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Der Gefallen

Eines Tages, ich war in Twitter unterwegs. Dort bin heute eher selten und sehe nicht gleich, dass ich „angetwittert“ wurde. Das passierte früher ständig und gelegentlich ergaben sich nette Unterhaltungen, sofern diese mit 140 Zeichen überhaupt gelingt. Effektiv unterhalten mit 140 Zeichen, das können übrigens die Twittergirls am besten.  Die sind nicht zu schlagen und ich freue mich, dass ich dazu gehören darf. Aber zurück zu dem anderen Menschen, der mich da angetwittert hatte.

Es kam nach einer Weile zu einem Telefonat in dem er, der Mensch, spielt jetzt keine Rolle, ob Mann oder Frau, mir angeboten hat, dass ich etwas über mich bei ihm einstellen kann. Auf seiner HP, wo er über viele andere Menschen etwas eingestellt hat. Warum nicht, dachte ich. Das war vor ewigen Zeiten, von mir gefühlten ewigen Zeiten. Nun bin ich ein Mensch, der, wenn er jemandem einen Gefallen tut, niemals irgendwann auch einen einfordert. Das würde mir niemals in den Sinn kommen. Vor allem aber würde ich nicht twittern, dass ich A oder B einen Gefallen für umsonst, selbst angeboten und vollkommen freiwillig, getan habe. Das gehört sich gleich drei Mal nicht. Das ist nicht der gute Ton, den ich pflege.

Wie geschrieben, ich bin selten bei Twitter, kaum bei Google, ab und an bei FB, für mehr habe einfach keine Zeit, aber hin und wieder gehe ich eben doch bei Twitter durch, vielleicht ein Mal in der Woche und was lese ich? Eben diesen Tweet: Zahltag ….. Ich ahbe für Dich für OMME und dann ein Link dazu. Ja wo bin ich hier? Ich dachte ich bin im Dschungelcamp gelandet! Das „Omme“ hat er übrigens nur deswegen „für umme“ gemacht, weil er sich ein Folgeauftrag erhofft hat.  Das ist seine Art der Akquise: erst etwas umsonst und dann etwas gegen Cash. Das hat nichts mit Geben und Nehmen zu tun was ich darunter verstehe. Ansonsten gab es da nichts wofür ich zu bezahlen hätte, weil alles andere nur auf „Honorar nach Erfolg“ basiert.

Igendwie hat mich das verkrätzt, das muss sich schon zugeben. Er hätte mir einfach eine Mail schicken können, oder mich anrufen können, aber die Verunglimpfung via Twitter, Google und was weiß ich nicht noch alles, finde ich dann doch zu viel. Da kann ich nicht so einfach weitergehen, denn das wirkt und klingt, als würde ich mich durchs Social Network schmarotzen. Das ist der erste Punkt, es ist einfach kein Geschäftsgebaren Interna irgendwo einzustellen, wo auch immer.

Der zweite Punkt, der mich ärgert, er, der Mensch, ob Mann oder Frau spielt immer noch keine Rolle, weiß, wie oben geschrieben wo er mich finden kann, er hätte einfach eine Mail schicken können, oder anrufen oder was auch immer, aber nicht unter mindestens drei Accounts den gleichen Text zu verbreiten und bei Google öffentlich, mehr oder wenig er darüber zu diskutieren wie das zu werten ist, dass ich geschrieben habe, dass er alles was er getan hat angeboten hat zu tun, ich nicht bei ihm nachgefragt habe. Und die Telefonate, mein Gott, das waren nette Unterhaltungen. Das ist kein einfach guter Ton.

Der dritte Punkt ist der, dass er natürlich mir den Gefallen getan hat, aber er es mir angeboten hat und er die Leistung freiwillig erbracht hat. Er hat das, was ich geschrieben habe einfach mit einem Klick eingestellt, nicht mehr und nicht weniger, er hat mich in keisnter Art und Weise „Pr-mässig“ betreut und die Telefonate waren nette Unterhaltungen gewesen, bis auf die letzten, da habe ich ihm einen Auftrag erteilt und zwar auf Erfolgshonorar. Niemals hat er mir einen Gefallen erbracht, der eine Wiedergutmachung verlangt und schon gar nicht auf diese Art und Weise. Ich finde es unmöglich, ein absolutes „no go!“ wenn man für einen solchen freiwillig erbrachten Gefallen, den man nötig wie ein Loch im Kopf braucht, weil ich damals bei Google ganz oben zu finden war, noch bevor ich bei ihm eingestellt war, eine Art Ableistung erwartet, verlangt und vor allem öffentlich, die deutlich im Ton daneben gegriffen ist. Er hätte es so einfach haben können: anrufen, anfragen, hören ob ich das im Moment leisten kann, oder ob ich mir das Geforderte überhaupt zutraue.

Man twittert, twitterte früher deutlich mehr, knüpft Kontakte und erfährt so von Mittwitterern, dass es seine Masche ist, Gefallen anzubieten und zu leisten, dann zu versuchen, nach dem Gefallen natürlich, einen Auftrag nachzuschieben und so an Land zu ziehen.  Man erfährt natürlich noch mehr von dem ich hier allerdings keine Gebrauch machen werde. Ich finde es sehr schade, dass er diesen Weg gegangen ist. Das sind die weniger schönen Seiten des Social Web, nicht, dass man nicht etwas für einen guten Zweck tun würde, sondern, dass man sich auf diese Art und Weise wehren muss, weil andere nicht in der Lage sind den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und anzufragen, ob man eine Arbeit übernehmen kann, auch wenn man keine Texterin ist.

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