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Ende

Dass heute der 31. März 2011 ist weiß jeder, okay die meisten wissen das. Mir passiert es schon mal, dass ich keine Ahnung habe welches Datum wir gerade haben. Wenn man es nicht täglich schreibt oder einen Termin hat, dann geschieht es schon mal, dass man desorienteiert ist. Doch Vorsicht, das sich bei einem Demenztest negativ auswirken. Der letzte Tag in diesem März des Jahres 2011.

Ich hatte mir vorgenommen in jedem meiner Beiträge darauf hinzuweisen, dass der März eines jeden Jahres dem Kampf gegen Darmkrebs gewidmet ist. Einer schleichenden Krankheit von der Mensch nichts wissen möchte. Wer will überhaupt etwas über Krankheiten wissen? Man hört ohnehin immer nur die Horrormeldungen, die Fälle, die ohne Probleme verlaufen sind, verschwinden irgendwo in den hinteren Gehirnwindungen. Man schämt sich fast schon, wenn man nichts zu berichten hat, das schief gegangen ist. Manchmal ist ja auch selbst der Trottel, weil eine Situation falsch eingeschätzt wurde, oder Symptome ignoriert worden sind, oder man schlicht und ergreifend die Chance zur Vorsorge nicht genutzt hat.

Vorsorge. Sorge. Sorgen, für sich sorgen. Das alles steckt in diesem Wort – Vorsorge. Altersvorsorge auch irgendwie, aber wer alt werden will, der muss eine andere Vorsorge treffen. Für sich sorgen, egal ob der Schreibtisch gerade verbiegt, der Chef gerade eben wieder einen cholerischen Anfall hatte, das Telefon das zehnte Mal klingelt. Einfach auch mal den Chef zum Toben rausschicken, dem Schreibtisch den Rücken zudrehen, das Telefon ausklingeln lassen. So einfach geht das nicht? Ich kenne diese Menschen, die glauben ohne sie ginge gar nix, sie könnten es sich nicht leisten krank zu sein, wer kann das schon?, sie sind überhaupt auf dieser Welt die einzigen, die noch arbeiten.

Eines Tages gibt es dann einen Knall und sie finden sich im Krankenhaus wieder, müssen Untersuchungen über sich ergehen lassen und raus kommen dann Diagnosen, die nicht wirklich gut sind. Auch Darmkrebs gehört dazu. Und warum das alles? Weil sie über all das vergessen haben für sich selbst zu sorgen. Zu spät.

Ich habe darüber geschrieben, dass die Vorbereitung zu einer Koloskopie, einer Darmspiegelung absolut ätzend ist, das Letzte überhaupt ist, das man sich vorstellen kann, aber es gibt Wege, es erträglicher zu gestalten und wenn gar nix geht, dann gibt es immer noch einen Weg. Die Koloskopie selbst ist, mit der richtigen Dröhnung, ein Spaziergang für den Patienten, für den Untersucher kann es manchmal Schwerstarbeit sein.

Also was hindert euch daran Vorsorge gegen den Darmkrebs zu betreiben, ihm ein Schnippchen zu schlagen und Polypen, die entarten können rechtzeitig entfernen zu lassen? Telefonhörer in Hand nehme, Nummer des Arztes wählen, Termin vereinbaren und schon geht das.

Ich möchte dieses Thema vorläufig abschließen und hoffe, dass ihr alle gesund und munter im nächsten März immer noch hier lesen könnt.

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6 Kommentare zu „Ende“

  • Liebe Gitta,

    danke für dein Dranbleiben. Habe eben den Hörer in die Hand genommen und meinen Doc angerufen. Der Termin für die allgemeine Krebsvorsorge ist gebucht, danach geht’s dann zur Darmkrebsvorsorge.Gute Sache, weil „Die Einschläge näher kommen!“

    Liebe Grüße

    Jens

  • Gitta says:

    Lieber Jens,

    danke, das war toll zu lesen. Ich drücke Dir die Daumen, dass alles in Ordnung ist.

    Herzlich
    Gitta

  • Gucky says:

    Eine Koloskopie habe ich Ende des vorigen Jahren über mich ergehen lassen müssen. Es ging darum, bei Beschwerden die ich hatte, das Richtige zu finden.
    Nun… Darm war in Ordnung und es stellte sich bei einer anderen Untersuchung heraus, daß ich „steinreich“ war (Gallensteine). Die waren so gewaltig, daß der Arzt meinte, es wäre besser, sie operativ zu entfernen.

    Das Schlimmste bei der Koloskopie war, daß ich vorher innerhalb eines Tages 4 Liter einer nicht besonders gut schmeckenden Flüssigkeit trinken mußte. *schock*

  • Gitta says:

    Es ist das Elendste, dieses „Zeug“ vor einer Koloskopie trinken zu müssen, ich weiß das und habe ja auch mehrfach darauf hingewiesen, aber es gibt wirklich Möglichkeite und Mittel um das auf zwei Liter +/- reduzieren zu können. Gerne gebe ich darüber, wenn gewünscht Auskunft.

  • barbara2 says:

    hallo gucky,
    da hat uns ja das selbe schicksal ereilt. vor einigen jahren wusste auch keiner so recht, was meinen beschwerden zu grunde lag, weil da auch widersprüchliches auftrat, da habe ich dann auch meine erste koloskopie hinter mich gebracht. mir sagte man 6 l trinken. es war eine last und des nachts hatte ich den eindruck high zu sein, von was auch immer und dann am nächsten vormittag noch mal einen pott mit abführmitteln:-(
    gitta prinzip ist, der ganze darm muss sauer sein, mein hausarzt hat es mir noch sehr ans herz gelegt, da er in gleichem fall, das ganze lax gesehen und dann war vor trübigkeit nix zu sehen. das ist dann noch ärgerlicher.
    übrigens ich habe meine gallenblase noch. es sind wohl auch noch einige wenige jetzt grosse steine drin

  • Gitta says:

    Ich habe inzwischen einige Spiegelungen hinter mir. Wenn man schon weiß, dass diese Untersuchung ansteht, dann solltem an zwe Tage vorher auf balasstiges verzichten, eher zur Brühe und Brei greifen. Das kann wohl gewaltig auf den Wecker gehen, aber passt. Dann gibt es inzwischen wirklich Abführmittel, da musst Du keine 4 Liter mehr trinken. Damiti st Dein Darm dann für eine Untersuchung wirklich sauber.
    Nun sollte ich nicht so laut schreien, ich gehöre zu den Menschen, die das Zeug zwar runter bekommen, aber nach einem Schluck kommen drei wieder heraus, allerdings aus der Öffnung in die sie hinein sind. Das bringt dann also nix, und läut dann über Magensonde, was mich aber nicht davor bewahrt ein Medikament gegen Übelkeit nehmen zu müssen.
    10-15 % der deutschen Bevölkerung haben Gallensteine wovon die meisten nix wissen. Also Du bist nicht alleine 🙂

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