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Aktuelle Geschehnisse in Bayern, Demo für einen Despoten

Ist die Welt verrückt geworden, oder bin ich schlicht und ergreifend zu alt für diese abartigen Nachrichten geworden? Wer die Anschläge in der vergangenen Woche in Bayern und die Berichterstattung verfolgt hat, der bekam nur Interviews mit Menschen zu sehen, die davon sprachen, dass sie Angst hätten. Hmm … das ist legitim, keine Frage, aber fragt man die gleichen Menschen wie sich das mit der Angst im Straßenverkehr verhält, dann weiß man um das Risiko und stürzt such trotzdem in nur jeder erdenklichen Art in das Verkehrsgetümmel hinein. Inzwischen war mal ein junger Mann vor der Kamera gestanden und sagte sinngemäß und achselzuckend „shit happens“.


Natürlich hat man, wenn man sich im Verkehrsgetümmel bewegt eine minimale Chance das Geschehen zu beeinflussen, aber wie jetzt auch genau in dieser Zeit geschehen, sind LKWs in das Stauende hineingerast und haben Familien ausgelöscht. Die Toten hatten absolut keine Chance dem auszuweichen. Nein, ich rechtfertige auf keinen Fall die Taten von Idioten nicht. Obwohl waren sie Idioten? Oder waren sie nicht eher so krank, dass ihnen in ihrem Wahn niemand helfen konnte. Wenn dem aber so ist, warum hat das niemand erkannt? Sicher schwierig, wenn dieser Mensch immer schon schwierig gewesen war. Der Selbstmordanschlag in München war die Tat eines kranken jungen Mannes. Selbstmordanschläge sind die Taten kranker oder fanatischer Menschen, denn wer kann schon daran glauben, dass es für die Täter, die dann nur noch Mörder sind, irgendwo ein Paradies mit Jungfrauen geben wird? Letztere sind längst schon alle aufgebraucht. Ich lebe in Berlin und zugegeben wundert es mich ohnehin, dass wir bisher verschont geblieben sind. Vielleicht weil wir hier unsere eigenen Probleme haben, wir haben den BER, haben Tegel, haben Autonome, Hausbesetzer, allein damit kommt der Senat schon nicht klar.
Sagen wir das war bislang Zufall, dass wir bislang verschont geblieben sind, die Menschen, die in Bayern ihr Unwesen getrieben haben, hätten genauso gut irgendwo hier leben können und dann wäre das für Berlin dumm gelaufen. Es rächt sich jetzt überall in unserem Land, dass es keine präsente Polizei mehr gibt, dass es keine kleinen Polizeireviere mehr gibt, keine deutlich sichtbare, präsente Polizei, keine Kiezpolizei, die genau wissen, wo ihre bösen Buben wohnen. Da hätten wir dann mal viel Glück gehabt. Ich kann es nicht ändern, wenn es mich erwischen würde, wäre das eben so, dann wäre meine Uhr doch viel früher abgelaufen als gedacht, als von mir angenommen. Aber, nur mal nebenbei, wenn ich gläubig im Sinne der Kirche wäre, dann müssten mir doch im Jenseits die Täter begegnen. Na da würde es etwas setzen, das geht nämlich gar nicht, sich selbst und unschuldige Menschen in die Luft zu sprengen und welcher Selbstmörder der Ansicht war, dass wir Krieg, egal wo auch immer der stattfindet, gut heißen, so irrt er, genauso wie seine Kollegen und das in jeder Beziehung.
Das Geschäft mit der Angst beim Bürger scheint jedenfalls gut zu laufen. Mich wundert wirklich absolut, dass da nicht ein interviewter Mensch dabei ist, der sagt, wenn es eben so ist, dass es neben mir passiert, dann ist das eben so, davon lasse ich mein Leben nicht beeinflussen. Natürlich und das ist keine Frage, habe ich starke Bedenken, dass meine Kinder und Kindeskinder mal hierzulange mit aufgezwungenen Kopftüchern rumlaufen müssen. Mit welchem Recht eigentlich, apropos Kopftücher, dürfen Anhänger eines Diktators sich hier in meinem Land, hier wo ich geboren und aufgewachsen bin und wo ich frei lebe, zusammenrotten und für eine Demokratie, die keine ist, demonstrieren? Hallo? Geht das noch? Wenn ich Interviews im Fernsehen sehe oder online lese, die mit Türken geführt wurden, die hier leben und hier aufgewachsen sind, dann wird mir ganz flau im Magen und ich frage mich ernsthaft wie viel blinder als blind Menschen noch sein können? Sie wissen augenscheinlich nicht, dass Erdogan den wirtschaftlichen Aufschwung mit dem Geld der EU finanziert hat, mit dem Geld demokratischer Länder geschafft und bislang gehalten hat. Ich plädiere dafür den Geldhahn radikal zuzudrehen. Dieses Geld macht dort keinen Sinn mehr. Flüchtlinge, die er vor seiner Grenze hat, was macht er dann mit ihnen? Verlädt er sie irgendwie und lässt sie in Richtung EU schippern? Und die NATO, was macht er mit der NATO? Gut die könnte er durch Putins Armee ersetzen, aber würde er nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Putin darüber erfreut wäre, denn der hat inzwischen genug militärische Baustellen, die eine Menge Geld kosten und der Preis für Rohöl ist mächtig gesunken. Erdogan hält sich für stark, für unantastbar und nicht angreifbar. Er unterdrückt jene, die nicht seiner Meinung sind, kerkert sie ein, wird ihnen kein faires, ordentliches Gerichtsverfahren geben, schränkt die Pressefreiheit ein, nimmt jedem Bürger das Recht seine Meinung frei zu äußern und dann erklärt er, dass ausgerechnet wir Meinungsfreiheit falsch verstehen würden. Muahahahaha. Wenn ich in Talksendungen mit „Pro-Erdogan-Gästen“ diese reden höre, dann wird mir schlecht. Glauben die wirklich, dass irgendwer hier, der ein klein wenig intelligent ist, das glaubt, was diese Allwissenden zum Besten geben? Nicht wirklich. Ich weiß nicht, niemand weiß das, was gewesen wäre, wenn der Putsch gelungen wäre. Wer stand wirklich hinter dem Putsch? Erdogan? Gülen? Aber wenn Gülen gepuscht hätte, hätte er den Putsch nicht intelligenter, treffsicherer durchgeführt? Auf der anderen Seite muss Erdogan ja mächtig Schiss vor dem Mann haben, oder aber die Gelegenheit einfach nur für sich nutzen. Egal wie rum man das auch immer dreht, irgendetwas ist an diesem Putsch faul.
Mein Land ist ein sehr gastfreundliches Land, im Gegensatz zu anderen Ländern, wo ich als ungläubig gelte und deswegen keine Rechte habe. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob jemand Mitglied in einer Kirche sind oder nicht, ob wir keiner Glaubensgemeinschaft angehören, wir alle sind Ungläubige, wenn wir keine Muslime sind. So weit so gut. Vielleicht sollten wir unser Land für uns behaupten, Verschleierungen jeder Art verbieten, die deutsche Sprache zu erlernen muss zur Pflicht werden, ebenso wie das Wisse um unser Grundgesetz und unsere Grundrechte. Bin ich kleinlich? Nein, bin ich absolut nicht, aber das hier ist mein Land in dem Religionsfreiheit für uns herrscht, in dem Männer und Frauen gleiche Rechte haben, 156 g mehr, die ein Mann in der Hose hat, kann nicht erlauben das zu ignorieren. Wer all das nicht akzeptiert, sich nicht integriert, der muss wieder gehen und zwar sehr schnell. Ich möchte gerne tolerant sein, so bin ich erzogen. Aber meine Toleranz hat Grenzen, nicht dass keine Flüchtlinge in unser Land kommen dürfen, das ist noch okay. Meine Toleranz endet dort, wo keine Integration in unsere Form zu leben stattfindet. Integration, das muss der Wille der Flüchtlinge sein, sich in unser System, unsere Art zu leben einzufügen. Nicht ich muss viel dafür tun, dass Integration überhaupt passiert, die Menschen, die zu uns kommen müssen alles dafür tun, dass sie sich integrieren. Meine Toleranz endet dort, wo ich mich davor fürchte, was irgendwann mal mit meinen Töchtern und ihren Töchtern in unserem Land geschehen wird, ob sie noch ausgehen und fröhlich feiern können. Wer in unser aller Land kommt, der weiß im Vorfeld schon, was von ihm zukünftig erwartet werden wird, der muss beweisen, dass es ihm ernst damit ist. Meine Toleranz endet dort, wo Türken, obwohl sie schon seit langem hier leben und – wahrscheinlich – einen deutschen Pass haben, für eine Diktatur auf die Straße gehen. Wer einen deutschen Pass hat, der überschreitet mit einer öffentlich bekundeten Sympathie für einen Diktator jede Grenze des Erträglichen, der zeigt, dass er sich nicht integrieren will, der zeigt, dass er sehr viel lieber in der Türkei leben möchte. Da kann ich nur sagen: „Und tschüss!“. Auch diese Kundgebung heute, zu der 30.000 Türken erwartet werden, die einem Despoten zujubeln, überschreitet die Grenzen meiner Toleranz sehr deutlich. Wer nicht in Freiheit leben möchte, wer nicht die Gleichstellung von Mann und Frau in unserer Gesellschaft versteht und leben möchte, wer nicht versteht, dass selbst die Wahl des Glaubens jeder nur erdenklichen Freiheit unterliegt, wer nicht für Meinungsfreiheit ist, wer die Schließung von Redaktionen und Fernsehsendern zustimmt, der muss wieder gehen, der kann und darf nicht hier bleiben. Ich habe sehr gute Kontakte zu einigen Menschen türkischer Herkunft, aber ich kenne keinen persönlich, der nach Köln gefahren ist. Ich habe nicht verstanden, dass die Türken hier in Deutschland eine türkische Regierung wählen durften, dass hier in Deutschland für Erdogan Wahlkampf gemacht werden und er hier auftreten durfte. Das werde ich in meinem ganzen Leben nicht verstehen.
Ich bin überzeugt davon, dass „Wir schaffen das!“ besser gelaufen wäre, wenn der Integrationswille der Ankommenden stärker ausgeprägt gewesen wäre. Stattdessen, hat eine Handvoll irrer Männer geglaubt, dass sie unsere jungen Frauen wie Freiwild betatschen können. An Silvester nicht und haute auch nicht! Sie alle und da kenne ich keinen Spaß, haben gezeigt, dass sie sich nicht einfügen wollen. Mediale negative Einflüsse muss ich an der Stelle leider auch nennen. Nein, es geht nicht darum, etwas zu verschweigen, sondern darum nicht alles negativ darzustellen, denn in letzter Konsequenz wurde so allen geschadet: Jenen, die aus rein materiellen Gründen kamen und die wieder gehen müssen, aber ganz sicher und vor allem jenen, die aus den Kriegsgebieten gekommen sind.
Ja, ganz sicher sind auch Attentäter in dem Strom der Flüchtlinge gewesen, ganz sicher war die Erfassung der ankommenden Menschen sehr mangelhaft und schaut man sich in Berlin die Bezirksämter an, dann bekommt man das nackte Grausen, da wurden wichtige, vom Innensenator schon lange vorgegeben, Erkennungsgeräte einfach nicht angeschafft, was eine wesentliche Rolle dabei gespielt hat, dass falsche Pässe nicht erkannt worden sind. Hausgemachte Probleme, die nicht hätten sein müssen. Aber Hand aufs Herz, wer glaubt, dass sich nicht längst schon Attentäter hier tummeln? Ich nicht. Die brauchen keine Flüchtlingsströme, die komme einfach so ins Land. Es gibt so viele Möglichkeiten unkontrolliert in die EU zu kommen, da kommt es auf die paar wenigen, die mit den Flüchtlingsströmen kommen, auch nicht mehr an. Das stellt sich für mich nur als ein angenehmer Punkt dar, mit dem man gegen die Flüchtlingspolitik schimpfen kann. Die Attentäter aus Bayern waren jedenfalls nicht mit diesem Strom ins Land geschwommen.
Ich wünsche mir, dass die Menschen diese gesamte Problematik zuerst mit ihrem Herzen und dann mit ihrem Verstand wahrnehmen. Viel Information und zwar wirkliche, richtige, echte und nicht ein 398. Interview, das genauso miesepetrig, ablehnend, ängstlich und fremdenfeindlich ist, wie 397 davor. Ich wünsche mir, dass wir das schaffen, aus den Flüchtlingen gute Arbeitskräfte herausfiltern können, wünsche mir, dass diese sofort arbeiten werden dürfen, dass Deutschkurse, Kurse über unser Land, unsere Gesellschaftsform und Lebensform besucht werden müssen und zwar von Männern und Frauen gleichermaßen. Ich wünsche mir, dass das, was am Wochenende stattfinden wird, die letzte Demonstration für einen Despot auf unserem Grund und Boden war und nie wieder die Erlaubnis für eine gegeben werden wird.
Ich wünsche den Polizisten, dass sie gesund wohlbehalten nach Hause zu ihren Lieben zurückkehren können und Euch trotz allem: Laßt es Euch gut gehen!

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