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Was ist nur los?

Ich bin kurz vor Ende meines Manuskriptes, es braucht nicht mehr viel, um das Wort „Ende“ darunter zu schreiben, aber ich bin heute durch einen Artikel über Metzelder abgelenkt, aber es gibt vieles mehr, das uns alle ärgern oder gar betroffen machen sollte, da sind die Proteste der 711er, Nazis und Reichsbürger gegen die Coronaauflagen geradezu ein Witz. Schauen wir uns um, da es muss einem kotzübel werden, wenn man Schlagzeilen, Begründungen dafür und dagegen lesen muss, die bar jeder Menschwürde sind, egal wer auch immer diese Worte von sich gibt.

Moira, stellvertretend. Flüchtlinge und Menschen, die gerne fliehen würden. Ein Thema, das es nicht erst seit gestern gibt. Da sind Menschen, die vor Krieg, vor menschenunwürdigen Zuständen, auch vor Korruption fliehen, da gibt es andere Menschen, die gerne fliehen möchten, aber die in „Umerziehungslagern“ zusammengepfercht sind, es geschieht ein Völkermord vor der Welt Augen, in einem anderen Land werden die Menschen eingesperrt und haben nichts, nicht einmal die Minimalversorgung, wenn sie krank sind und obendrein hungern sie, der Machthaber allerdings nicht, der ist dick und fett, in anderen Ländern herrschen Stammesfehden und Korruption, die unfähige Herrscher an der Macht halten.

Da gibt es die Nummer 1 in der Welt, die in meinen Augen das schon lange nicht mehr ist, weil die Menschen da nicht gleich sind, obwohl es in deren Verfassung steht, weil immer noch tiefster Rassismus existiert, der Präsident Corona mit „it is what it is“ beschreibt und für den Tod von zehntausenden Menschen verantwortlich ist und der zu den Bränden an der Westküste, die eine eindeutige Folge des Klimawandels in Kalifornien sind, sagt: „it’ll start getting cooler!“, und das „Waldmanagment“ dafür verantwortlich macht. Das Problem hier ist, er wünscht sich, im November wiedergewählt zu werden, und wird das wohl schaffen können. Wer sich mal die Mühe macht, seinen Wahlkampfreden zuhört, wird verstehen, warum er Hallen begeistern kann. Er belegt Konkurrenten mit „lustigen“ Namen, die eines Präsidenten unwürdig sind, er schürt Ängste, die unbegründet sind, er hat keine Idee, wie sein Land dabei helfen kann, diesen Planeten zu retten, weil in seiner Betrachtung Umweltschutz, der niemals nötig ist, ein Angriff auf die amerikanische Wirtschaft ist, seine Sprache, nicht deren sachlichen Inhalt ist es, weshalb Menschen ihm nachlaufen. Den Frieden, den er im Nahen Osten gestiftet hat, kam mit Sicherheit nur deswegen zustande, weil er irgendetwas etwas versprochen hat, weil er einen Deal gemacht, welcher Art auch immer, gemacht hat. Im schlimmsten Fall hat er einen Waffendeal eingefädelt. Ein Friede, der nicht aus sich heraus zustande kommt, steht auf tönernen Füßen. Für ihn Friedensnobelpreis? Da fallen mir die drei Frauen in Belarus ein, die ihr eigenes Leben für die Freiheit ihres Volkes riskieren. Das verdient eher einen Friedensnobelpreis.

Aber kehren wir doch vor unserer eigenen Haustür: Moira, eine Insel, auf der Flüchtlinge stranden. Immer noch. Immer noch in Lagern untergebracht werden, die jenseits jeder Menschlichkeit sind. Warum verlassen diese Menschen ihre Heimat? Liegt das nicht auf der Hand? Es gibt Internet, auch in Afrika und das wahrscheinlich in der hintersten Ecke im Busch gibt, wo es sonst nichts gibt und der Weg zum nächsten, fast ausgetrockneten Brunnen weit ist. Kann ich das verstehen? Ja, das machen alle irgendwie: dorthin gehen, wo man davon ausgehen kann, dass das Leben lebenswerter ist. Ich gehe nicht davon aus, dass alle, ohne zu arbeiten, von unserem Sozialsystem satt werden wollen.

Was tun? Das erste, das zu tun wäre, ist zum Beispiel an fremde Nationen verkauftes Land zurückzuholen, das fruchtbar ist und die eigene Bevölkerung ernähren kann. Aber bevor das geschehen kann, müssen Stammesfehden und Korruption beendet werden, was leider für viele andere Länder, z.B. in Südamerika, in östlichen europäischen Ländern ebenso gilt. Leute, das, was ihr euch nehmt, hat das Volk erwirtschaftet, man kann erwarten, dass es dorthin auch wieder zurückkehrt, in welcher Form auch immer und nein, ich verfechte die freie Marktwirtschaft immer und in jedem Fall, aber nicht jede Gewinnmaximierung zur Zufriedenheit der Aktionäre kann das Ziel sein, mehr Aktien an Mitarbeiter ausgeben, als Prämien, als was auch immer. Korruption hat nichts mit freier Marktwirtschaft zu tun, sie wird damit vielleicht scheinbar erkauft, aber frei ist sie dort nicht.

Dafür Sorge tragen, dass Menschen eine menschenwürdige Versorgung und Ernährung haben, unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe und wo sie leben, ob sie klein oder groß, dick oder dünn, jung oder alt sind. Dafür Sorge tragen, dass es keine Schlepper mehr gibt, dass es keinen Grund mehr für sie gibt. Nirgendwo. Wir wissen, dass es massenhaften Sozialbetrug gibt, auch hier, dass Leistungen abgezogen werden, die nicht abgezogen werden dürften und was nicht pauschal Flüchtlingen unterstellt werden dürften, aber der ist leicht unter Kontrolle zu bringen, auch in einem föderalistisch geprägten Land: Fingerabdrücke und biometrische Erfassung, in Deutschland und Europa, sollte das technisch und länderübergreifend möglich sein. Wer biometrisch erfasst ist, seine Fingerabdrücke abgegeben hat, der sollte kaum noch täuschen können. Wer seine Fingerkuppen verätzt, braucht sich gar nicht erst anzustellen.

Ja, Grenzen schließen okay, aber jene die bereits da sind müssen, auch wenn sie eventuell zurückgeschickt werden (wohin dann eigentlich?) menschwürdig behandelt werden.

Alles andere geht gar nicht. Es gibt noch so viel, das aufzuzählen wäre: brennende Urwälder, Rodungen dort, Drogenkriege, brennendes Sibirien, Kinderarbeit, erzwungene Prostitution, Vergewaltigungen Wehrloser überall auf der Welt, Ausbeutung, Beschneidungen, Glaubenskriege und v.m.. Und Kindesmissbrauch. Hierzulande.

Da wäre dann noch der Fall Metzelder, ein Sandkorn im Meer derer, für die es Spaß oder Hobby, oder eine Geldquelle ist, Kinder zu missbrauchen, das zu filmen, einzustellen zu verkaufen und zu kaufen. Hallo bitte nochmals, für jene, die es nicht verstanden haben: KINDER MISSBRAUCHEN IST DAS ALLERLETZTE DAS GESCHEHEN KANN UND DARF! Selbst vor Babys machen diese Schweine, nein sie sind keine Schweine, sie sind Dreckschweine, nicht halt. Ich verstehe hier keinen Spaß, nicht einmal mildernde Umstände kann ich hier erkennen, auch nicht für einen Herrn Metzelder, der bis zur Anklage in seinem Verfahren plötzlich aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerückt war. Clevere Anwälte und ich schätze mal, dass sie die Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Strafe erreichen werden. Der Mann geht dann unbestraft aus dem Gerichtssaal. Reuig sein, eine „Jugendsünde“ halt, eine „unüberlegte“ Handlung im Alkoholrausch, man hat ja sich „nur“ darüber unterhalten, wie grausam das ist. Das kann man auch ohne Bilder. Ich will ihn nicht vorverurteilen, aber er hatte 297 Kinder- und Jungendporno-Dateien in seinem Besitz. 297 Aufnahmen, 297-mal Leid und Elend für die Kinder bis ans Ende ihres Lebens. Darin kann ich nicht mehr „Zufall“, „Jugendsünde“ erkennen. Never ever! Wenn das Verfahren eingestellt werden würde, dann kann er sein normales Leben fortführen. So einfach ist das aber nicht. Wenn mir jemand eine solche Datei schicken würde, dann wäre die nächste Dienststelle der Polizei mein direkter Weg.

Jedes dieser Bilder ist Leid, jedes ist Elend und wer selbst, ganz real mit heute Erwachsenen spricht, die als Kind missbraucht worden waren, der kann verstehen, dass das kein Kavaliersdelikt ist, niemals eins sein kann. Das ist Mord an einer Kinderseele, das Kindsein, die kindliche Freude, das Lachen, das Leben stirbt in dem Moment, wenn der Missbrauch geschieht. Egal wo auch immer er geschieht, wer die Tat begeht, wer Bilder erstellt, Geld damit verdient und auch jene, die sich die Dateien herunterladen, sie anschauen, sich daran aufgeilen, sie alle sind Täter. Diejenigen, die diese Pornographie heruntergeladen haben, die dafür bezahlt haben, haben sich genauso schuldig gemacht. Ich wünsche ihm, aus tiefster Seele heraus, aus tiefstem Respekt vor den Opfern, dass er sehr hart bestraft werden wird, dass er ins Gefängnis geht, dass er keinen Boden mehr unter seinen Füßen spürt, denn das ist es, dass die Opfer, die er betrachtet hat, an denen er sich möglicherweise aufgegeilt hat, nach einem Missbrauch spüren: Sie alle spüren den Boden nicht unter ihren Füßen, spüren die Wärme einer Liebe nicht, spüren nicht, dass sie geliebt werden. Diese Männer und Frauen, die Täter und Täterinnen sind, haben sich schuldig gemacht, haben den Kindern die Sonne, das Licht ihres jungen Lebens genommen. Manchmal schaffen sie es in einem normalen Leben als Erwachsene zu leben, genauso oft aber auch nicht.

Es ist merkwürdig, draußen scheint die Sonne und ich finde diese Welt auf diesem Planeten so hart, so brutal und an so vielen Stellen einfach nur abartig. Wo ist der „Reset-Knopf“ bitte? Und dann laufen so ein paar 711-er-Hansel, samt Nazis und Reichsbürger umher und demonstrieren gegen Maskenpflicht? Wie verrückt ist das bitte?

Ja, natürlich, wir laufen in einen Corona-Herbst, die Fallzahlen steigen. Das ist in sich nicht tragisch, sofern das nicht nach sich zieht, dass Intensivbetten und Beatmungsplätze rar werden, wie das gerade in Südfrankreich der Fall ist. Schweden dagegen hat im Moment wenig infizierte Menschen, sagt man. Ob das Volk bereits grundimmunisiert ist? Da hege ich meine Zweifel. Möglich schon, sie haben nur zehn Millionen Einwohner und haben eine Menge Menschen dafür geopfert, aber, ich glaube das nicht, ich meine, mich erinnern zu können, dass sie im Infektionsgeschehen hinterherhinken. Egal, ich gönne es ihnen von Herzen, dass sie verschont bleiben. Aber, wenn man sich mal den Verlauf der Spanischen Grippe anschaut, wie hier das Erreichen der Grundimmunisierung im Zeitschema abgelaufen ist, dann wissen wir worauf wir uns vorbereiten können. Jeder hat es selbst in der Hand, wie der damit umgeht, wie sorgfältig er sich und anderen gegenüber ist, es ist keine Schande Abstand zu halten und Maske zu tragen. Das hat etwas mit gegenseitigem Respekt zu tun, wenn man achtsam ist, Maske trägt und einfach nur aufpasst, den anderen nicht zu infizieren, auch das ist keine Schande.

Auf geht’s durch einen unruhigen Herbst, in den Winter hinein, was immer dieser uns auch bringen mag. Seid achtsam und respektvoll! Paßt auf euch auf!

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