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Erbsen und anderes fröhliches Gemüse

Zu uns gehören zwei wunderschöne Katzen, die wenn es an der Zeit ist, lautstark jammernd ihr Futter verlangen. Heute Morgen habe ich mich, als ich das Futter in ihren Schalen verteilte und Erbsen darin fand, gefragt welche Katzen in der Natur draußen Erbsen ernten, die Schoten öffnen und die Erbsen dann fressen. Mal ganz abgesehen davon, dass rohe Erbsen wenig schmackhaft sind. Da greif ich mir mit Verlaub an den Kopf. Meine Katzen auch und strafen die Erbsen mit Ignoranz.

So wie ich mich frage was Erbsen im Katzenfutter verloren haben, frage ich mich mit welchem Recht ein Staat eine und bald wohl noch viel mehr CDs kauft, um Steuern einzutreiben, wozu er mit normalen Mitteln offensichtlich nicht in der Lage ist und obendrein noch den Boden für die Steuerhinterziehung bereitet hat. Ich meine den Staat und keinesfalls einzelne Parteien, denn es trifft alle Parteien, die jemals an der Regierung beteiligt waren. Im Umkehrschluss frage ich mich, wenn er Daten kauft, verkauft er dann auch welche? Ich denke da mit Grausen an die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte auf der alle Daten eines Menschen gespeichert werden sollen. Denn niemals kann er garantieren, dass nicht einer seiner Mitarbeiter irgendwann einmal Geld braucht und dafür solche Daten verkauft. Ich denke an unliebsame Mitbürger anderer Nationen, Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, vielleicht als Jugendsünde und so weiter. Ich stehe keineswegs auf der Seite derer, die Steuern hinterziehen, ich stehe aber auch nicht auf der Seite derer, die illegal beschaffte Daten benötigen um eigene Fehler zu korrigieren.

Genauso wenig wie die Erbsen im Katzenfutter kann ich nicht so ganz nachvollziehen wieso nun Krankenkassen die Beiträge wegen u.a. steigender Medikamentenkosten anheben. Durch eine der widersinnigsten Regelungen, die es gibt und die meiner Meinung nach juristisch gar nicht haltbar sind, sollte das eigentlich nicht möglich sein. Jede Kasse handelt doch mit der Pharmaindustrie ihre ganz eigenen Konditionen aus. Sind die Leute dort so inkompetent, dass sie das nicht schaffen, das im Griff zu haben? Jeder Aldi-, Lidl-, Edekamitarbeiter kann das offensichtlich besser. Und wieso darf eigentlich eine Krankenkasse vorschreiben welches Medikament der Arzt zu verschreiben hat? Wer hat Medizin studiert? Der Arzt oder die Krankenkasse? Allein das kann und darf nicht sein. Und wohin fließen jetzt die Zuwendungen der Pharmaindustrie, die ganz zweifelsohne weiter fließen? Auch wenn dies bestritten werden wird, aber kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Aber wer bekommt diese Geschenke? Die Ärzte, weil ihnen die Hände gebunden sind, wenn dann lediglich in verringertem Maß, der Beitragszahler sicher auch nicht. Wer führt also die Verhandlungen mit der Pharmaindustrie. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Genauso unsinnig wie die Erbsen im Katzenfutter ist die im Moment ewige politische Zickerei aus Bayern, gezielt in Richtung FDP, manchmal auch der Schwesterpartei. Ob man damit die Position im eigenen Bundesland Bayern festigen wird, wage ich zu bezweifeln. Seehofer ist nun mal nicht Franz-Josef Strauß, dem man das bedingungslos abgenommen hätte. Seehofer nicht, so sehr ich seine  Leistungen in seinen Ministerzeiten auch schätze, hier wirkt er unglaubwürdig. Anstatt kontraproduktiv zu meckern, wäre konstruktives Handeln und Arbeiten im Stillen angebracht. Leistung braucht das Land, nicht keine Erbsen.

Unnötige Erbsen im Futter hat gerade auch gerade der DfB, wo sich dem Anschein nach einige auf wackeligen Stühlen befinden, die andere in aller Stille angesägt haben. Warten wir die Entwicklung ab, aber Herr Zwanziger es sei gesagt, das Rentenalter hat auch seine Vorteile, einfach den Platz räumen, wenn die Zeit noch gut ist.

Die Katzen machen es sich leicht, sie lassen einfach die Erbsen drin in den Futterschalen und überlassen die Entsorgung der Erbsen demjenigen, der die Schalen reinigt. Wie im echten Leben halt: die Erbsen bleiben dem kleinen Mann.

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