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Donnerstag ist Klatschtag

Wie immer habe ich einige Gazetten für meine Mama gekauft. Was passiert in der Welt da draußen? Damit ihr das nicht tun müsst, hier ein paar Schlagzeilen.

Arnie Schwarzenegger hält sich tapfer in den Schlagzeilen. Heute darf der gehörnte Ehemann, der das Kuckucksei bislang groß gezogen hat zu Wort kommen. Während unter der Woche eine strahlende, zumindest nach außen, Maria Shriver in der Öffentlichkeit zu sehen war, ging Bilder eines schleichenden Arnies um die Welt, der nun sogar – seiner Nerven wegen – eine Arzt konsultieren musste. Na ja, dreizehn Jahre Druck fallen nun von ihm ab.

So ganz will mir das alles nicht einleuchten. Mit Sicherheit wusste Maria Shriver um seine Seitensprünge und blind ist die Frau auch nicht. Ich denke, dass sie mit ihrem Mann ein „Gentleman agreement hatte, dass sie so lange die Füße still hält, bis er nicht mehr Gouverneur ist. Da die Presse ein immer gefräßiges, bereitwilliges Opfer ist, erklärt sich die permanente Präsenz erklären. Jedes Exklusivinterview bringt allen Beteiligten ein paar Dollar. Nur würde ich sagen, nachdem der arme Junge in die Öffentlichkeit gezerrt worden ist, die Hausangestellte dazu, deren Mann nun auch noch etwas dazu sagen durfte, fehlt nur noch Schwarzeneggers Hund und Goldfisch, sofern er einen hat. Es reicht, ausgeschwarzeneggert!

So so im Hause Pitt/Jolie spiele sich zur Zeit ein Eifersuchtsdrama ab, schreibt „die exklusiv“ und wirft dabei einen Blick hinter die Kulissen. Aha! Ein äußert gut gelaunter Brad Pritt verlässt ein Restaurant in Los Angeles in dem er einen Herrenabend mit Freunden verbracht hat, während seine Frau zehntausend Kilometer entfernt in ihrer Funktion als UNO-Botschafterin unterwegs ist. Die Frage wohin er in der Nacht verschwand, ob er zu der ihm nachgesagten Affäre Kathryn Morris entschwand? Keiner weiß es. Bewusst wird verschwiegen wo sich beider Kinder befanden, denn es würde vollkommen unspektakulär klingen würde man schreiben, dass er nach Hause zu seinen Kindern gefahren sei. Nur mal rein hypothetisch gefragt, was wenn die gute Kathryn einfach nur eine gute Freundin ist?

In dieser Gazette ist auch zu lesen, dass der Geiger David Garrett als Kind durch die Hölle ging. Er wuchs als hoch begabtes Geigenkind vollkommen isoliert auf, keine Freunde, kein Bolzen auf dem Fußballplatz, kein in die Schule gehen. Privatunterricht, sieben Stunden pro Tag Geige spielen üben, niemals moderne Musik, nur klassische. Als er siebzehn war floh er aus seinem Elternhaus direkt nach New York. Egal, er hat es geschafft. Aber eins würde mich dann doch interessieren: weshalb kann man ihn im Fernsehen immer nur mit einer Geige auftreten sehen, auch dann, wenn er gar nicht spielt? Geht er auch mit Geige shoppen? Oder wenn er mal mit einer Frau intim ist, nimmt er da die Geige mit?

Die „aktuelle“ beschäftigt sich mit der Frage, ob Monakos Traumhochzeit platzen wird. Man hört, dass das englische Königshaus niemanden zu Hochzeit abordnen wird, da der gute Fürst bei der Hochzeit des Thronfolgers sich erdreistet hat nach der Queen zu kommen. Ich weiß nicht, wann immer ich etwas über den Fürsten von Monaco lese, dann sehe ich Rainier und Gracia, aber nicht Albert, der versucht seiner Farblosigkeit mit allen Mitteln entgegen zu treten. Mal abgesehen davon, dass der Mann selbst nicht mein Typ ist, scheint er auch ansonsten nicht ganz so ideal zu sein. Auf mich macht er den Eindruck als habe der den Charme eines Eisblocks. Irgendwie, tief in meinem Innern drängen sich Gedanken auf, dass die Liaison mit Charlene einzig der Zeugung von Nachwuchs dient, dass das einfach ein Deal ist. Der Glanz Monacos ist unter diesem Regenten dabei zu verblassen. Ganz anders sieht das die „Frau im Spiegel“ hier wird berichtet, dass Charlene Albert verändert hätte und dem Staat neuen Glanz verleiht. Na ja, dann muss sich mal meine Brille putzen gehen, denn ich sehe diesen Glanz jedenfalls nicht.

Shirley MacLaine schreibt ein Buch. Somit reiht auch sie sich in die Reihe der Buchautoren ein. Darin rechnet sie mit ihren Liebhabern ab. Mal ganz ehrlich, wen interessieren die Memoiren der 3.497ten Schauspielerin wirklich noch?  Ich lasse mich nicht weiter darüber aus.

In der „Neuen Post“ lese ich, dass sich Birgit Schrowange sicher ist, dass sie heiraten wird. Mann mit 53 Jahren warum? Mein Gott, Frau, du hast doch alles, warum in Gottes Namen brauchst du einen Trauschein? Es geht auch ohne.

Im Hause Boris Becker knistert es, aber nicht bei Boris sondern bei seinem Sohn Noah. Dieser so ist zu lesen, twittert heftig uns konstant über sein Unglück. War es nicht erst gestern, dass man alle Beckers in Miami gemeinsam am Pool gesehen hat? Ich meine man sollte einen 17jährigen mit seinen Problemen nicht im Regen stehen lassen. Es stellt sich für mich eine vollkommen andere Frage: Boris Becker war gemeinsam mit Steffi Graf das Tennisidol Deutschlands schlechthin. Steffi Graf hat sich ein Leben nach dem Tennis aufgebaut. Boris Becker hat Besenkammern für sich in Beschlag genommen. Er lebt davon Marke zu sein. Füllt das wirklich aus? Macht das wirklich Sinn? Ich vermag es nicht zu beurteilen, das möchte ich auch nicht. Ich wünsche ihm, dass er irgendwo das findet, was er zu suchen scheint.

Das war der Klatsch und Tratsch für diese Woche. Ich wünsche allen ein angenehmes und erholsames Wochenende.

2 Kommentare zu „Donnerstag ist Klatschtag“

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