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Deutsche Telekom und Co.

Telekommunikation ist nötig, darauf bauen wir, damit leben wir, damit halten wir Kontakt mit Freunden, Verwandten, Wohlgesonnenen und gelegentlich auch mit jenen, die man einfach nicht leiden kann, oder die noch grün hinter den Ohren sind. Mit jenen, die einem enttäuscht haben und jenen, bei denen man sich immer erfreut, wenn man sie sieht oder hört. Wir halten Kontakt mit guten und bösen Menschen, Freunden und Familie, gewollt oder ungewollt. Viele bewegen sich auf Social Media Plattformen und halten hier Kontakt zur Außenwelt. Plötzlich, fast aus heiterem Himmel: Totalausfall. Weg, kein Telefon, kein Internet, nichts.

So geschehen vergangenen Samstag. Rien ne va plus, nichts geht mehr. Was tun? Zuerst das Übliche, das wir inzwischen alle kennen: alle Stecker ziehen, angemessene Zeit warten und wieder rein mit dem Ding, wo es sein soll. Mich beschlich das Gefühl, dass unser Router bye bye gesagt hatte, aber ….. Mensch hat so sein Gefühl für seine Geräte, oder etwa nicht? Egal, es musste etwas passieren. Also machte ich mich auf den Weg in die berüchtigten Telekom-Warteschleifen. Nicht gerade ein Lieblingsjob von mir.

 

Ich finde diese Vorauswahl, die Mensch per Telefon und Stimme ausführen muss, um wiederum zu einem Menschen, mit dem man sprechen kann, grauenvoll, aber was helfen meine Aversionen? In der Duplizität der Ereignisse hatte ich einige Tage zuvor bereits mit der Deutschen Telekom Kontakt aufgenommen, da ich mit meinem Handyanbieter Mobilcom einige kommunikative Probleme hatte. Die sind dort nicht in der Lage ein einfaches Umswitchen vorzunehmen, abgesehen davon wurde ich, bei meiner Vertragsverlängerung äußert schlecht beraten, was das Datenvolumen angeht. Ich wollte einfach nur etwas wissen. Zurück zu der Deutschen Telekom: Wartezeit ca. 45 Minuten an einem frühen Samstagmorgen. Haben die Leute nichts Besseres zu tun, als sich in Warteschleifen herumzutreiben?

 

Glücklicherweise gibt es dort jetzt die Rückrufmöglichkeit, die ich natürlich genutzt habe. Nach der gewarteten Zeit erfolgte in der Tat der Rückruf. Ich brachte mein Anliegen vor und wurde – oh Wunder – in die nächste Warteschleife mit zwölf Minuten und Rückrufoption geschickt. Dann endlich war ich dort, wo ich hinkommen wollte. Ich brachte mein Anliegen und meinen Verdacht vor. Nein, am Router kann es nicht liegen, machen Sie bitte dies und das, wurd eich angeleitet, es half nur nichts. Man würde telekomseitig nun das System runter und wieder hoch fahren, das könne bis zu fünfzehn Minuten dauern.

 

Fünfzehn Minuten vorbei, zwanzig Minuten vorbei, nichts tat sich und als nach dreißig Minuten, man gibt ja immer etwas zu. Das ist wie beim Kuchenbacken: Zeit vorbei, Stäbchenprobe und obwohl der Kuchen fertig zu sein scheint, bekommt noch fünf Minuten Zugabe, das machte meine Mutter so, meine Schwiegermutter und nun ich auch. Es hatte sich immer noch nichts getan, der Router tat nichts, ich rief, wie vereinbart, erneut an. Dieses Mal landete ich sofort dort, wo ich hinkommen wollte. Das gleiche Anliegen abermals vorgetragen, wieder Messungen durchgeführt, wieder nichts. Der Techniker komme dann am Dienstagnachmittag. Chakka! Es ist nicht unmöglich ohne Internet zu leben, aber nicht, wenn die Planung eine andere gewesen war. Ich verfluchte meine Nachlässigkeit, alles auf die letzte Minute zu machen. Das freundliche Angebot Datenvolumen auf mein Handy zu laden, nahm ich natürlich sehr gerne an, allerdings haute das nicht hin.

 

Zum Glück war Samstag. Geschäfte offen. Also ab in die Spandau Arcaden, wo ich alle die Läden finden kann, die ich für mein Vorhaben gebrauchen konnte. Mein erster Weg führte mich zu Mobilcom, denn das Laden des Datenvolumens klappte nicht, würde auch nicht klappen, weil ich wohl im Telekomnetz telefoniere, aber eben leider bei Mobilcom bin. Leider stimmt hier ohnehin. Hallo? Was ist so schwer daran, das Herunterladen durchzuführen und innerhalb Mobilcom/Telekom eine entsprechende Berechnung vorzunehmen? So was war früher kein Problem. Das ist ein Klick, das kann kein großes Problem sein, das gegenseitig zu berechnen. Aaarrggg…… Nein, das geht nicht weil ich ja wohl über das Telekomnetz telefoniere, aber Mobilcom mein Anbieter ist.

 

An der Stelle komme ich zu der nicht sehr guten Beratung bei Mobilcom, als ich meinen Mobilfunkvertrag verlängert habe. Ich hatte ein großes Datenvolumen, wollte wirklich reduzieren und der Mitarbeiter, der wohl meinen Verbrauch vor sich hatte, meinte dann, ich würde kaum Volumen verbrauchen, keine Telefonate, keine SMS und ansonsten eher selten Handynutzer. Ich gebe zu, ich habe nicht aufgepasst und bin auf einen Bruchteil Volumen herunter. Als wir das Problem mit unserem Router hatten, war das Volumen an einem Tag verbraucht. So was hasse ich wie die Pest. Dazu kam noch etwas, das etwas Arbeit erfordert hätte, was er damit abgebügelt hatte, es wäre unlauterer Wettbewerb, wenn ich einen gänzlich neuen Vertrag abschließe, um ein tolles Angebot anzunehmen, und den alten Vertrag auf die Rufnummer einer anderen Person übertragen würde. Das ist vollkommener Blödsinn, da der neue Vertrag bestehen bleibt, ein höheres Datenvolumen hat, ich einzig die Rufnummer mitnehmen möchte.

 

Der nächste Punkt, was Mobilcom angeht, ich rief dort an, weil wie geschrieben mein Datenvolumen für den Monat bereits am 02. verbraucht gewesen war. Ich könnte ja für sechs oder zwölf Monate ein Paket dazu buchen, das würde dann, je nach Höhe Summe X (ich weiß es nicht mehr ganz genau) kosten. Moment, sagte ich dem guten Mann am Telefon, warum sollte ich das? Ich wurde schlecht geraten von einem Volumen 4 GB auf 250 MB runter zu gehen. Bei gleichem Volumen, das Sie mir geboten haben, zahle ich bei einer Vertragsänderung 5 Euro pro Monat weniger, als mit der Variante, die Sie mir gerade geboten haben. Äh…äh… zack war das Gespräch weg, eine später zugesandte SMS erklärte mir, dass ich innerhalb von zwei Stunden zurückgerufen werden würde. Das war am Dienstagabend, ich warte bis heute noch auf den Rückruf.

 

Das lässt mich natürlich darüber nachdenken, ob es nicht generell sinnvoll ist, ganz von Mobilcom wegzugehen. Sich nicht um eine Problemlösung zu bemühen, sich keine Mühe zu geben einen Weg zu finden, finde ich nicht gut und zu meiner Zeit hätte das einen ordentlichen Anschiss vom Chef nach sich gezogen. Als Kunde schlecht beraten und noch schlechter betreut zu werden, das wäre dann nicht meine Welt.

 

Zurück zu unserer Telekomstörung. Ich suchte in den Arcaden den zweiten Laden auf: O2. Ich habe einen Surfstick, den ich aber eine ganze Weile nicht mehr genutzt habe und wollte wissen, ob man den wieder zum Leben erwecken könnte. Ein Mitarbeiter war in einem Kundengespräch, drei standen gemütlich zusammen und plauderten miteinander, da stört die Alte ja nur. Ich stellte meine Frage. Ne, das kann er nicht vom Laden aus, ich müsste unter einer 0180.. Nummer wo auch immer anrufen und die könnten das dann eventuell tun. Ne, ich mag keine 0180 … Nummer und kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine angerufen hatte. Da gibt es andere Wege. Ich fragte dann nach, ob sie Surfsticks verkaufen würden, Antwort: Ne so was führen wir hier nicht, das gibt es überhaupt nicht mehr. Aha! Ich sei antiquarisch? Ja, das sei antiquarisch. Eigenartigerweise gibt es eine ganze Menge Surfsticks bei O2 im Angebot. Gelangweilte Verkäufer sind der Tod eines jeden Geschäftes.

 

Ich habe dann den dritten Laden aufgesucht, und zwar den Shop der Deutschen Telekom, habe mich artig angestellt und bin an eine supernette, junge Verkäuferin geraten, die mich beraten hat, mir das Gewünschte auch verkaufte und alles für mich in die Wege geleitet hat. Das lief. Immerhin, das Internet funktionierte wieder. Am Dienstag kam dann der Techniker. Ein netter junger Mann, der nach zwei Minuten, ach das waren keine zwei Minuten erklärte, dass der Router defekt sein muss. Also ab in die Arcaden zum Telekom-Shop und was soll ich sagen, die nette Verkäuferin abermals erwischt, die den Umtausch vorgenommen hat. Genauso freundlich, absolut kompetent, richtig nett.

 

Summa summarum war es natürlich blöd, dass es uns nach langen Jahren mal erwischt hat, dass ein elektronisches Gerät, das wir zur Kommunikation mit der Außenwelt nun mal brauchen, kaputt gegangen ist. Allen Unkenrufen zum Trotz hat die Problemlösung bei der Telekom geklappt, auch wenn ich von vorne herein angedeutet hatte, dass der Router das Problem sein kann. Das hätte einiges an Zeit und Kosten erspart, hätten wir ihn am Samstag gleich umgetauscht. Die Deutsche Telekom ihrerseits hat mich dann am Donnerstagabend nochmals angerufen und den letzten Rest, der noch zu klären war, geklärt.

 

Es gab in letzter Zeit deutlich viele Beschwerden gegen Telekom, Qualität, Arbeitsweise und so weiter. Wir können uns nicht beklagen, es klappte alles. Klar Warteschlangen sind richtig nett und ich versuche sie, wann immer das möglich ist zu umgehen, was immer dann klappt, wenn ich keinen Zeitdruck habe. Wir waren mit der Deutschen Telekom sehr zufrieden und haben im Gegensatz zu unseren Freunden, die bei anderen Anbietern sind, selten Störungen, so weiß ich auch von einem Freund, der nach langen Irrungen und Wirrungen die Faxen Dick hat und zur Telekom zurückgekehrt ist.

 

Wir haben bislang noch keinen anderen Anbieter ausprobiert und haben das bislang noch nie bereut. Ich wünsche Euch ebenfalls so kompetente Problemlöser, wünsche Euch überhaupt keine Probleme, alles soll gut sein und: Laßt es Euch gut gehen!

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