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Die Borgias, der Winter, die Zitrone und das kommende Frühjahr

Ich kann m ich dunkel erinnern, das ist wirklich schon sehr lange her, über die Borgias gelesen zu haben. Ich war noch ganz viele Jahre jünger und fand das sehr interessant. Gestern war der erste Teil über die Borgias im ZDF zu sehen. Nun könnte man sagen ich würde zu den ewig nörgelnden gehören, aber ich kann nichts dazu, es hat mich nicht aus dem Sessel gehoben, sondern, im Gegenteil tief hineingedrückt und mir einen erholsamen Schlaf beschert. Für das ZDF bedeutete der Start der sechst Folgen, dass sie eine Zuschauerbeteiligung von 12,8% hatten, nur Bauer sucht Frau war besser und fuhr den Tagessieg ein.

Allerdings, das was ich gesehen habe, war als Einstieg in das Thema zu bezeichnen. Langer Einstieg, wie ich meine. Dabei kann man sich gut vorstellen, dass dies der katholischen Kirche sicher nicht sehr gut gefällt, beweist es doch, dass das Zölibat damals noch nicht bestanden hat. Intrige und taktieren dagegen schon. Morgen wird der zweite Teil ausgestrahlt werden. Wenn ich zu Hause bin, werde ich ihn mir anschauen und dann entscheiden, ob ich dabei bleiben werde. So ein klein wenig erinnert das auch an die Banken, es geht um Macht, viel Macht, Geld und Einfluss. Heute immer noch, vielleicht mehr denn je.

Übrigens heute ist es wieder soweit: das Zitronenbäumchen wird abgeholt werden. Das eindeutigste Zeichen, dass der Winter naht. Der Winter, der nach einem Sommer kommt, den viele als eher mittelmäßig, denn überwältigend empfunden haben. Dem Bäumchen war das egal, es trägt ganz viele junge Zitronen, die wir, so sagte mir die Gärtnerei am Telefon Ende Januar/Anfang Februar ernten können. Aha. Werden wir tun, denn neben den jungen Früchtchen hat er inzwischen auch wieder Blüten, denen es aber langsam zu kalt wird. So wie mir, wenn ich früh am Morgen rausgehe um zum Beispiel zum Bäcker zu gehen. Mensch ist das kalt. Affenkalt, schweinekalt. Aber wie weiß vielleicht liegt das daran, dass ich im Moment ziemlich müde aufstehe und das obwohl ich relativ früh schlafen gehe, siehe oben.

Aber Ende des Monats wird die Uhr umgestellt, dann bekommen wir die Stunde zurück, die uns im Frühjahr gemopst wird. Übernächstes Wochenende dürfen wir die Uhr umstellen. Während ich mir gut vorstellen kann, dass im Frühjahr einige vergessen ihre Uhr umzustellen, kann ich mir das im Herbst nicht vorstellen. Wer steht schon gerne eine Stunde früher auf? Nicht nur das, wie doof kommt das, wenn man eine Stunde zu früh bei der Arbeit ist, dann am Montag.

Die Zitrone wird abgeholt, es folgen Wochen der Behaglichkeit, des Kerzenlichtes, heißen Tees, Lebkuchen und Spekulatius. In etwas mehr als fünf Wochen, wenn ich richtig gezählt habe, ist der erste Advent. Die Kartons werden vom Boden geholt, die Wohnung weihnachtlich geschmückt. Die Weihnachtsmärkte öffnen, der erste Schnee fällt. Dann wird Weihnachten sein, Besinnlichkeit und Ruhe kehrt in den Stuben ein, außer dort wo eh miese Stimmung herrscht. Die kann einem die tollste Stimmung versemmeln. Egal, Weihnachten ist dann irgendwann vorbei, wir feiern ins neue Jahr, lassen ein paar Raketen steigen, stoßen auf ein erfolgreiches neues Jahr an.

Dann ist schon Januar, ein paar Flocken fallen hie und da immer noch. Dann steigen wir in die wichtigste aller Jahreszeiten ein: es ist Fasching, Karneval wie immer man es nennen möchte und ehe man sich versieht ist schwupps der Straßenkarneval da. Ist dieser dann vorbei, kommt die erste laue Luft, kündigt den nahenden Frühling an. Und dann? Dann kommt die Zitrone wieder und mit ihr der Frühling und der Sommer. Sehr ihr, ist doch gar nicht so schlimm, der Winter.

In diesem Sinn, rüstet Euch und freut Euch auf das nächste Frühjahr.

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