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Donnerstag – Klatschtag

Woche um Woche geht ist Land. Bald ist, man traut sich das gar nicht zu schreiben, Weihnachten. Das geht jetzt ruckzuck und die Adventszeit ist gelaufen, die gebackenen Plätzchen schon fast gegessen. Apropos gegessen, ich meine das natürlich im übertragenen Sinn, das für mich dieser Tage die schärfste Meldung. Da tat der Chefredakteur der BILD-Zeitung kund, dass der Prozess gegen Wulff unnötig ist, nicht hätte sein müssen. Aha, ich frage mich, woher diese Weisheit am Tag vor dem Prozess so plötzlich kam.

Auf einer der Gazetten ist das Ex-Ehepaar Wulff zu sehen, nur um bei dem Fall zu bleiben, in weiß geschrieben: „Er leidet“ mit roten Lettern darunter „Sie feiert!“. Ich weiß nicht, aber inzwischen sollte in der allerletzten Ecke angekommen sein, dass das Paar getrennt ist, geschieden sogar wohl auch, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Was soll sie machen? Ihr eigenes Leben nicht leben? Keine Party feiern? Quatsch! Sie geht ihren Weg, er den seinen, ob die Ehe am Verlust seines Amtes gescheitet war, oder schon vorher bei der Annahme von Amt und Würden, das wissen wir nicht. Auf der anderen Seite könnte man sie einfach in Ruhe lassen und ihn auch. Objektive Berichterstattung reicht vollkommen aus.

Auch ein beliebtes Thema in dieser Woche, auch in den TV-Magazinen: Wo wird das Baby der Prinzessin Madeleine geboren werden. Man munkelt, dass es darüber leichte Differenzen geben würde. Baby-Mama soll in New York bleiben wollen, der Rest der königlichen Familie möchte, dass es in heimatlichen Gefilden das Licht der Welt erblickt. Wie wäre es mittig, im Flieger auf dem Weg von … nach, je nachdem von wo aus die Maschine gestartet ist. Wäre zwar ein wenig anstrengend und die Maschine müsste eventuell einige Male hin- und herfliegen, bis das so weit ist.

Bleiben wir beim Thema „ein Baby bekommen“: Magdalena Neuner, wir erinnern uns, die Biathletin der Nation schlechthin, die Strahlefrau dieses Sports, das Vorzeige-Ass, eine absolute Sympathieträgerin bekommt im kommenden Frühjahr ein Baby. Eine, wie ich meine sehr schlaue junge Frau, die auf dem absoluten Höhepunkt ihrer Karriere die Skier in die Ecke gestellt hat, zu einem Moment, da sie für sich selbst entschieden hat, dass da nichts mehr zu holen ist, dass ihr umgekehrt ihr Sport nichts mehr gibt. Sie hat alles richtig gemacht, sicher erkannt, dass sie ihren Zenit erreicht hatte, hat gemerkt, dass da nicht mehr kommen kann als das, was sie bereits erreicht hat. Dann ist aus dem Biathlon-Zirkus ausgestiegen. Nun wird sie Mama werden. Das freut mich sehr für sie und ich wünsche ihr alles Gute.

Lady Gaga. Hmm. Eine Showfrau, ohne Frage. Aber heute habe ich ein Bild gesehen, da frage ich mich muss man so viel Lady Gaga sein, um so auszusehen? Sie war natürlich darauf perfekt gestylt, aber wer ist sie überhaupt? Ich meine nicht die Künstlerin, sondern die Frau, den Menschen hinter dieser Fassade. Ich fühle sie irgendwie einsam, isoliert in ihrer ständigen Schminke. Sie hat riesige Erfolge, keine Frage, mag sie das haben, aber ich würde gerne mit der ungeschminkten, der unverfälschten Frau einen Cappuccino trinken gehen, um zu sehen wer sich hinter dieser Maske verbirgt. Geschminkt und verrückt interessiert sie mich überhaupt nicht.

Es werden Plätzchen gebacken, sagte ich das nicht schon? Doch eingangs erwähnte ich, dass es bald so weit ist. Ich biete Tiramisu Monde, Cranberry Plätzchen, Mandel-Stangen, Mohnschnecken, Lebkucken-Schnitten, Schnelle Lebkuchen, Glühwein-Spitzbuben, Amarettis u.v.m. Welche Plätzchen backt ihr so? Das würde mich schon interessieren. Ich mache Standardwerke: Kalter Affe, Buttergebäck, Spritzgebäck, Marzipan-Kokosmakronen, Wolfszähne habe ich schon gemacht, einen Stollen auch.

Dichter Nebel liegt über Berlin, der November macht heute seinem Namen alle Ehren. Aber ich habe gehört, dass der Winter Einzug halten soll, doch noch etwas zu früh, um an weiße Weihnachten zu denken. Wenn das jetzt schneit, dann laufen wir Gefahr, dass der Schnee dann weg ist und es so warm werden wird, dass wir unter Palmen feiern können. Aber was soll ich sagen? Wir müssen es nehmen wie es kommt. Trotzdem kann man rausgehen, einen kurzen Spaziergang machen, abschalten, relaxen, die Gedanken frei laufen. Das kommt gut, da fällt für eine Zeit alles ab und wenn man zurück ist, dann kann man frisch und frei weg arbeiten. Unser Markt hat auch schon geschlossen und Platz für den Weihnachtsmarkt gemacht. Ich freue mich in diesem Jahr auf die Märkte wie schon lange nicht mehr. Freut Euch mit mir und: Laßt es Euch gut gehen!

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