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Ich wollte über Knigge schreiben, wäre da nicht

eine DN in meinem Twitter-Postfach gewesen.

Darüber hatte ich schon meinen Beitrag geschrieben, gestern Abend schon, während Schalke gegen ManU gespielt und verloren hat. Aber Kopf hoch liebe Schalker Fans, es gibt noch ein Rückspiel und auch wenn ManU noch kein Heimspiel verloren haben soll, es gibt immer ein erstes Mal. Das, was ich gestern geschrieben habe, habe ich wieder gelöscht.

Umgangsformen, Höflichkeit, respektvolles Umgehen miteinander, das alles wissen wir, kennen es und missachten es doch immer wieder selbst. Als ich noch sehr jung gewesen bin, ist schon eine Weile her, da habe ich entweder gelesen oder es gehört, das ein Mensch, der mit seinem Gegenüber schreit nie die Wahrheit spricht, er würde lügen. Ich weiß nicht, ob da etwas dran ist, aber ich finde einfach, dass sie der Schreiende irgendwie lächerlich macht. Warum schreit ein Mensch? Vielleicht hört sin Gegenüber schlecht. Oder er hat sich über ihn oder sie geärgert. Aber muss man dann gleich wie Karl Napp in der Gegend herum blöken?

Ich bin natürlich kein Übermensch, auch ich habe schon geschrien, aber ist schon ziemlich lange her, denn damals stand meine Älteste vor mir und fragte mich, ob das nun geschrieben war und ob sie mir mal zeigen soll wie es klingt, wenn sie schreit. Damit war all der Ärger vorbei, ich hab‘ mich vor Lachen weggepackt. Ich habe nie wieder mit meinen Kindern geschrien, habe einen anderen Weg gesucht mich durchzusetzen und das klappte dann auch – meistens jedenfalls.

Das Reden miteinander kann manchmal auch zu einem Reden gegeneinander werden, obwohl man im Grunde in einem Boot sitzt. Aber wenn man sich einfach nicht mehr versteht, in entgegengesetzte Richtungen rudert, dann muss man für sich selbst die Reißleine ziehen und aus dem Boot aussteigen sobald es das Ufer erreicht hat.

Worte, egal ob geschrieben oder gesprochen sind eine der wichtigsten Säulen unserer Umgangsformen miteinander. „Danke“ zu sagen, oder „Bitte“, wenn man etwas haben möchte. Was ist so schwer daran und „danke“, wenn man es bekommen hat. Eine Freundin sagte immer: „So viel Zeit muss sein!“. In der heutigen Zeit, in der so viele Menschen Internet haben, sollte es ein Leichtes sein, sich per Mail mit wenigen Worten zu bedanken, auch dann, wenn man etwas unaufgefordert geschenkt bekommt. Gerade dann.

Und so bin ich beim Umgang miteinander im Internet angekommen. Ich habe in den letzten Wochen hier sehr viel gearbeitet, kommuniziert und habe gestern eine kleine Besucherzahl-Schallmauer durchbrochen. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bei den Besuchern meines Blogs bedanken. Und ich wäre nicht ich, würde ich das nun nicht gleich mit einer Bitte verbinden: ich würde mich über Kritik, Anregung sehr freuen, auch ob ich z.B. angefangene Wochenendgeschichten weiterschreiben oder ihnen ein Ende geben soll. Das würde mich sehr freuen und ich bedanke mich jetzt schon mal für jede Anregung, jede Kritik.

140 Zeichen stehen bei Twitter pro Nachricht zur Verfügung. 140 Zeichen, die fröhlich, aber auch traurig sein können, die Wichtiges, aber auch Unwichtiges beinhalten können.  140 Zeichen mit denen man Freunde, aber auch finden kann. 140 Zeichen, die zum Erfolg oder Mißerfolg führen können, das nenne ich Wirkung. 140 Zeichen, die daran erinnern, dass man da sind, Menschen aber genauso wieder verschwinde lässt, wenn sie nicht getippt werden. Es gibt aber auch 140 Zeichen direkter Nachrichten, für die Allgemeinheit nicht einsehbar, die sich nicht anders verhalte als die, die alle lesen können. Ich habe in den letzten Wochen einige dieser Nachrichten bekommen, nein keine böswilligen, immer sehr freundliche und manchmal welche, die ich nicht verstanden habe, wie gestern, weshalb ich diesen Beitrag heute Morgen neu geschrieben haben. Diese Nachrichten kommen in einer Zeit eines persönlichen Umbruchs und veranlassen mich über deren Inhalt nachzudenken, vor allem deswegen weil ich einige Passagen daraus nicht verstehe. Aber ich bin mir sicher, dass Erklärung noch folgen wird.

Ich habe über #Twitterkaffee #Spausenzeit und andere fröhliche „#“ Menschen gefunden, die ich mag, ohne sie persönlich zu kennen. Es gibt darüber hinaus natürlich noch mehr Menschen, hier sind zwei, die ich unbedingt nennen möchte:  Binea und Mr. Rail von literatwo, die ich ohne das Internet niemals getroffen hätte.

Damit habe ich es endgültig geschafft von meinem ursprünglichen Thema weg zu driften oder doch nicht?

 

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