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Donnerstag – Klatschtag

Eine Woche wie im Flug, mit einer rasanten Fahrt auf dem Emotionskarussell, wie ich das selten erlebt habe und ich habe schon eine Menge erlebt. Ich erzähle das ein anderes Mal, in einem eigenen Artikel, weil dieses Ereignis wie die vom Herbstwind getriebene Wolken über mich hinweg rauschte. Ein anderes Mal, heute ist Klatschtag.

Die „Neue Post“ coverte das englische Königspaar Elisabeth II und Prinz Phillip. Dazu die Schlagzeile: „Das dunkle Familiengeheimnis“ und dazu ‚Das verheimlichte Kind‘ und ‚65Jahre haben sie geschwiegen‘. Hoppla, denkt frau da, wer hat da etwas zu verheimlichen? Hat etwa der olle Prinz, über den gemunkelt wird, dass er zu seinen besten Manneszeiten nichts anbrennen ließ, ein Kind gezeugt, dort wo er es nicht hätte tun sollen: außerehelich? Wäre ja nichts Neues, denn inzwischen sind wir ja eine Menge von den Königs aus den europäischen Adelshäusern gewohnt. Weit gefehlt. Was ist zu lesen: Die alte Queen Mum, also Elisabeths Mutter, habe eine Fehlgeburt erlitten, weil ein Flieger verbotenerweise einen Tiefflug über dem Anwesen absolviert hat, wo die Queen Mum, im vierten Monat schwanger, eben spazieren gegangen ist. Sie habe wenig später eine Fehlgeburt erlitten. Ob deswegen? Na ja, ich weiß nicht und ein dunkles Geheimnis ist das auch nicht. Oder etwa doch?

Eine Doppelseite Bericht und Bilder hat die Gazette für Boris Becker und seine Frau Lilly übrig und fragt in der Schlagzeile „Ist seine 2. Ehe endgültig am Ende?“. Nun vielleicht, vielleicht nicht. Ich denke vielmehr, dass seine Frau ein Problem mit Alkohol haben könnte und dazu neigt nach ordentlichem Genuß, das häufig und scheinbar reichlich, auszurasten und das verbal und meist öffentlich. Auf der anderen Seite sagt man nicht, dass Betrunkene und Kinder die Wahrheit sagen? Hmm… Boris soll handeln empfiehlt die Gazette. Er kann nicht handeln, er kann wenn dann allenfalls seinen Sohn nehmen und gehen, ihr klar machen, dass sie ihr Problem mit dem Alkohol lösen muss. Das wird sie aber erst dann tun, wenn sie gefallen ist und das tief, sehr tief. Alkohol, Du böser Feind, kann ich da nur sagen. Ich finde das schade und mir tut jeder Mensch leid, der sich in dieser Sucht verfängt und ich verneige mich vor jedem Menschen, der seine Sucht nicht mehr haben will, der sich ihrer entledigen möchte. Das ist nichts, wo ich gespannt bin wie es weiter geht. Übrigens ist Jenny Elvers-Elbertzhagen nach sechs Wochen in der Entzugsklinik gerade entlassen worden. Nicht, dass sie es schon geschafft hätte, da liegt noch ein langer, steiniger Weg vor ihr. Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie ihn, egal wie steinig er auch immer sein wird, schafft.

Die Verlobung von Prinzessin Madeleine, der Schwester der Kronprinzessin Viktoria von Schweden, ruft natürlich wieder alle jene auf den Plan, die sich jetzt, schlagartig natürlich, zur Aufgabe machen, das Leben der Beiden, vor allem des Verlobten, von unten nach oben, oben nach unten, innen nach außen und umgekehrt kehren möchten. Irgendwo hatte ich die Tage Bilder gesehen wie viele Frauen der Mann während der vergangenen Jahre gehabt hat. A. Das geht niemand etwas an und b. ist das Sache der beiden selbst. Das ist typisch Yellow Press, nur niemandem sein Glück gönnen.

Die „Frau im Spiegel“ zeigt auf ihrem Cover Frauen, die einen jüngeren Mann als Partner haben. Dass das in prominenten Kreisen längst schon Normalität zu sein scheint, darüber brauchen wir uns sicher nicht mehr zu unterhalten. Interessanter wäre es für Ottine Normalverbraucher wo denn die jüngeren, knackigeren Männer alle sind, die man sich, als reifere Frau angeln gerne angeln würde: http://www.youtube.com/watch?v=HRhHpTRuBrk , paßt nicht ganz das Lied, fiel mir aber spontan dazu ein.

Rudi Assauer kam zu einer Spendengala … nein, ich will das nicht weiter schreiben, habe vor Monaten hier geschrieben, dass ich das nicht mehr tun werde. Es ist nicht, dass er, Rudi Assauer, in der Öffentlichkeit aufgetreten ist, sondern das, was in den Gazetten daraus gemacht wird, wie er belauert wird, wie jede seiner Bewegungen, seiner Gesten , seine Mimik begutachtet wird. Anstatt, dass man sich mit ihm freut, dass es geklappt hat, wird nach Anzeichen des Verstehens oder Nichtverstehens in seinem Gesicht, seiner Mimik, seinen Gesten gesucht. Nein, das ist grausam. Ob sehen und verstehen, oder starren, das ist doch egal, das spielt keine Rolle. Wir wissen alle an was er erkrankt ist und die meisten werden mindestens einen Menschen kennen, der diese Krankheit hat oder hatte. Muss das dann sein? Ich meine nein, laßt ihm einfach die Freude, einfach den Genuß.

Alexandra Neldel stand für die 93. Fortsetzung der Wanderhure vor der Kamera. Nein, das ist natürlich nicht die 93. Fortsetzung. Ich habe keine Ahnung welche Fortsetzung es ist, weil ich bei den ersten Folgen gleich schon ausgestiegen bin, nein falsch gar nicht erst in die erste Folge eingestiegen war und mir die restlichen ganz sicher nicht antun werde. Aber sie tat kund, dass sie gerne selbst Kinder hätte, wird sie doch in dem demnächst ausgestrahlten Teil der Wanderhure einem Sohn das Leben schenken. Na dann man los, kann ich da nur sagen. Kinder sind etwas Wunderbares.

Brandt Zwieback ist hundert Jahre alt. Wer kennt sie nicht die krümeligen Teile, die man als Kind dann präsentiert bekam, wenn man bauchwehkrank danieder lag? Nicht nur, dass sie steinhart nur durch Tee und Geduld aufbereitet werden konnte, nein es trifft auf kaum ein anderes Lebensmittel so sehr der Spruch zu: Wer nie sein Brot im Bette aß, weiß nicht wie Krümel pieken. Auf der anderen Seite gebe ich gerne zu, dass ich Zwiebäcker mit sehr viel Butter und noch mehr Honig, nicht im Bett gegessen, weil das fatale Folgen hätte, liebe. Ich esse das für mein Leben gerne. Ein einfaches Zweiback mit Butter und Honig, ein Genuß. Da sage ich doch sehr gerne: Herzlichen Glückwunsch zum 100. Auf dass es noch viele Geburtstage mehr werden. 

Die „Freizeit Revue“ bietet Eintöpfe an. Ich mag Eintöpfe, zum Beispiel Pichelsteiner, den mochte ich schon als Kind, oder Linseneintopf mit Essig (kann sich jeder selbst nach Geschmack zutun) und ohne Zucker (allerhöchstens eine Miniprise) und statt Kartoffeln Spätzle in der Menge wie man das mag, dann ist das richtig, dann schmeckt der Linseneintopf. Ich mag auch sehr gerne einen grünen Bohneneintopf, wer das mag mit Lamm und dann mag ich Wirsing, Lauch und auch Kohl, Kohlrabi und Blumenkohl nicht zu vergessen und Möhren, auch Sellerie, man mag das nicht glauben, aber es ist so, das ist das Gemüse mit dem ich im Winter aufgewachsen bin. Nicht Erdbeeren aus Chile, oder Mangos von irgendwoher, Auberginen oder Zucchinis, nein, simples einheimisches Gemüse. Krautwickel haben zwar nichts mit einem Eintopf zu tun, schmecken aber auch sehr lecker. Die Gazette bietet an: Chilibohnen-Eintopf, Eintopf „Katalan“, Ratatouille-Eintopf, Tortellini-Eintopf, Rosenkohl-Eintopf mit Entenbrust u.v.m.

Übrigens ist in rund einem Monat schon der Nikolaus vorbei. Schon an die Adventskalender gedacht? Man mag das nicht glauben, aber es ist so. Fällt Euch das auch auf, dass es im Moment von Tag zu Tag früher dunkel wird und dafür später hell? Nicht gut, oder? Aber was stört es uns, wir wissen doch, dass das nur is zum 21.12. so weiter geht und wenn wir den geschafft haben, dann geht das schon wieder „rauszus“ wie wir aus der Pfalz sagen. Ob wir weiße Weihnachten bekommen werden? Wollen wir das heute schon wissen? Ehrlich nein, oder? So ein wenig Überraschung sollte da doch noch bleiben. Bis dahin ist noch ein wenig Zeit. Zeit, die man nutzen kann um zu lesen, zu basteln, die Wohnung auf Weihnachten, sich seelisch und moralisch auf die Weihnachtsmärkte vorbereiten, schon mal das eine oder andere Weihnachtsgeschenk kaufen, damit man am Ende nicht so hetzen muss. Oder es wie wir machen: Alle Namen kommen in eine Mütze und dann wird gezogen und für den, den man zieht muss man ein Geschenk kaufen, das nicht mehr als 30 Euro kosten darf. Das war es dann, mehr ist nicht. Kleine Kinder sind ausgenommen, die bekommen natürlich ihre Geschenke.  Es ist unglaublich schwer etwas für 30 Euro zu finden, glaubt mir das, wir machen das seit Jahren schon so und es macht uns allen noch riesigen Spaß. Ich wünsche Euch eine gute Woche und: Laßt es Euch gut gehen.

 

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