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Geht uns alle an

Es war nicht mehr als eine kleine Randnotiz, die kurz vor den Feiertagen beschrieb, dass allein die Verwaltungskosten bei den Krankenkassen rund 26 % der Beiträge verschlingen. Das ist jeder 4. Euro unseres Beitrages. Eine ganze Menge, wie ich meine. Die Reaktion kam prompt, es gäbe zu viele Kliniken, hieß es da und es müssen welche geschlossen werden. Ablenkungsmanöver. Nun geht im Schatten der Affäre Wulff das Gerangel im Gesundheitswesen schon wieder los. Dabei wäre es so einfach auf beiden Seiten zu sparen wenn man wirklich mal nachschauen würde.

Verwaltungsgebühren müssen sein, aber ich meine, dass es kräftiges Einsparpotential gäbe. Klar zuerst träfe es natürlich Mitarbeiter, die, wenn der Aufwand gesenkt werden würde, ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Das täte mir leid, aber ehe die Beiträge ins Unermessliche steigen, für künftige Generationen nicht mehr tragbar wären, muss heute über unsinnige Verwaltungsakte nachgedacht werden. Ich bin mir absolut sicher, dass sich der Aufwand um 10% senken lassen würde, wenn man die Hälfe der Auflagen und Anordnungen streichen würde. Denn es ist in der Tat die Hälfte absolut unnötig.

In den Krankenhäusern könnte man ebenfalls einsparen, wenn man bei den Kassen die Hälfte der Auflagen und Anordnungen streichen würde. Nicht nur das, jede Menge Papierkram würde wegfallen, was auch der Umwelt zu Gute käme. In beiden Fällen könnte so mit ziemlicher Sicherheit einiges eingespart werden und zwar mühelos und ohne jeden Gesichtsverlust.

Dann und das meine ich im Ernst muss mal ein Blick auf Abrechnungen geworfen werden. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass ein Arzt für jeden Patienten, den er einer Einrichtung betreut und den er regelmäßig besucht Wegegeld bekommt. Er oder sie soll Wegegeld bekommen, keine Frage, aber wenn er an einem Tag dort zehn Patienten besucht, wieso kann er dies dann zehn Mal berechnen? Es geht hier um unser aller Geld und ich verstehe das Gesundheitssystem nicht als Selbstbedienungsladen, weder für Patienten, noch für Ärzte, noch für Krankenkassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um private oder gesetzliche Krankenversicherungen handelt. In dieses Szenario müssen unbedingt jetzt schon die Pflegekassen einbezogen werden. Auch hier gibt es Aufwand, der unnötig ist und gäbe es ihn nicht, allen das Leben leichter machen würde.

Ich muss aber auch als Patient einen Blick auf die Kosten haben, muss nicht bei jedem neuen Arzt eine Röntgenaufnahme machen lassen, wenn ich noch eine habe, so wollte mein neuer Zahnarzt unbedingt einen haben, was ich verweigert habe, da es bereits eine gab. Auch muss man nicht alles 1.500 Mal machen, wenn die Zielvorgabe eine andere ist. Auch hier habe ich den Vorschlag verweigert, weil ich der Meinung war, dass das unnötige Kosten sind, die nicht nur ich zu tragen habe, sondern auch die Allgemeinheit über den Kostenzuschuss. Das kann ich nicht einsehen. Na ja unsere Liaison, war interessant, aber sehr kurz, mit solchen Patienten ist schlecht umzugehen und so trennen sich unsere Wege wieder.

Als Versicherte kann man nur an diejenigen appellieren geht sorgsam mit dem um, was da ist, achtet unsere Beiträge, als wären sie aus Eurem eigenen Portemonnaie und verpulvert das nicht, als ginge es Euch nichts an. Es bedarf keines Gesetzgebers, der wieder neue Vorgaben machen muss, ich meine das muss gesunder Menschenverstand sein. Man muss aber auch als Patient sorgsam mit dem Allgemeingut „Beiträge“ umgehen, denn jede Erhöhung trifft immer auch den eigenen Geldbeutel.

Lasst es Euch gut gehen, achtet auf Euch, dass ihr so schnell keiner medizinischen Hilfe bedürft.

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