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Sommerfest in der Residenz

Sommerfest ist heute in der Seniorenresidenz der Nova Vita Residenz. Ich buchstabiere das mal: S-o-m-m-e-r-f-e-s-t, die Betonung kann nur auf „f-e-s-t“ liegen, weil vom Sommer weit und breit nichts zu sehen ist, aber ich werde da sein, sitze das aus. Die Nova Vita Residenz und meine Mama, die dort leben können ja nichts für das Wetter. Im Grunde kann mir das Wetter egal sein, weil ich Arbeit ohne Ende habe. Ich habe wohl diese Woche eine Menge von den unliebsamen Dingen, die ich vor mir her geschoben habe, abgearbeitet und fühle mich ordentlich wohl dabei, aber da liegen noch einige gesammelte Werke, die ich entsorgen will, radikal und willenlos. Ballast abwerfen, weg damit. Aber das hat mir dem Sommerfest nichts tun, da freue ich mich darauf, bedeutet das, dass das Wochenende diese Woche schon am frühen Nachmittag beginnt.

Apropos Sommer, der nicht wirklich das war oder noch ist, was ich darunter verstehe. Er verleitete mich dazu zu sagen: Wenn dieser Winter bis zum nächsten Sommer so bleibt, dann ist das in Ordnung. Aber die Apfelernte ist gut dieses Jahr. Es gibt ungefähr die vierfache Ernte in diesem Jahr. Letztes Jahr im Mai hatten wir einen Wintereinbruch mit Frost und die „Äppel“ wollten danach nicht mehr. Meine Zitrone hat dieses laue Sommerwetter übel genommen und nur sehr wenige neue Blüten zugelassen, um daraus Früchte zu entwickeln. Bald wird sie wieder ins Winterquartier abgeholt werden.

Zurück zum Sommerfest. Ich freue mich darauf, finde es toll, wenn eine Einrichtung sich die Mühe macht mit den Bewohnern und ihren Familien Sommerfest zu feiern. Das geschieht zusätzlich zu ihrem Dienst. Wie man sieht geht das. Nicht so wie das, was ich vor ungefähr zwei Wochen erlebt habe in einem Haus der Vivantes Gruppe in Berlin-Kladow. Meine Freundin ist dort und das, was ich da gesehen und gehört habe jagt mir ein Schauer nach dem anderen über den Rücken: Ihre Kleidung fleckig, die Haare waren strähnig, sie ist inzwischen deutlich übergewichtig und als sie mir fast aus dem Rollstuhl gerutscht war und ich die Schwester um Hilfe gebeten habe, da rief diese nach ihrem Kollegen so: „Kannst du mir mal helfen die hoch zu schieben!“. Die Antwort des Pflegers erspare ich Euch. Das geht gar nicht und wenn ich dann im Internet nach der Bewertung der Einrichtung schaue, dann frage ich mich warum steht da eine 1,0! Ich erlebe es gerade im Falle der Einrichtung in der meine Mutter zur Zeit lebt: man kann mit den Bewohnern auch anders umgehen, dort habe ich seit ich hingehe noch nie einen Bewohner mit strähnigen Haaren gesehen, habe noch nie gehört, dass in Anwesenheit dessen über sie mit „die“ oder „der“ gesprochen wird. Ich werde die Einrichtung in der meine Freundin ist, im Auge behalten und mir dann, wenn sich das nicht ändert, etwas einfallen lassen.

Dann also los ins Wochenende, ich wünsche Euch ein tolles, abwechslungsreiches, schönes, sonnendurchflutetes intensives Wochenende. Oder wenn ihr arbeiten wollt, oder müsst alles soll Euch locker von der Hand gehen. Den Schulanfängern wünsche ich einen Easy Way durch all die Schuljahre, den Eltern ein Taschentuch für die eine oder andere Träne, die hochkommen will, weil die Knirpse nun raus ins Leben müssen. Was immer ihr tut: Laßt es Euch gut gehen.

 

 

 

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