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Heimat ist mehr

Ich dachte, ich stehe da drüber, ging davon aus, dass ich zu lange weg bin. Ich dachte, dass ich den Geruch meiner Stadt, die Geräusche meiner Stadt längst schon vergessen hatte. Grönemeyer singt: Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl. Nein, Heimat ist Ort und Gefühl. Ich war lange schon nicht mehr da, wäre sich auch nicht gekommen, gäbe es da nicht diese privaten, persönlichen Gründe. Nun denn, ist so. Trotzdem Heimat ist hier in meiner Stadt, auch wenn sie nicht jedem gefällt. Muss sie nicht.SONY DSC

Nicht wirklich gerne bin ich aus meinem Umfeld, meinem Trott raus. Außerdem ist es kalt draußen und ich gebe es zu, auch wenn ich die Empfehlung zum täglichen Spaziergang gebe, sehr gerne gebe, so gestehe ich, dass nicht die Spaziergängerin vor dem Herrn bin, die das jubelschreiend tut. Aber ich tu es. Wenn es kalt ist zähneklappernd mit knirschenden Toneinlagen. So ist das mit mir, gute Ratschläge geben, aber sich selbst nicht dran halten. Hauptsache ihr haltet Euch dran. Trotzdem bin ich rausgekrochen aus meiner Winterschlafhöhle und bin jetzt in meiner Stadt. Seit einigen Jahren wieder das erste Mal. Ich bin da. What a beautiful noise commin‘ up from the street…

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Ich habe noch nicht viel gesehen, aber es hat sich einiges verändert, in meiner Stadt. Ich weiß davon, weil sich meine Mutter immer noch ihre Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ nach Berlin schicken läßt und mich auf dem Laufenden hält. Außerdem habe ich noch ein klein wenig Familie hier leben und Freunde auch. Ich habe einiges vor, Pflichtprogramm, Besuchsprogram, Spaß, Vergnügen, auf Entdeckungstour wie eine Touristin mit meinem Foto unterwegs. Bilder mache ich im Auftrag für  meine Mama, die nicht mehr hierher kommen kann, für mich, für meine Kinder, die teilweise auch hier gelebt haben. Volles Programm.

Heute Morgen scheint hier die Sonne, es ist kalt ein klarer Morgen. Ich muss noch ein wenig auf das Frühstück warten, deswegen war ich schon unterwegs, dachte, dass ich mir einen Kaffee to go holen könnte. Auf dem Weg dorthin hörte ich einen Hahn krähen, dachte noch, dass es mich dann doch reichlich früh erwischt hätte. Aber nein Bahndamm Schattenseite vergnügte sich ein Hühnerhaufen samt Hahn. Das ist meine Stadt. Inzwischen weiß ich wer sie hält, wem sie gehören. Meinen Kaffee habe ich genoßen, nun gibt es gleich Frühstück. Ich zeige Euch zwei Bilder eines auf Dem Weg aufgenommen, das zweite die Kirche, fast die ganze Kirche in der ich konfirmiert worden bin und dann auch getraut wurde.

Trotz des heutigen Pflichttermins werde ich die Tage hier genießen. Macht es wie ich: Laßt es Euch gut gehen.

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