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Bohlen und der Weihnachtsmarkt

Wenn ich behaupten würde, dass ich Dieter Bohlen nicht leiden kann, dann stimmt das nicht, denn ich kenne den Mann nicht. Ob er zu den Menschen zählt, die ich kennen lernen möchte? Nein, ich denke wohl eher nicht. Warum? Nun, wenn ich am Bildschirm erlebe wie er mit Menschen umgeht, kann ich darauf verzichten. Nun bin ich kein Bohlen-Sendungen-Gucker. Natürlich, wenn ich mich mal durch die Kanäle zappe, dann kann es passieren, dass bei einer seiner Shows hängen bleibe, weil da gerade ein Kandidat etwas vorführt oder vorträgt, das meine Aufmerksamkeit erregt. Das war es dann aber auch. Muss Mensch dann anschließen seine Kommentare haben?

Nein, muss Mensch nicht. Also zappe ich weiter. Gestern Abend nun, Pro7 und das Format „The Voice“. Wie angenehm so eine Casting-Show sein kann, führten die Juroren vor. Fünf Juroren sitzen mit dem Rücken zu dem Kandidaten, können ihn nicht sehen, sondern nur hören, daher der Titel „The Voice“. Gefällt die Stimme, die akustische Performance, dann drücken die Juroren auf einen Buzzer um anzeigen, dass sie Interesse haben mit diesem Kandidaten zu arbeiten, was auch immer das bedeutet. Sie begründen, wenn sie nicht gebuzzert haben, mit Achtung und Respekt vor dem Vortragenden. Nena, eine der Juroren, hat zum Beispiel bei einem Kandidaten nicht „gebuzzert“ , nicht weil ihr der Vortrag nicht gefallen hat, sondern weil sie zugeben musste, dass sie diesem Kandidaten nicht weiter helfen kann. Summa summarum ist das, was da zu sehen war, toll gewesen, hat vor allem sehr viel Stil gehabt, was man von Bohlen und Co. eher selten nur behaupten kann.

RTL ahnte Böses und hat den direkten Vergleich gestern Abend gesucht, hat ad hoc eine Sendung „Supertalent“ ausgestrahlt, während die erste Show von „The Voice“ lief. Tja, was soll ich sagen? Sie haben verloren, wurden von por7 glatt geschlagen. Kressblitz schreibt: „Tolle Stimmen, engagierte Stars als Coaches, Musik im Mittelpunkt – so kann Casting auch funktionieren. Und wie! „The Voice of Germany“ hat zur Deutschland-Premiere auf ProSieben alle Erwartungen übertroffen und starke 23,8% Marktanteil (14-49) abgeräumt. Das taktische Abwehrmanöver von RTL lief dagegen nicht so gut, wie man hätte denken können: „Das Supertalent“, das samstags im Schnitt bei 33,9% liegt, musste sich mit nur 22,8% knapp geschlagen geben  ….“.

Ich bin für solche Shows nicht so leicht einzunehmen, mag von den atemgesteuerten Songs von Nena nicht alle, erkenne aber mit Achtung ihren Status als Weltstar, wer kennt 99 Luftballons nicht?,  an und fand sie, wie Xavier Naidoo, Boss & Hoss und Rea einfach gut. Ohne Schnörkel, ohne Häme, ohne Zickenhaftigkeit, schlicht und einfach klangen ihre Beurteilungen. Auch wenn sie eine Kandidatin, einen Kandidaten nicht gebuzzert haben, haben sie alle Kandidaten aufgefordert weiter zu singen. Diese Juroren haben Achtung vor den Menschen! Heute Abend kommt ein weiterer Teil, dieses Mal in SAT1 und ich denke ich werde mir das ein weiteres Mal anschauen. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wie das weiter gehen wird.

Ich habe gestern den Spandauer Weihnachtsmarkt heimgesucht, der noch nicht voll ständig und komplett geöffnet hatte. Aber die allgemeine Aktivität dort lässt hoffen. Ab und zu erklang schon mal Weihnachtsmusik, Menschen standen an Buden, aßen und tranken. Es war in der Zeit, in der es begann dunkel zu werden. Ab und an erklang Weihnachtsmusik. Essen kann man ohne Ende, ob man das braucht, was zum Kauf angeboten wird, warum nicht? Keine Ahnung was bei Euch ins Wohnzimmer passt und was nicht. Holländische Pommes frites standen hoch im Kurs und mir lief das Wasser im Mund zusammen, allerdings habe ich darauf verzichtet, da mir die Portion ein wenig zu groß geraten für meinen Hunger schien. Ich werde ganz sicher bald wieder über den Markt gehen, werde dann ausreichend Hunger haben. Ihr solltet dies auch tun, die Vorweihnachtszeit gehört zu den schönsten Zeiten, die ich kenne. Es ist nicht allzu kalt draußen, trocken ist es auch, was also hindert Euch daran heute Abend über den nächsten Markt zu laufen, ein Kleinigkeit essen, einen Punsch oder ein Glas Glühwein trinken und dann ab nach Hause in den Sessel gekuschelt.

Lasst es Euch gut gehen und habt ein tolles Wochenende.

 

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