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Zwei in einem

Letzte Nacht war Oscar-Nacht, aber auch Fastnachtssonntag. Wen interessieren dann irgendwelche Oscars, die im fernen Kalifornien verteilt werden? Zugegeben man rechnet, dass rund 1 Milliarde Menschen die Zeremonie „And the winner ist…“ verfolgt haben. Ich nicht. Ich habe geschlafen und ich gestehe, das interessiert mich absolut nicht, wer welche Figur bekommt. Natürlich liest man in der Presse, hört man im Radio, das ist auch in Ordnung, ich habe das heute auch schon gehört, aber manchmal ist das Vergessen auch eine Gnade des Alters: Ich habe schon wieder vergessen wer gewonnen hat.

Allerdings habe ich gehört, dass Will Smith, samt Sohn und Film gleich drei goldene Himbeeren bekommen hat. Schadenfreude? Nein, nicht wirklich, aber ich bin ehrlich, ich finde es unverschämt, dass gerade viele Schauspieler ihre mehr minder begabten Kinder in ihren Filmen unterbringen und so vielen begabten jungen Menschen jede Chance nehmen. Na gut, so ist das eben. Aber auch wenn ich einige Filme mit Will Smith absolut gut finde, das war schon o.k., auch wenn ich diesen Film nicht gesehen habe. Normalerweise bilde ich mir selbst ein Urteil, aber darum geht es gerade nicht. Es war natürlich schon immer so, dass Eltern versucht haben ihre Sprösslinge beim eigenen Arbeitgeber unterzubringen, dort eine Berufsausbildung machen zu lassen, denn immerhin waren Unternehmen wir Siemens, BASF, Höchst, samt der ganzen Palette der Banken früher eine Garantie dafür, dass man nicht nur eine ordentliche Ausbildung hatte, sondern auch noch einen Job mit Lebenszeitgarantie, sofern man keine silbernen Löffel geklaut hat. Nein, es muss nicht immer für alle Zeiten so bleiben, aber ich habe das Gefühl, dass es nie wieder besser werden wird, als es gerade ist, eher das Gegenteil wird der Fall sein und man muss sich eine Menge einfallen lassen, um irgendwie durch das Leben bis ans Ende zu kommen und ist manchmal auch doof. Na gut, lassen wir dieses Thema, letzte Nacht war Oskarverleihung und heute ist Rosenmontag, der Ernst kehrt erst am Donnerstag wieder ein. Am Aschermittwoch schon? Blödsinn, da gibt es inzwischen vielerorts die sehr beliebten Heringsessen, die sich angehängt und Fasching verlängert haben, ohne Kostüme zwar, aber dennoch mit gelassener Heiterkeit. 

Heute ist Fasching Dienstag am Rhein wird Karneval gefeiert und auf der Krim lässt ein geistig kleiner Mann die Säbeln rasseln, einer der sich immer, mit nacktem Oberkörper den Frau nicht sehen will, bei irgendwelchen Kraftakten zeigt. Er, dieser Putin hätte es in der Hand aus dem Riesen Russland ein freies Land zu machen, genug Geld hat er mit Sicherheit auf die Seite geschafft. Die Ukrainer streben nach Freiheit, wollen einen Weg gehen, der mit Sicherheit nicht leicht sein würde, aber da ist einer, der Angst um seinen Zugang hat. Wir reden immer von den mächtigen dieser Welt. Wer ist das? Sie leben hier ohne die Sorgen, die der kleine Mann hat, ohne sich darum zu kümmern, dass es diesem kleinen Mann, dieser kleinen Frau gut geht. Sie haben Angst, dass bei den kleinen Menschen ganz große dabei sind, die sich nicht darum scheren ob sie arm oder reich sind, die aufrecht sind, die erst an der die anderen und dann an sich selbst denken. Die Freiheit für alle wollen. Was würde passieren, wenn alle Soldaten die Waffen einfach nieder legen. So dumm gelaufen, wir bekriegen nicht die Menschen, die unsere eigene Sprache sprechen. Ja, ich weiß, sie müssen Befehlen folgen und dürfen nicht denken. Wenn ich Bilder sehe, deren Aussage die ist, dass Menschen für Freiheit kämpfen und andere die Staatsmacht vertreten mit Waffen in der Hand, dann wünsche ich mir immer, ja so blauäugig bin ich dann schon, dass die Werkzeuge der Unterdrücker ihre Waffen niederlegen, die Seiten wechseln. Denn schaut man auf die Ukraine, dann sieht man, dass es auch hier in der Vergangenheit den Mächtigen nicht um ihr Volk gegangen ist, sondern um ihren eigenen Geldbeutel. In der Türkei ist es nicht anders. Ja natürlich auch Politiker gucken, dass sie nicht zu kurz kommen, aber der jüngste Prozess deswegen in unserem Land, in dem ein Staatsanwalt geradezu verbissen seine Anklage der in Vorteilnahme, koste es unser Geld wie es wolle, bis zu einer Verurteilung zu bringen wollte und damit gescheitert ist, dass es solche Verdachtsmomente gibt. Ich träume zwar gerne, aber ich bin nicht so naiv anzunehmen, dass es persönliche Bereicherungen bei Politikern nicht gibt, so wäge ich mich in der, hoffentlich nicht trügerischen Sicherheit, dass jene, die es wirklich tun, auch zur Strecke gebracht und hart dafür bestraft werden. Ich rede nicht von einem Gänseblümchen, das man seiner Sachbearbeiterin beim Finanzamt bringt, weil es sich gerade angeboten hat, sondern von den richtig großen Summern.

Ich wünsche uns allen, dass diese Krim-Krise ohne das Abfeuern auch nur eines Schusses zu Ende geht und am Ende das ukrainische Volk frei sein wird. Überhaupt was soll das? Warum muss ein Volk entscheiden, ob es mehr zu Russland oder der EU tendiert, anstatt zur Freiheit. Na gut. Sei es drum. Können wir etwas ändern? Eher nicht.

Für alle Jecken: Lasst noch mal ordentlich die Sau raus heute. Bis Mitternacht lasst den Bär steppen, ich beneide euch darum. Genießt die Musik, die Kostüme, das Humbatätärä, weil bis zum 11.11. wäre es das dann gewesen. Natürlich braucht ein ordentlicher Narr nicht die fünfte Jahreszeit um närrisch zu sein, der ist es immer siehe Putin, aber der ist keineswegs fröhlich. Nein, er ist kein Mann vor dem ich jemals Respekt haben könnte. Na los, raus in den Straßenkarneval, setzt die Narrenkappen auf, schließt die Türen zu und raus auf die Straße, der Rest der Nation behauptet wohl, dass sie nicht auf Befehl fröhlich sein wollen und karnevalmuffeln vor sich hin und ganz in ihrem Inneren beneiden Sie Euch: Laßt es Euch gut gehen!

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