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Persönlicher Supergau

Es ist der persönliche Supergau, etwas das unvorstellbar ist, etwas, das ich mir nicht vorstellen mochte. Das gibt es nicht, das kann und darf es nicht geben und doch, es war passiert: Die Lesung, die vor Monaten durch Frau Bednarek sorgfältig geplant wurde, für die ein schickes Plakat erstellt worden war, musste in allerletzter Minute abgesagt werden. Ich hatte noch so gehofft, dass es geht, aber mit über 39°C Fieber, kaum Stimme kann man nicht lesen. Das war mir sehr peinlich. Liebe Frau Bednarek, es tut mir sehr sehr leid.

Ich hatte mich so darauf gefreut und hätte ich lesen können, dann hätte ich es getan, aber es ging nicht. Bei meiner Ärztin war das Wartezimmer gestern schon um acht Uhr in der Früh voll mit Kranken, denen es wie mir ging, und diejenigen, die danach folgten und Vormittagssprechstunde bis gegen 15 Uhr dauern ließen, hatten meist ähnliche Symptome. Das könnte man eine kleine Epidemie nennen, zumal zwei meiner Freundinnen damit zu tun haben und nun springt das von den Frauen auch auf die Männer über. Ich geh‘ dann mal wieder zu meiner Couch, gucke sinnloses Fernsehprogramm, unglaublich was es da alles so gibt, aber lesen das geht noch nicht, da fallen mir die Augen zu. Ich denke, dass ich dann nächste Woche wieder da bin.

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