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Abhöraffäre

Gestern Abend in der sonntäglichen Talkshow mit Günther Jauch ging es um die Abhöraffäre „Bundeskanzlerin Angela Merkel“, einmal mehr.  Anwesend ein ehemaliger Botschafter der USA und er wurde gefragt, ob auf der amerikanischen Botschaft, oben vom Dach herunter unser Land bespitzelt wird. Er wand sich heraus in dem er sagte, dass er auch nach seiner Tätigkeit seinem Land verpflichtet ist und keine Geheimnisse preisgeben darf. Daraus darf der Schluss gezogen werden, dass es dem so ist.

So, nun mal Butter bei die Fische: Nein, es ist nicht korrekt und ich gehe davon aus, dass unser Land eine Methode hat oder finden wird, um da drum herum ein wenig zu stören. Außerdem gehe ich davon aus, dass die Abhörerei unserer Regierung und wie wir alle wissen kann sich das nie alleine auf die Kanzlerin bezogen haben, aufhört. Ende. Schluss damit! Vielleicht sollte sich die Kanzlerin ein spezielles Abhörhandy besorgen. Nein, kein abhörsicheres, sondern eins, das abgehört werden kann. Darüber werden kann regelmäßig SMS abgeschickt in denen die Kanzlerin mit Frisör, Visagist, Bäcker, den Metzger und keine Ahnung noch mit wem auch immer über Tipps und Tricks austauscht. Das sieht dann so aus:

Kanzlerin an Frisör Ich brauche einen Termin zum Haare färben

Frisör: ja, ich sehe Sie gerade in der Sitzung. Auf der rechten Seite liegt eine Haarsträhne falsch.

Kanzlerin: Wo (greift zum ihrem Haar)? Besser?

Frisör: Ja besser. Färben? Ja, doch. Wie wäre es kommenden Samstag?

Oder aber Konversation mit dem Fleischer:

Kanzlerin, SMS an den Fleischer: Ich bestelle 1 Kilo Schweinebraten

Fleischer: Ist reserviert, darf es noch etwas sein?

Kanzlerin: 100g Salami, 100g Fleischwurst

Fleischer: geht in Ordnung. Holen sie oder Ihr Mann das ab?

Kanzlerin: Mein Mann kommt Freitag Abend vorbei.

Und so weiter und so fort.

Ich meine das wäre doch mal eine Aufgabe für jeden Geheimdienst das zu entschlüsseln. Da wären sie dann doch eine Weile beschäftigt. Was wenn sie den SMS-Konversation so mancher Bundesbürger abhören:

„Hey Alter was geht ab?“

Mit sämtlichen Hin- und RückSMS, die manche drauf haben. Man muss nur zu „SMS von gestern Nacht gehen, da steht eine Menge drin, das man nicht lesen möchte und es ab und zu doch tut.

Wer nun in unserem Land, oder in irgendeinem anderen europäischen Land so naiv ist anzunehmen, dass nicht mehr spioniert wird, weil der der kalte Krieg lange schon zu Ende ist und es lange schon keine Mauer mehr gibt, der irrt, aber so was von heftig. Wir selbst öffnen der Überwachung Tür und Tor, weil wir uns überall eine Kundenkarte aufschwätzen lassen, um fleißig Punkte für etwas zu sammeln, das wir irgendwann mal brauchen können. Somit ist unser Konsumverhalten lange schon dokumentiert. Wir brauchen uns also nicht zu wundern, wenn irgendwann mal das Telefon klingelt und die Stimme am anderen Ende uns auffordert, endlich mal wieder ein Duschmittel oder Deo zu kaufen, weil das so nicht weiter gehen kann, da der letzte Kauf schon ziemlich lange her ist und Mensch nun mit Sicherheit eine geruchliche Belastung der Umwelt darstellen muss. Also was tun? Im Grunde müssen wir uns nur dessen bewusst sein, was möglich ist und in wieweit wir etwas zulassen wollen. Will ich nicht haben, dass man weiß, was ich kaufe, dann darf ich keine Kundenkarte haben, nirgendwo und wenn doch diese nicht einsetzen.

Wäre ich jung, würde ich wahrscheinlich keine haben, aber ich kann mich entscheiden, dass mir persönlich das egal ist, ob wer weiß, was ich in meinem Einkaufswagen habe. Ich habe nichts zu verbergen. Auch, wenn ich mich gerne in den USA aufgehalten habe und das auch in Zukunft tun werde: Trotzdem und dennoch gehört es sich nicht Firmen fremder Länder auszuspionieren und die befreundeter Ländern gleich gar nicht. Es gehört sich nicht befreundete Regierungen auszuspionieren und die Gespräche von Mitgliedern unserer Regierung aufzuzeichnen.  Der ehemalige Botschafter gestern Abend, dass er seinem Präsidenten glaubt, wenn dieser sagt, dass er selbst, nichts davon wusste, dass Frau Merkel abgehört wird. Alle Nachrichten, die man gestern hören und sehen konnte, widersprachen ihm. Guckt der hier keine Nachrichten bevor er in eine Sendung geht, die sich mit diesem Thema beschäftigt?

Wir werden an der Stelle auf den Arm genommen. Kräftig heftig. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass das aufhört, zumal überall zu hören ist, dass wir uns daran gewöhnen müssen, sollten wir in der Abwehrtechnik besser werden, immer einen Schritt schneller sein. Ich wünsche Euch allen diese Woche, dass ihr ein Schritt schneller als Eure Konkurrenten seid, dass ihr eine tolle Woche habt, dass ihr die Erfolge habt, die Euch auf die Wolke des Erfolgs katapultieren: Laßt es Euch gut gehen.

 

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