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Oh Du fröhliche und die Nationalhymne

Ich bin in meinen eigenen Blog verliebt. Ich meine damit, dass ich sehr gerne Beiträge schreibe und einstelle. Manchmal aber, da spielt die Zeit gegen mich und ich komme einfach nicht dazu, ganz selten ist es, dass ich sage, ich habe keine Lust zu schreiben. Es ist ein Unterschied, ob ich einen Blogartikel schreibe oder eine Kurzgeschichte, oder mich in eigener oder andere Sache mit Ämtern herum schlage. Manchmal schreibe ich geradezu brillante Artikel, manchmal sind sie na ja… aber ich bin ein Mensch und da ist so, dass das Beste, das ich in diesem Moment geben kann, nicht das Maß der Dinge ist.

Das sind wir alle Menschen, keine Übermenschen. Wer ist Übermensch? Wer von Euch ist ein Übermensch? Manche glauben es von sich, präsentieren sich als solche und sind am Ende lediglich arme Würstchen und Würstcheninnen, nicht nur Männern passiert das, auch Frauen. Ich mag das ohnehin nicht von der Gleichberechtigung zu quatschen, sich über männliche und weibliche Worte zu beklagen. Wer will schon eine Weihnachtsfrau, anstatt einen Weihnachtsmann, gemütlich mit dickem Bauch und tiefer Stimme, haben? Okay, zugegeben, der Weihnachtsmann könnte auch ein schnuckeliges Kerlchen sein, aber nein lassen wir das, diese Phantasie überlasse ich den Mädels selbst. Zurück zur Gleichberechtigung und bei aller Achtung vor der Leistung der Alice Schwarzer bezogen auf die Bewegung der Gleichberechtigung, dieses Gequatsche scheint mir dämlich, den Worten müssen Taten folgen, sonst ändert sich nichts, gar nichts. Apropos Würstchen … Hoeneß … nein, ich frage nicht, wann er einfährt, wundere mich nur über die Sonderbehandlung jetzt schon und über seine Klagen über die Häme, die ihm entgegen geschlagen hat. Wundert er sich darüber wirklich, wo bei all seiner  Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, die er Menschen zuteil werden ließ, Häme sein zweiter Vorname ist oder vielleicht war? Ich bin mir sicher in den Hämechor nicht eingestimmt zu haben, aber eins muss ich als „Pälzer Mädel“, bekennende Fanin, das kommt bei eiskaltem Durchziehen der Gleichberechtigung dann raus: Fanin, des 1. FCK in Bezug auf Hoeneß sagen: So ein klein wenig Schadenfreude hätte ich dann da doch in meinem Herzen, allein dafür, dass er den FCK als Hinterwäldlermannschaft mit Holzhackerfußball, oder so ähnlich, bezeichnet hatte. Selbst wenn er damit Recht hätte, wenn man sich anguckt, was die da rumkicken, so geht ihn das gar nix an, ob wir Hinterwäldler sind oder nicht. Fakt ist, als er das sagte wurde der FCK Deutscher Meister! Ha! Was ich mich aber die ganze Zeit schon frage ist das, ob der FC Bayern wirklich so gut, oder die anderen Mannschaften nur so schlecht sind. Was mich bei allem wundert ist, dass durch die Bank weg alle Münchner Spieler sehr viel schneller als alle anderen sind und, dass die Spieler im geeigneten Moment die der anderen Mannschaften einfach überlaufen. Da frage ich mich, was nehmen die und wenn ja wie viel. Das ist doch nicht normal, dass die Jungs da so ganz anders drauf sind als alle anderen. Haben die Bayern die ultimative Trainingsmethode schlechthin gefunden, um das Maximum aus ihren Spielern herauszuholen und hat das Maximum dort sehr viel mehr Inhalt als bei anderen Vereinen? Oder liegt das Maximum bei anderen Vereinen so niedrig, dass man glaubt, dass das Maximum bei den Bayern so viel höher liegt? Wäre ich Trainer bei einem der anderen Vereine, dann würde ich mir darüber Gedanken  machen. Gleich danach frage ich mich warum ist die Ballsicherheit besser, die Passgenauigkeit höher, Ballannahme besser, die anderen können das doch auch, aber wohl nicht immer und im entscheidenden Moment eher nicht. Na ja noch einen knappen Monat und dann gibt es die WM. Ich meine wir sollten unsere Ansprüche nach unten korrigieren, es gibt unendlich viele Gründe, warum, einer davon ist der, dass das Klima den europäischen Spielern so gar nicht entgegen kommt und wir uns die Spiele irgendwann in der Nacht angucken können, wenn wir wollen. Wie grausam ist das? Bei der FIFA sitzen nur noch Bekloppte, gleich danach kommt der Austragungsort Qatar, wo ich mich frage wer da wie viel Knete bekommen hat, um das zuzulassen. Was ich aber noch weniger verstehe, ist die Tatsache, dass es so viele Berichte darüber gibt, dass Menschen wie Sklaven gehalten werden, für den Bau der notwendigen Stadien ihr Leben gelassen haben, kein Geld bekommen, keinen Pass mehr haben, um frei entscheiden zu können, das Land angesichts dieser Umstände verlassen zu können und die Verantwortlichen gucken weg, oder haben allenfalls mal das Fingerlein und sagen mit freundlicher Stimme: „Du, du Böser, hör auf damit!“ und um das noch auf die Spitze zu treiben, denken sie darüber nach diese WM in der Adventszeit auszutragen, weil das die einzige Möglichkeit ist, um der sengenden Hitze zu entgehen, der die Spieler gnadenlos ausgesetzt wären. Wie bekloppt waren die Verantwortlichen, als sie diesem Land die Ausrichtung der nächsten Fußball-WM übertragen haben? Wenn dann die Spiele wirklich erst im Winter, in der Adventszeit ausgetragen werden, dann sitzen wir in unseren Fußballtrikots da und schmettern zwischen „O Du fröhliche“ und „Morgen Kinder wird’s was geben“ die Nationalhymne. Die haben wirklich einen Knall und ich sage: Folge den Spuren des Geldes.

Zu guter Letzt möchte ich noch eins anmerken: Bei aller Häme, bei aller Rivalität zwischen FCB und FCK, ich wünsche keine Bilder davon zu sehen, wie Uli Hoeneß einmarschiert, ihr wisst schon wo und ich wünsche mir hier alle Zurückhaltung und Respekt, die man einem Menschen entgegenbringen sollte, der gelegentlich daneben gelegen hat, aber der viel für viele gemacht hat, ohne erst nach dem Warum eine Situation entstanden war zu fragen, sondern der gehandelt hat und der genug Dresche von allen Seiten bekommen hat.

Sodele, das war es dann für heute, hat ja noch geklappt, auch wenn ich gar nicht gewusst habe über was ich schreiben will, ist der Anfang geschafft, dann kommt der Rest von ganz alleine. Manchmal lohnt es sich eben einfach mal anzufangen und zu gucken, wohin es geht. Ich wünsche Euch allen einen guten Tag, fangt damit an Eure Ideen umzusetzen, schaut wo sie hinlaufen, einmotten könnt ihr sie immer noch. Laßt es Euch gut gehen!

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