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Einfach ein Lächeln

*Kreisch* ! Etwas anderes fällt mir gerade nicht ein. Ich sitze da, möchte einen Beitrag für meinen Blog schreiben und egal wie oder was ich beginne, da kommt einfach nichts. Einerseits möchte ich nicht politisch werden, andererseits möchte ich nicht zu inhaltslos schreiben. Da schießen 1000 Gedanken durch den Kopf, während ich krampfhaft versuche zu formulieren, dass ich mich über die kommende Adventszeit freue.

Da fällt mir dann ein, dass in diesem Jahr die Geschäfte an den Adventssonntagen geschlossen bleiben, weil es der Kirche nicht passt, dass die Menschen am Vormittag zum Gottesdienst gehen könnten, wenn sie dies wollten und am Nachmittag, gemeinsam mit Familie oder Freunden durch die Läden ziehen und über Weihnachtsmärkte schlenderm könnten. Nein, das dürfen wir nicht, das ist uns verboten worden. Ich bin nicht alt genug und offensichtlich nicht in der Lage für mich zu entscheiden was ich tun möchte. Wir als Familie sind unmündig selbst zu entschieden wie wir unsere Freizeit gestalten möchten.

Dann lese ich im Tagesspiegel gestern, dass Frau Künast überall in der Stadt Tempo 30 einführen würde wollen. Liebe Frau Künast einfach erst mal hinsetzen und selbst nachdenken was dann passiert. Das ist so einfach, da muss man kein teures Gutachten in Auftrag geben, da kann man selbst dahinter kommen. Ehrlich es ist wirklich sehr einfach.

Dann lese ich … nein alles Quatsch, mir fällt da eben eine Geschichte ein, die ist mir mal vor unendlich langen Jahren passiert:

Ich war in Berlin mit der U-Bahn unterwegs und irgendwie habe ich wohl unglücklich ausgesehen, obwohl ich mich nicht erinnern kann, es gewesen zu sein. Mir schräg gegenüber saß ein Mann, ich kann mich nicht mehr daran erinnern wie er aussah, nur er war nicht mehr ganz so jung. Irgendwann spürte ich seinen Blick. Dieses Gefühl, dass man beobachtet wird, dass da jemand ist, der durch seine beharrlichen Blicke es geradezu heraus fordert, dass man ihn anschaut, das kennt jeder.  Ich konnte nicht anders, irgendwann gab ich meinen Widerstand ihn nicht anzuschauen auf. Ich werde das niemals in meinem Leben vergessen: Ich blickte in ein lächelndes, strahlendes Gesicht und was blieb mir anderes übrig als ebenfalls zu lächeln? Seine Reaktion bestand aus zwei Worten: „Geht doch!“ sagte er und stieg an der nächsten Haltestelle aus.

Also werde ich meine Bemühungen mehr zu schreiben jetzt einstellen und schicke Euch allen ein Lächeln, das ihr aufnehmen und einfach nur weitergeben sollt, an Eure Partner, Eure Kinder, den Nachbarn, den gegenüber in der U-Bahn.

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3 Kommentare zu „Einfach ein Lächeln“

  • barbara2 says:

    da hat wohl wer die frau künast nicht leiden mögen, das so etwas in die welt gesetzt wird

  • Gitta says:

    Hmmm… wie meinst Du das? Dass das irgendwer den Zeitungen zugespielt haben könnte? Das wird die ganze Zeit schon in Berlin hinter vorgehaltener Hand gemunkelt und ein offenes Geheimnis.
    Mal abgesehen davon haben wir hier in Berlin so viele unsinnige Begrenzungen mit km/h 30, dass man sich nur noch an den Kopf greifen kann. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass das bewusste Abzockfallen sind. Das ist abartig, hat nichts mit Verkehssicherheit, Verkehrsberuhigung zu tun und wenn in den letzten Tagen eine Expertise aufgetaucht ist, dass Tempo 30 in den Städten ideal wäre, dann wird man mal genauer nachschauen müssen wer dahinter steht. Ich verstehe bei all dem nur wirklich eins nicht: weshalb muss man die Bürger dieses Landes mit immer mehr Einschränkungen belegen? Warum kann man ihm nicht seine eigenen, kleinen Freiheiten lassen? Warum tut man als Politiker nicht das was Aufgabe ist? Ich komme da nicht, verstehe was die Leute da unter „Wählerauftrag“ verstehen. Das ist als würdes Du bei mir Birnen bestellen, liebe Barbar und ich liefere Dir Zitronen und erkläre Dir, dass Du allein dadurch, dass Du mich als Lieferant ausgesucht hast, mir somit automatisch den Auftrag gegeben hast, Dir auch Zitronen liefern zu können, ob Du die nun willst oder nicht.

  • Gitta says:

    nun steht das auch bei Bild.online…

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