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Aller guten Dinge …

Aller guten Dinge sind drei sagt der Volksmund. Drei Mal den Jackpot im Lotto knacken, drei Mal Glück im Unglück zu haben, wer träumt nicht davon? Es gibt da aber auch diesen anderen, etwas vermaledeiten Spruch von den drei Würfen. Natürlich würde Herr Hirschhausen, Arzt und – für mich jedenfalls – im wahrsten Sinne des Wortes Komiker, der das auseinanderpflügen und versuchen das Gegenteil zu beweisen. Überzeugen kann er mich nicht.

Ich habe mal ein wenig im Internet gespitzelt, der Spruch kommt, so steht da zu lesen, von der Dreifaltigkeit, davon, dass die Zahl „drei“ im Christentum eine große Rolle spielen würde: die besagte Dreifaltigkeit, die heiligen drei Könige, dann werden die drei Musketiere aufgeführt, allerdings verschließt sich mir, was sie mit dem Christentum zu tun haben, übrigens genauso wie drei Dinge braucht der Mann. Aha! Da sind wir Frauen dann doch nicht so bescheiden, wenn ich sehe, was so in meinem Badezimmerschrank steht um schlecht geschlafene Nächte zu verbergen, dann sind das mehr als drei Dinge braucht die Frau. Ganz so bescheiden sind wir also nicht. Aber ich schweife vom Thema ab.

Da gibt es, wie fast zu jedem Spruch, auch ein Gegenspruch und zwar den von den drei Würfen. Meine Mutter sagte immer, wenn früh am Morgen etwas von einem meiner Geschwister oder mir zerdeppert worden ist, dass dies der erste von drei Würfen sei. Gucken wir wo dies herkommt, dann gegen wir ins Reich der Spiele, zum Beispiel „Mensch ärgere Dich nicht…“, da darf man drei Mal würfeln, wenn keine eigene Spielfigur auf dem Feld ist. Na ja, na gut. Aber eigenartigerweise muss ich immer wenn ein Haushaltsgegenstand oder was auch immer früh am Morgen den Weg zum Fußboden antritt, ohne dass ich das verhindern kann, dort dann zerdeppert automatisch an die drei Würfe. Aber zwei sind noch frei hört sich besser an, als einer verbraucht. Oder?

Letzte Woche habe ich mir einen besonderen Wurf geleistet. Ich habe Kaiserscharren gebacken und weil ich nichts weiter zu tun hatte, habe ich mir ein besonderes Rezept heraus gesucht. Das Rezept ist von Johann Lafer und der Kaiserschmarren schmeckt sehr lecker, hatten wir schon mal, deswegen wusste ich das. Ich also den Schmarren nach Rezept angefertigt, wie vorgegeben in die Pfanne und diese dann in den Backofen. Das geht mit meiner Pfanne ganz gut, weil ich den Griff abmachen kann. Allerdings sollte man das ganz Gewerk abdecken und was mache ich? Ich packe den Deckel auf. Der Ofen war übrigens auf 220° geheizt. Der Griff des Deckels aber nur bis 160° geeignet. Was soll ich sagen? Der Griff schmolz selig dahin, während in der Pfanne der Schmarren gegart hat. Das war an diesem Tag übrigens mein zweiter Wurf gewesen.

Ich habe letzte Woche über die Kundenfreundlichkeit gemeckert, hier nun muss ich sagen, dass ich die Firma angeschrieben und mein Mißgeschick geschildert habe. Ich finde das blöd, wenn ich den ganzen Glasdeckel hätte müllen müssen. Was soll ich sagen? Die Firma Brendes, ich mache ja keine Werbung, schickt mir nun einen Griff, der Temperaturen bis 220° C aushalten kann. Ist das nicht ein Hit?

So betrachtet hätte der dritte Wurf, der sicher gekommen wäre, wäre ich nicht schlafen gegangen, mich nicht schrecken und ich ihn mit Gelassenheit nehmen können. Heute ist Montag, die Woche hat begonnen. Nächste Woche sind n Berlin Herbstferien und wir haben Feiertag, hatten wir lange nicht mehr. Ich wünsche Euch einen tollen Start in diese Woche und vor allem: Laßt es Euch gut gehen.

 

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