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Donnerstag – Klatschtag

Ich fange mit dem traurigen Ereignis an: Prinz Friso von Holland ist vor zwei Wochen schon gestorben, diese Woche ist seine Mutter Beatrix auf einem der Cover und in den Gazetten wird über den traurigen Abschied geschrieben. Ich kann nachempfinden wie sehr sie leidet, ahne wie sehr sie das schmerzt, nicht nur mental, denn jede Faser des Körpers einer Mutter schmerzt, wenn ihr Kind geht, egal ob adlig oder nicht, ob reich oder arm, ob prominent oder unbekannt. Eine Frau oder ein Mann verlieren ihren Partner, was schon sehr schmerzlich ist, wenn das passiert, eine Frau, eine Mutter verliert einen Teil von sich selbst, wenn ihr Kind geht. Ich spreche für Euch und für mich: unser Mitgefühl in dieser Zeit ist Beatrix und ihrer Familie sicher.

Auch der Nachwuchs von Königs muss in die Schule gehen. Prinzessin Isabella von Norwegen hat ihren ersten Schultag hinter sich gebracht. Das ist so und hat etwas Beruhigendes, wenn Königs an manchen Stellen auch normale Menschen sind, oder? Ich finde das gut, wenn sie in ganz normale Schulen gehen, zu ganz normalen Kindern. Das ist in bei den meisten europäischen Königs so, die Kinder gehen ganz normal in die Schule, klar mit Bodyguard, aber dennoch. Das wäre in dieser Schule dann der zweite, da Isabellas Bruder dort bereits eingeschult wurde. Also zwei Muskelpakete, die bestaunt werden können.

Es gibt ein Sportler, der eine Wucht ist, der sich nicht verbiegen lässt, der seinen Weg geht, öffentlich dort kritisiert, wo es angebracht ist, niemals leise ist, wenn etwas nicht passt, der seine Leistung abrufen kann, wenn das sein muss, der Weltmeister ist, aber warum in Gottes Namen reißt der sich immer das Trikot vom Leib? So schön, dass Frau das haben muss, ist er nun auch wieder nicht. Oder darf man das angesichts dieses Mannes, ich meine Robert Hartig, nicht so sagen? Ich meine doch. Mann, lass‘ doch Dein Trikot heil, das steht Dir viel besser als ohne.

Mette Marit war Cover-Girl. Früher? Nein, die Tage erst, genau passend zu ihrem 40. Geburtstag. Cover-Girl … blöder Ausdruck, vor allem dann, wenn es sich um eine gestandene Frau in ihrem Alter handelt. Cover-Girl tztztz… Außerdem war das nicht der Playboy sondern die ELLE, die das Foto abgedruckt hat. Sieht gut aus die Frau und im Moment wirkt sie etwas zufriedener, scheinbar muss sie von Zeit zu Zeit eine Auszeit haben. Zeit für sich ohne Zwänge ohne Protokoll um auftanken zu können. Habt ihr das Cover gesehen? Sie sieht wirklich sehr gut darauf aus.

Nun doch: Christian Wulff wird angeklagt wegen schlappen 750 Euro und ein paar Zerquetschten, eher an die 800 Euro. Das ist übrig geblieben von all den voluminösen Vorwürfen. Natürlich ist das  viel Geld für uns Normalverbraucher, das ist die halbe Miete (ich meine damit nicht die Miete für eine Wohnung, sondern diese eine besondere Ausdrucksweise, wenn man die Hälfte für was auch immer schon in der Tasche hat) für einen ganzen Monat, in der Relation des ursprünglichen Vorwurfs der Bestechlichkeit, glaube ich eher nicht, da ging es um ganz andere Summen. Groenewold ist der Gegenpart ist der, der gegeben und genommen haben soll. Beide werden sagen, dass dieses Geld bar zurück bezahlt wurde und beide das sagen, er und Groenewold, es wurde zurück bezahlt. Cash. Bar auf die Hand. Wer will das Gegenteil beweisen? Bitte, das ist so lächerlich, sorry. Sich für diesen, im Grunde für diesen Vorwurf, geradezu lächerlichen Betrag der Gefahr einer Verurteilung auszusetzen. Das kann ich mir nicht vorstellen, zumal beide es abgelehnt haben, dass sie gegen die Zahlung eines Strafbefehls um einen Prozeß herum kommen werden. Das zeigt doch den Weg auf, den beide in einem Prozeß gehen werden. Wir werden es erfahren.

Florian Silbereisens Musik ist nicht so ganz meine Welt, um nicht zu sagen gar nicht. Eine Gazette hat nun enormes Mitleid mit ihm entwickelt ist er doch gerade auf dem Weg in den Beliebtheitskeller. Sie schreiben er werde gedemütigt und fragen wie lange er das noch aushalten kann. Soll erhalt aufhören, sich zurück ziehen, dann kann ihm das nicht passieren. Was ist passiert? Er ist nur auf Platz 20 der attraktivsten Moderatoren gelandet und wurde obendrein im Internet von 1000 Usern zum nervigsten und selbstverliebtesten Fernsehgesicht gewählt. Muss was dran sein, oder? Dieses Blatt aber meint, das sei eine Frechheit. Ist es das? Na ich weiß nicht. Da ich mir seine Sendungen nicht anschaue, weiß ich nicht ob er selbstverliebt und nervig ist, aber gelegentlich geht ein Stern auch mal unter, verglüht in den Weiten des Alls. Kann passieren, ist nicht schlimm, er sollte ausgesorgt haben.

Wer immer mal wieder in den Schlagzeilen auftaucht ist das spanische Thronfolgerpaar Letizia und Felipe. Jede Geste wird genau beobachtet, jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, jeder Gesichtsausdruck gedeutet, jedes Naserümpfen als mittelschwere Grippe ausgelegt, es wird interpretiert, gedeutet, fehlgedeutet. Dann wird spekuliert, geschieden, versöhnt, zerrüttet und wieder zusammen gefügt. Bei Königs mehr noch als bei Prominenten. Warum eigentlich? Weil sich das natürlich besser verkaufen lässt, als die pure Normalität. Das spanische Thronfolgerpaar kommt gleich hinter oder vor dem Fürstenpaar von Monaco. Das kann man sich aussuchen. Das nervt irgendwie schon und mir tun diese Menschen sehr leid, die sich nicht miteinander auseinander setzen dürfen, wenn es nötig ist. In jeder Beziehung knatscht das mal.

Gucken wir in die Kochtöpfe: Es gibt Landküche in dieser Woche. Obwohl ich könnte auch einige leckere Gerichte aus Griechenland nennen, aber bleiben wir bei der Landküche: Tante Lottes Hackbraten, gebratener Tafelspitz, bunte Gemüsesuppe, Apfel-Milchreis, Würzfleisch im Glas, Tomatenschnitten, Bohnenpfanne u.v.m. Inzwischen gibt es eindeutige Anzeichen, dass der Herbst kommen mag. Die Zugvögel sind abgedampft, die Felder sind abgemäht, das Grün der Pflanzen verliert gerade seine Leuchtkraft, die Tage werden kürzer, die Abende und der Morgen deutlich kühler. Nun denn, dann rüsten wir uns mal, richten uns darauf ein, bei der Currywurst an der Ecke kalte Füße zu bekommen. Trotzdem einfach raus gehen, die Restwärme draußen noch genießen: Laßt es Euch gut gehen!

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