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Donnerstag – Klatschtag

Es ist wieder Donnerstag, Klatschtag. Die Frau im Spiegel berichtet über den französischen Präsidenten Sarkozy und seine schwangere Frau Carla Bruni. Späte Schwangerschaft, spätes Glück, schöne Bilder, lassen wir sie es genießen. Inzwischen war der Präsident bei der Bundeskanzlerin Merkel in Berlin, um aus dem griechischen Desaster für Frankreich zu retten, was da noch zu retten ist. Es scheint zu einer Einigung gekommen zu sein. Es scheint uns jeder Grieche im Moment die Schuld an der Misere Griechenlands zu geben, aber wenn ich dann höre, dass der, der eine Kapelle sein eigen nennt keine Steuern bezahlt, erklärt das einiges.

Frau Klum, die ich für ihren geschäftlichen Erfolg bewundere, macht in NY in der Öffentlichkeit Yoga und weiß ich was nicht noch alles. Zum Glück muss man sich ihre Mogelsendung, die ich persönlich einfach nur als Schrott empfinde, nicht anschauen. Ich habe ein einziges Mal in eine hineingeschaut und sofort weiter geschaltet, das ist in meinen Augen menschverachtend, das ist grauenvoll.

Ein sehr großer Artikel handelt von der Alzheimererkrankung Ernst Albrechts, des Vaters von Ursula von der Leyen. Ein sehr interessanter Artikel wenn es um die Empfindungen, das Umgehen mit der Krankheit geht. Auch das persönliche Lernen daraus. Es macht aber einen gewaltigen Unterschied, ob man zwei Pflegerinnen für einen Erkrankten engagieren kann, oder ob man lediglich einen Pflegedienst kommen lassen kann, der nach der ausgeübten Tätigkeit an dem Erkrankten sodenn und sogleich wieder verschwindet. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Angehörige ihren eigenen Beruf vernachlässigen, vielleicht sogar für eine Zeit ganz aufgeben um die häusliche Versorgung zu gewährleisten. Obendrein muss man als Angehörige oder Angehöriger das unglaubliche Glück haben, dass Vater oder Mutter von sanfter Grundstimmung ist. Es verlangt vielen Menschen sehr viel ab, wenn sie ihre Angehörigen pflegen und betreuen. Alzheimer, eine Krankheit, die uns immer mehr beschäftigen wird, sofern die Pharmaindustrie nicht endlich mal in die Puschen kommt.

Das Fürstenpaar von Monaco rutscht mehr und mehr in den Gazetten nach hinten. Gut so, egal was auch immer passiert war, sollen sie sich jetzt erst mal sortieren, neu orientieren, kitten was zu kitten ist und neu beginnen.

Die Neue Post untertitelt ihren Leitartikel mit „Jetzt kommt die Wahrheit ans Licht“. Ich finde solche Formulierungen immer ein wenig fade im Geschmack. Helmut Kohls Sohn Walter marschiert zur Zeit durch alle Yellow Press Ausgaben, die wir hierzulande vorweisen können. Immerhin hat der gute Mann ein Buch geschrieben, das verkauft werden will. Wer sich daran erinnert, dass Helmut Kohl immer Politiker war, dem muss klar sein, dass dann sehr wenig Zeit für seine Familie übrig blieb. Wer weiß, vielleicht wäre die Situation keine andere, wenn Helmut Kohl Schichtarbeiter in der BASF gewesen wäre? Ludwigshafens Spatzen pfiffen einige Geschichten, auch über Sohn Walters heiß geliebte Mutter von den Dächern der Stadt. Ich meine manchmal wäre weniger in die Öffentlichkeit zerren, wäre mehr.

Es ist Sommerzeit, wenn dieser im Moment auch eine Auszeit nimmt. Marmeladenkochzeit, Leichte Gerichte kochen, Fisch, Salat, AiT-Gerichte. Marmelade habe ich letztes Jahr das erste Mal in meinem Leben gekocht. Das Ergebnis war nicht das schlechteste, o.k. es gibt sicher bessere, aber man konnte sie essen. In diesem Jahr habe ich noch keine Marmelade gekocht, dafür aber ein Mango-Chutney, das mir selbst sehr gut schmeckt, ich hatte es letzte Woche zu Fisch. Sommer, die Jahreszeit für einfache, leichte Gerichte. Wobei das Wort einfach die Zubereitung betrifft, zum Beispiel ein AiT-Gericht, was bedeutet alles in einem Topf und ab in den Backofen. Zum Beispiel Kartoffeln halbieren, würzen, Hähnchenunterkeulen abbrausen, trocknen, würzen und dazu. Rosmarin, Zitrone hineingeben, etwas Brühe und hinein in den Ofen. Für Vegetarier werden die Keulchen durch anderes Gemüse ersetzt, oder wenn das passt Tofu dazu. Heute gibt es Spaghetti Vongole und Salat dazu. Schnell gekocht, schmeckt lecker.

 

 

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2 Kommentare zu „Donnerstag – Klatschtag“

  • barbara2 says:

    ernst albrecht und alzheimer, wer hätte das gedacht. der hatte ein haus, an dem wir früher immer mal vorbei fuhren
    marmelade habe ich mein ganzes leben lang gekocht, auch in disem jahr haben die holunder so früh geblüht, dass ich in nt war udn gelee machen konnte und hoffe jetzt, dass die früchte nun reif sind, wenn ich wieder für eine woche komme und dann noch mal gelee machen kann und die brombeeren reif sind

  • Gitta says:

    Vor Jahren schon ist Ursula von der Leyen damit and ie Öffentlichkeit gegangen. Ein im Grunde guter Schritt, erklärt es für die Menschen im Umkreis die Veränderung im Wesen des Erkrankten.
    Wir wurden immer mit Marmelade, Apfelsaft und sauren Bohnen, gründen Bohnen, Tomaten, Äpfeln und allerhand mehr von einer Tante versorgt. Letztes Jahr hab eich dann simple Erdbeermarlmelade, Aprikosenmarmelade und Pfirsich eingekocht. In diesem Jahr noch gar nix, was aber eher mit meiner allgemeinen Kondition zusammenhängt. Da geht irgendwie nicht viel. Aber ich habe Mango-Chutney gemacht, das mich selbst begeistert hat und das für mich der Hammer zu Fisch ist.
    Mal sehen, vielleicht schaffe ich doch noch ein paar Gläser Marmelade zu kochen. Mal gucken.

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