freiwilligkeit in allen Alterstufen gesetzt werden würde. Eine Therapie ist, rein wirtschaftlich betrachtet, um ein Vielfaches teurer als eine Vorsorgeuntersuchung, weshalb ich diese Begrenzung in meinem ganzen Leben nicht verstehen werde.

Ich kann nur jeden dazu auffordern sich um seinen Darm zu kümmern, immerhin hat er tagtäglich eine Menge zu tun. Er ist immer für Euch da und das rund um die Uhr. Seid ihr auch für ihn da, noch bevor er, der Tumor, da ist. Im Übrigen gilt das für alle Arten der Ernährung, die spielt natürlich eine Rolle, ist aber nur ein Faktor von vielen. Ich habe übrigens an meinem Kühlschrank ein Magnet heften, ich kann von Kühlschrankmagneten nicht genug haben, auf dem steht: Live is beautiful. Leben ist schön und das gilt es zu erhalten und dafür sind Vorsorgeuntersuchungen nun mal da.

Niemand ist für einen Tumor wirklich verantwortlich zu machen, es gibt viele Faktoren weshalb einer entsteht, aber jeder kann eigenverantwortlich rechtzeitig für dessen Erkennung sorgen. Geht zur Darmspiegelung, schmeißt aus Eurem Körper raus, was da nicht hingehört. Gebt dem Krebs von vorneherein keine Chance!

In diesem Sinn: Laßt es Euch gut gehen!

Missbraucht, vergewaltigt und vergessen

Die katholische Kirche … so so. Sie sagte Missbrauch den Kampf durch seine Aufdeckung an, ihn als solches zu behandeln und die Täter zu finden und zukünftig im Ansatz zu bekämpfen. Es wäre gemein, alle jene, die für diese Institution redlich und ehrlich arbeiten über einen Kamm zu scheren, das darf nicht sein, aber dennoch wer bleibt mit diesem Wissen, als wäre nichts geschehen Mitglied?

Ich bin Mutter von zwei tollen Töchtern, einem wunderbaren Sternenkind, Oma von drei liebenswerten, süßen Enkelkindern. Mein Herz wäre gebrochen, wenn eins meiner Kinder missbraucht worden wäre und nur der Gedanke daran, dass eins meiner Enkelkinder, egal von wem auch immer, missbraucht werden könnte … nein, ich möchte das nicht zu Ende denken.

Ich verstehe nicht, warum ein erwachsener Mann sich ein Kind, das schutzlos, das gegen ihn chancenlos ist, nimmt, es missbraucht und verletzt. Sind all diese Männer krank im Hirn? Treibt Priester das Zölibat zu sexuellen Handlungen an Kindern? Sie haben sich den Weg der Kirche selbst gewählt und es wäre irgendwie falsch das anzunehmen. Es gibt genug Männer, die keine Priester sind und die Kindern Gewalt antun. Es gibt auch ausreichend jugendliche Männer, die sich vergreifen. Es ist vollkommen egal, wie alt ein Mann ist, was er von Beruf ist, ob er groß oder klein ist, wenn er sich Kinder greift und sich an ihnen vergeht, zerstört er ein Leben, nimmt seinem Opfer alles, was die Natur an Urinstinkt mitgegeben hat, was Eltern und alle, die ihm wohl gesonnen sind, gefestigt haben: den Glauben und das Vertrauen in Menschen. Sie zerstören ihre Seelen und oft genug ihre Körper.

Wir alle wissen, dass die katholische Kirche gerne den Mantel der Vergessenheit darüber ausbreiten würde, doch das darf nicht geschehen. Nicht, um ihr Schaden zuzufügen, sondern um der Opfer Willen. Sie und ihre Belange stehen im Vordergrund, nicht der Täter. Sie sollen erfahren, dass das Gesetz auf ihrer Seite steht und nicht Milde walten lässt, weil der Täter ein „belastetes“ Leben hatte. Die Opfer müssen erfahren, dass sie den schweren Weg des Verarbeitens nicht alleine gehen müssen. Jeder Missbrauch eines Kindes, eines Menschen tötet eine Seele.

Ich habe in diesem Thema während der letzten Monate recherchiert, nicht wegen der Geschehnisse in der katholischen Kirche. Kaum jemand kennt die Folgen einer Vergewaltigung, eines Missbrauchs bei Kindern. Sie werden es ihre Leben lang nicht vergessen können, sind für immer gezeichnet. Die Schmach, die ihnen angetan worden ist, will nicht vergehen. Sie fühlen sich schmutzig, schämen sich, glauben, dass man sich von ihnen abwendet, wenn man erst erfährt, was ihnen widerfahren ist. Sie können sich nicht wehren, wie sollen sie das auch, deswegen fühlen sie sich schwach, glauben, Menschen, die sie lieben enttäuscht zu haben. Ihr Selbstwertgefühl kann sich nicht entwickeln und sie geben sich selbst die Schuld an dem Geschehenen. Sie verdrängen und verarbeiten nicht, sie lernen nicht, dass der Täter dasSChwein ist und nicht sie selbst. Ihre Seele gleicht einem brodelnden Vulkan des Vergessens auf dem lediglich ein loser Deckel aufliegt. Nur das hilft nichts. Irgendwann, wenn jemand nur ein klein wenig an diesen Vulkan stößt, wenn es ein Lebensereignis gibt, das schwer zu leben ist, bricht er aus. Keine Seele kann das aushalten, ein Leben lang schweigend zu leiden.

Sie können nicht darüber reden, denn in ihrem Kopf wird die Stimme des Vergewaltigers laut ‚Wehe, wenn du etwas sagst, dann bringe ich dich um.‘. Das hören sie, Ängste leben auf, die sie längst schon vergessen glaubten. Verdrängen ist nicht verarbeiten. Sie machen den Vergewaltiger zum Opfer, geben sich selbst die Schuld. Wir sind es gewohnt, dass in den Medien mehr über die Täter als die Opfer geschrieben wird. Warum? Wir wollen verstehen, weshalb er/sie das getan hat. Müssen wir das wirklich? Nein, müssen wir nicht, auch ein Richter muss das nicht. Die Opfer leiden, sie tragen keine Schuld an den Geschehnissen.

Es gibt kein Argument, das die Strafe für eine solche Tat mildert. Im Gegenteil, bei einer schweren Jungend, sollte dem Täter durch eine lange Strafe Gelegenheit gegeben werden, hinter Gittern via Therapie diese aufzuarbeiten. Sie selbst haben ihren Opfern eine lebenslange Strafe aufgebürdet. Es kann nicht angehen das jugendliche Ersttäter mit einer Bewährungsstrafe davon kommen, das Opfer wird ein Leben lang unter dem, was ihm geschehen ist, leiden, egal ob Junge oder Mädchen, Mann oder Frau. Keine Frau stellt sich gerne hin und sagt lächelnd: „Ja, ich wurde vergewaltigt, missbraucht, na und? Ich wurde dabei schwer verletzt, na und? Ach ja und der Täter tut mir ja so leid.“. Hallo? Nein verdammt, sie haben jedes Recht darauf, dass über den Täter hart geurteilt wird. Das trifft mehr noch die Täter, die unter dem Dach einer Institution vereinigt sind.

Die Aufgabe der Kirche heute ist es, aufzuklären, die Opfer zu entschädigen, die Täter ohne Altersversorgung aus der Kirche werfen und der Justiz zuführen, wobei, wer weiß das schon, lichten sich dann die Reihen kirchlicher Würdenträger in drastischer Art und Weise. Stattdessen, versucht die Kirche indes alles, damit nicht das ganze Ausmaß der Katastrophe an die Öffentlichkeit gerät. Das ist falsch, das ist ein Fehler gegenüber den Opfern. Wie können sie den Opfern in die Augen schauen, während sie die Täter in ihren eigenen Reihen schützen?

Ich bin nicht immer dafür, dass Gesetze aus dem Strafgesetzbuch immer neuen Kritiken ausgesetzt sind, die meisten Strafen sind ausreichend, sofern sie in iher ganzen Härte angewendet werden, aber hier plädiere ich auf ein Straßmaß, ähnlich dem eines Mordes: Die Opfer sind arg- und wehrlos und ihr Inneres wurde ermordet.

Ich persönlich finde dieses Thema sehr belastend, weil wir dem hilflos gegenüber stehen, weil wir nicht wissen, was wir sagen sollen, wenn wir mit einem Opfer konfrontiert werden. Die Medien sind gefragt, sich von den Tätern abzuwenden und den Opfern zuzuwenden.

Seid achtsam, achtet auf unsere Kinder, das höchste Gut, das wir haben, das schwächste, das ubeding geschützt werden muss: Lasst es Euch gut gehen!

#wirsindmehr

Es hilft nichts, die 60+ ist schon eine Weile überschritten und mehr und mehr habe ich keine Lust mehr auf den Mist, der uns tagtäglich umgibt. Politiker, bei denen ich mich frage von wem sie gewählt wurden, Wissenschaftler, die sich um Grenzwerte streiten, Müll, der nicht beseitigt werden kann, eine Umwelt, die vor die Hunde geht, Frauen, die immer noch um ihre Rechte kämpfen müssen.

Vor einigen Tage habe ich einen Artikel bei Spiegel online gelesen, der mich mit Fragezeichen in der Sprechblase über meinem Kopf zurückgelassen hat. Ich frage mich, in welchem Jahrhundert wir leben. Hier der Artikel http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/league-du-lol-und-feminismus-willkommen-in-der-antike-a-1253218.html das in heutiger Zeit, aber Deutschland übt sich hierin ebenfalls, wenn ich an den Anden-Club denke, der heute lediglich ein Club beleidigter Männer ist, weil keiner der Männer dort, trotz gegenseitigem Versprechen bis heute Kanzler geworden ist und blöderweise dieses Amt fast seit Gründung des Paktes eine Frau ist. Ich kann nur sagen, liebe Frauen, wir haben die Mehrheit in der Bevölkerung, zeigt den Typen, was eine Harke ist. An dieser Stelle muss man die AfD in einem Zug mit dem Club nennen, denn jede Stimme für sie bedeutet Rückschritt.

Nehmen wir ihr Leitthema: Ausländer raus. Hmm… dann gäbe es bei uns um die Ecke eine Menge Leerstand, weil es hier ein Dönerladen am anderen gibt, einen tollen Nussladen, einen kleinen, aber sehr leckeren Chinesen. Okay die Wettbüros, darauf zu verzichten ein Leichtes. Ah ich habe das kleine Nagelstudio und den Frisör vergessen. Auf der Straßenseite gegenüber gibt es einen sehr guten Italiener und noch einen Dönerladen. Wenn ich nur diesen Straßenzug sehe und würde alle diese Menschen des Landes verweisen, dann sähe das mies aus, denn immer Bratwurst und Schnitzel, Sauerkraut und Eisbein, kann nicht das Highlight des Lebens sein.

Aber dann betrachten wir uns noch einige Berufe aus dem Dienstleistungsbereich, wenn wir auch hier Ausländer rausschicken, na ja ich denke, das kann jeder für sich selbst beantworten und nehmen wir das europaweit … Wenn ich gerade bei Europa bin: Brexit. Herrgott noch mal, es war nur ein Referendum an das man sich nicht halten muss. Siehe Flughafen Tegel. Die Menschen möchten gerne, dass er offenbleibt, aber schert das den Senat? Irgendwie nicht.

Zu einem meiner Lieblingsthemen wird mehr und mehr die Lebensmittelindustrie. Es kann einem der Appetit vergehen, wenn man sieht was sie wo reingeben, wie man maschinell Schinken herstellt, ohne dass das wirklich Schinken ist. Dabei ist das ganz einfach: Was drin ist, muss auch draufstehen. Was nicht ist, das ist nun mal nicht und ein Schinken besteht nun mal aus einem Stück und nicht aus zusammengeklebter Masse. Es verwirrt den Verbraucher? Vielleicht sollte der Verbraucher mal anzeigen wie sehr es ihn verwirrt und sich die Produkte suchen, wo dann auch in der Tat aufgedruckt ist, was drin ist, bis zu dem allerletzten Gramm. Geheimrezepte, ernsthaft, darauf können wir pfeifen. Dies gilt auch für die sogenannten Süßgetränke, egal ob Coca Cola, Pepsi Cola oder sonstige Limonade. Die Entscheidung das zu kaufen oder nicht, kann dann jeder selbst treffen, aber für die Lebensmittelindustrie kann es in meinen Augen nur eine Richtung geben: Hosen runter und aufdrucken, was drin ist. Daumenschrauben ansetzen und wenn nicht durch die Politik, dann durch den Verbraucher. Es ödet mich nur an, dass hier eine riesige Lobby gibt, die großen Druck ausüben kann, alles verhindert und uns für dumm verkauft. #wirsindmehr.

Autoindustrie, des Deutschen liebstes Kind. Ja, das stimmt. Blöde nur, dass dieser ganze Abgasmist die Umwelt belastet. Die Autobauer sind gefragt Ja. Bessere Technik, kein Betrug an der Natur und dem Kunden. Blöderweise aber geht das Konzept der Grünen, dass die Menschen mehr Elektroautos fahren sollen, dass wir mehr die Öffentlichen nutzen sollen nicht auf. Elektroauto. Nehmen wir mal den günstigen Fall an, dass in dem Straßenzug, den ich oben genannt habe, jeder ein Elektroauto führe, wäre das toll, nur fehlt es leider an Möglichkeiten diese aufzuladen. Nicht vor dem Haus, da ist nämlich eine Busspur und da wir ja die Öffentlichen benutzen sollen, kann man die nicht einfach wegrationalisieren. Die nächste Ladestation besteht, zwei Straßen weiter, oben an Ecke und besteht aus zwei Zapfsäulen. Selbst dann, wenn man dem Hauseigentümer auferlegen würde, was sich negativ auf die Mieten auswirken würde, Ladestationen einzurichten, hier geht das schon nicht.

Die Autobauer, um bei diesem Thema zu bleiben, haben sich geweigert sich um Um- und Nachrüstungen zu kümmern, weil sie derart arrogant geworden sind, dass sie einfach sagen, der Verbraucher solle sich ein neues Auto kaufen. Gar nicht so einfach sich ein nagelneues Auto zu leisten, weil dem hohe Mieten, hohe allgemeine Nebenkosten entgegenstehen. Wenn man früher mit einem Drittel des Gehaltes alle Kosten einschließlich Versicherungen, von denen die meisten im Schadensfall eh nicht bezahlen und Sparvertrag bedient hat, so sind heute dafür mehr als zwei Drittel anzusetzen, ohne, dass ein Cent gespart werden konnte, vor allem auch deswegen, weil der Staat sich auch noch Kinder wünscht, damit die Rente in Zukunft auch noch gedeckt sein wird. So einfach kauft sich heute kein neues Auto mehr, aber was, wenn wir unsere Autos fahren bis das der TÜV uns scheidet? #wirsindmehr immer noch.

Lebensleistungsrente. Ja, auf jeden Fall. Bedürftigkeitsprüfung? Das ist so eine Sache. Nehmen wir die jene Frauen, die in meinem Alter sind und ein wenig älter. Ich denke an meine Schwester, sie war von der Schule abgegangen ist „aufs Büro“ gegangen ohne Lehre, es war ihr eigener Wunsch. Das haben viele so gemacht. Warum eine Berufsausbildung machen? Mädchen heiraten ja doch und bekommen Kinder. Gut meine Schwester hatte wirklich geheiratet, sich scheiden lassen und ihre Berufsausbildung nachgeholt und war am Ende Bilanzbuchhalterin und selbstständig, als sie gestorben ist. Diese Generation, der man eine fundierte Berufsausbildung, egal ob Lehre oder Studium, nahezu verweigert hat, das sind heute jene Frauen, die dann Kinder bekommen und auf eine eigene Karriere verzichtet haben und dann, als die Kinder „groß genug“ waren sich einen Job gesucht haben und die in Rente sind. Sie hatte nie den Traumjob, waren immer noch von ihren Männern abhängig, aber sie hatten einen Job, der entlohnt worden ist. Sie waren aber auch die ersten, die während der letzten Rezession gehen mussten.

Ihre Lebensleistung hängt dann wiederum von einer Bedürftigkeitsprüfung und damit wieder von ihren Männern ab? Das fände ich nicht gerecht, selbst dann, wenn sie die 35 Jahre Vorgabe erfüllt hätten. Oder jene Frauen, die ihren erlernten Beruf nicht wieder aufnehmen konnten, weil Familienangehörige zu pflegen waren. Damals gab es keine Anerkennung dafür in Form der Einzahlung von Versicherungsbeiträgen oder Leistungen aus der Pflegegeldkasse, wie das heute der Fall ist. Sie haben das, so gesehen nur aus Liebe und für Null getan, ihre Lebensleistung war finanziell dann für den A*** vor allem dann, wenn eine Bedürftigkeitsprüfung der Gestalt ist, dass die Rente/die Einkünfte des Mannes Grundlage ist. Einmal mehr hängen Frauen von Wohl und Wehe der Männer ab. Läuft also auch nicht in die Richtung Gerechtigkeit.

Die Finanzierung des Ganzen? Im Grunde recht einfach über den Solidaritätszuschlag, der so oder so nicht gestrichen werden wird. Im Moment läuft die Wirtschaft nicht gut und Politiker eiern gerade wieder mit diesem Thema herum. Ich denke sie wollen es sich als Wahlkampfthema erhalten. Sollen sie ehrlich sagen, dass sie dieses Geld ausnahmslos zur Sicherung der Rente, auch im Hinblick auf ihre Sicherung für die nächsten Generationen laufen lassen, dann ist das gut und Punkt. Wir sind es seit der Wende, also seit Ewigkeiten, gewöhnt, dieses Geld nicht zu haben.

Für Frauen und ganz speziell für sie gilt heute, alles daran zu setzen eine gute Berufsausbildung zu haben, zu studieren und sich mehr und mehr Chefpositionen zu erobern #wirsindmehr merkt Euch das. Da geht mehr als hübsch auszusehen und zu lächeln.

Talkshows Land auf, Land ab nett und freundlich. Liegt es an meinem Alter oder an den Themen, das ödet doch nur noch an, ist Berieselung in Richtung wir Politiker woppen das für Euch brave Bürger. Einlullen, nichts tun, nicht voran kommen, sich streiten, statt voran zu gehen. Ich kann immer diese Streitereien nicht verstehen. Natürlich muss manchmal um einen Kompromiss gerungen werden, keine Frage. Erinnern wir uns an den Streit Seehofer/Merkel. Mir kommt dann sofort der Anden-Pakt und die französische LOL Aktion in den Sinn. Haben die nichts Besseres zu tun, als einen öffentlichen Krieg Mann gegen Frau auszufechten? Geht es nicht miteinander oder ist es so schwierig eine Frau zur Chefin zu haben. Wir haben uns immer alle gefragt, weshalb Frau Merkel auf ihrem Weg so einigen Männern ihr „besonderes“ Vertrauen ausgesprochen hat. Seit ich über den Anden-Pakt gelesen habe, ist mir das klar. Sie hatte keine andere Wahl, selbst dann nicht, wenn derjenige noch so kompetent gewesen war. Intrige ist doch das Metier der Frauen. Gewesen wie mir scheint.

Ich bin nicht gegen Männer. Warum auch? Ich bin aber sehr wohl dagegen, dass Frauen immer noch nicht gleichberechtigt sind. Nicht in der kleinen Einheit der Familie, wo immer noch Männer ihre eigene Position hochhalten, selbst dann, wenn sie weniger Einkommen, als ihre Frauen haben. Hier beginnt Gleichberechtigung auch für ihrer beider Söhne und Töchter.

Ich habe keine Lust mehr auf all das betrogen und belogen werden, von Politikern, deren Einkommen und Altersruhegelder sicher sind. Ich habe keine Lust darauf, dass auf die Einführung der Kennzeichnung glücklicher Schweine zwei Jahre gewartet werden muss. Das muss schneller gehen: Gesetz, Verabschiedung, in Kraft treten. Was ist daran so schwer. Ich habe keine Lust von einem „Gelb-Westen-Protest“ zu hören der irgendwann beginnt sich selbst abzulaufen. Ich habe keinen Bock darauf mir von einem Kind erzählen zu lassen, dass sie den Mist wegräumen müssen den wir verursacht haben. Haben wir, aber ohne uns gäbe es Euch so wahrscheinlich nicht. Und trotzdem, muss mehr für unsere Erde getan werden und Staaten, die aus dem Pariser Abkommen ausgestiegen sind, müssen das zu spüren bekommen, nicht umgekehrt. Europa muss jene rauswerfen, die nicht konform gehen, mindestens aber den Geldhahn zudrehen. Es geht schnell, dass deren Kassen leer sind und zwar so leer, dass die Bevölkerung gelbe Westen tragen wird.

Es muss doch ein einig Europa zu schaffen sein, dass dem Rest der Welt trotzt. #wirsindmehr, die Frieden wollen, die wirklichen Flüchtlingen helfen möchten, die den Umweltschutz fördern möchten. Wir können das, wir bekommen das hin, wir laden Großbritannien ein zu bleiben, führt ein zweites Referendum durch, holt nach, was ihr damals vergessen habt: klärt die Menschen über die Konsequenzen auf. Heute weiß die Bevölkerung mehr als zur Zeit des Referendums. Ich denke sie wollen bleiben: #siesindmehr.

Ich habe keine Lust mehr auf all den Mist und doch ich bleibe, ich informiere mich weiterhin, schreibe an und an einen nachdenklichen Artikel wie diesen hier. Laßt es Euch gut gehen!