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Donnerstag – Klatschtag

Es ist wieder Donnerstag, das Jahr nähert sich seinem Ende, noch etwas mehr als einen Monat, dann ist das  erledigt, abgehakt, vorbei. Zeit sich zu überlegen, was man sich im kommenden Jahr vornehmen will? Nein, besser nicht, ich mache das seit Jahren nicht und fahre sehr gut damit. Heute fange ich mal ganz ungewöhnlich und eröffne diesen Klatschtag mit einem Generationswechsel, der, wie ich meine, gerade in Berlin stattfindet ohne Krieg, ohne böses Wort wie mir scheint, sondern ruhig und nahtlos.

Generationenwechsel, den gibt es nicht nur in Königshäusern, sondern überall, in der Politik genauso wie bei Sängern, Schauspielern, in der Gastronomie, überall. Das liegt in der Natur der Sache und das ist auch gut so. Ein solcher Generationenwechsel der passt. Hier in Berlin bahnt sich gerade einer an. Was geschieht mit seinem Imperium, wenn ein König abtritt? Normalerweise übernimmt dies der Thronfolger und zwar mit allem Drum und Dran. Was, wenn der kommende König ein eigenes aufgebaut hat? Geht das alte Königreich dann sang und klanglos unter? Jeder im Land kennt Udo Walz. Er hat ein kleines Imperium aufgebaut, ist beliebt bei seinen Kundinnen, bei der Presse, einfach überall. Er wird für seinen Humor und seine Verschwiegenheit geschätzt und für das, was er geschaffen hat. Er ist 1944 geboren, hat das Rentenalter erreicht, was nichts zu sagen haben muss, denn seine Arbeit macht ihm Spaß, der Umgang mit seinen Kunden und und und. Dennoch steht da einer anderer längst schon in den Startlöchern: Shan Rahimkhan. Das ist derzeit der „Überfriseur“ mit prominenter Kundschaft ohne Ende. Er geht in seinen Salons den Weg neue Konzepte, weg von dem „Nur-Frisur-und-Kosmetik“ hin zu dem Laden, der auch kulinarisch überzeugt, denn so ein Besuch beim Friseur, jede Frau weiß das, kann sich enorm in die Länge ziehen und nix ist unerträglicher als Frau, wenn sie Hunger hat. Ich war nie bei Udo Walz und nicht bei Shan Rahimkhan, betrachte das nur von außen.  Ich habe meinen Friseur, schon seit ewigen Jahren. Das Konzept des Herrn Rahimkhan reizt mich durchaus. Aber mit welcher Begründung? Haare machen lassen? Ich bin zufrieden wie sie sind, zur Kosmetik gehen? Kommt doof mit Gurkenscheiben auf den Augen, nach dem Salat zu picken. Maniküre machen lassen? Noch nicht getrockneter Lack erschwert die Nahrungsaufnahme ungemein, zumal ich die Lackierung mit Schellack, der schnell trocknet, nicht mag, da es unendlich viel Zeit in Anspruch nimmt, diesen bei mir wieder zu entfernen, weil meine Nägel diese Art der Nagelverschönerung krampfhaft festzuhalten scheinen. Welchen Grund hätte ich also dorthin zu gehen, mal neugierig zu gucken, die Genüsse zu genießen, zufrieden wieder abzuziehen und hier darüber zu schreiben, wen ich wie gesehen… Halt! Stopp! Niemals! An dieser Stelle hakt dieser Blog nicht ein, klinkt sich aus, respektiert die Privatsphäre derer, die das zu schätzen wissen. Ich denke also weiter darüber nach wie ich das anstellen kann, sollte ich das je geschafft haben, dann logisch werde ich Euch daran teilhaben lassen. Der eine König geht, es lebe der neue König.

Es weihnachtet sehr, seit dieser Woche sind in Berlin einige Weihnachtsmärkte geöffnet. Da wir in der Weihnachtszeit sind, möchte ich mit den Baby-Gerüchten von all überall schreiben. Da gibt es ein Gerücht, dass Königin Maxima Nachwuchs erwarten würde. Nach drei Mädchen, so kann man lesen, sei es ein offenes Geheimnis, dass das Paar sich einen Jungen wünscht. Da aber in dieser Beziehung das Leben kein Wunschkonzert ist, muss man nehmen, was das kommt, auch Königs und ich kann mich dunkel erinnern, dass ich Ähnliches vor Monaten schon mal geschrieben habe und dieses Gerüchtekind längst schon geboren sein müsste.

Das monegassische Paar habe am Nationalfeiertag Monacos gemeinsam gestrahlt wie noch nie. Natürlich gibt das Anlass für Spekulationen, ob die Fürstin endlich schwanger ist. Wir erinnern uns, kaum ein Regentenpaar stand seit seiner Hochzeit so im Fokus der Öffentlichkeit wie das Fürstenpaar aus Monaco. Das englische Paar, Kate und William, hatten es hier deutlich besser, sie wurden wohl gezeigt, aber es wurde nicht jeder Blick, jede Mimik gezeigt. Nun wird eine strahlende Fürstin gezeigt, was in der Tat Anlass zu diesen Spekulationen geben kann. Wir kennen das alle, wenn die Spekulationen wild beginnen, da wird jede Bewegung, jedes etwas weiter Kleidungsstück in Richtung Baby oder nicht mit argwöhnischem Blick verfolgt, weil jede Gazette lange vor der anderen, auch wenn sie aus dem gleichen Haus sind, diese Neuigkeit als erste drucken möchte.

Aufregung um ein Familienporträt im Königshaus von Dänemark. Ich kann diese Aufregung nachvollziehen und frage mich ob der Maler, der das Bild geschaffen hat, des Schriftstellers Stephen Kings größter Fan ist. Das Bild könnte gut und gerne ein Plakat für den Film „Es“ sein. Es wirkt furchterregend, abstrus, unwirklich, skurril, wie so ein Plakat eben aussehen kann. Nach der öffentlichen Ausstellung nimmt die Königin von Dänemark das Bild mit nach Schloss Fredensborg und mottet es dort hoffentlich in der hintersten Ecke ein. Es soll in den gelben Salon aufgehängt werden. Gab es nicht mal einen Western „Hängt in höher!“ oder so? In diesem Fall würde ich sagen, hängt die Rückseite nach vorne, das ist bestimmt besser.

Manchmal fragt man sich wie die Presse Wind davon bekommt, wer gerade wo ist und vor allem mit wem. Einmal, das wissen wir alle gibt es diese kleinen Dinger, diese da mit denen man Bilder machen und diese gleich versenden kann. Andere Bilder entstehen weil die Abgelichteten sich mit der Presse eingelassen und das abgesprochen haben. Hier unterscheidet sich die A, B-, C- und mehr Prominent. Die A-Prominenz, das ist die, die wir gar nicht kennen, die so weit ab von jeder Presse lebt, dass da nix an die Öffentlichkeit dringt, absolut gar nix. Dann kommt die B-Prominenz, die gelegentlich und immer dann, wenn sie ein Projekt, einen Film, eine CD, ein Buch oder was auch immer bewerben wollen. Dann tauchen sie für ein paar Wochen auf, um danach, wenn die Sache läuft gleich wieder abzutauchen. Das ist gesteuert, was da an Infos rüber kommt und die lassen nur das zu, was sie wollen. Die nächste Kategorie braucht die Presse, um nicht in Vergessenheit zu geraten, beordert sie an viele zufällige Plätze, um dort die „heimlichen“ Bilder machen zu lassen, die heimliche bezeugen, dass sie heimlich wo auch immer sind, gewesen waren. Die nächste Prominenzstufe, das ist dann die, die sich selbst verkauft, mit Haut und Haar, wobei es immer Abstufungen gibt und manchmal wird man diese Geister, die man rief, nicht mehr los. So erklären sich die manchmal sehr „geheimen Bilder“, die geschossen werden und genau so erklären sich die kleinen, veröffentlichen „Geheimnisse“, die längst schon keine mehr sind, erscheinen sie in den Gazetten. So ist das eben. Deswegen erfahren wir immer das, was wir erfahren sollen, auch das, was supergalaktisch geheim ist.

So sind heimlich Bilder von Oliver Pocher, kennt doch jeder und wer ihn nicht kennt, der hat nix versäumt, und der Tennisspielerin Sabine Lisicki aufgenommen und gezeigt worden. Die beiden sollen ein Paar sein. Hmmm… was hat dieser kleine Mann, dass Frauen sich in ihn verlieben? Ist er ohne Kamera ein stinknormaler, liebenswerter Mensch? Und wenn ja, warum versteckt er das und zeigt sich immer krätzig? Das kann ich nicht nachvollziehen, dass er sich so zum Olm macht, selbst wohlbemerkt, da müssen andere gar nichts dazu tun. Seine Scherze unter der Gürtellinie hat er sich mit ihnen übernommen? Keine Ahnung. Bleibt die Frage, was diese hübsche, junge Frau an ihm findet, denn eins kann man nicht unbedingt sagen, dass er eine große Nase hat.

Wir backen und vertilgen diese Woche die Festtags-Torten, schließlich muss alles was aus der Küche geht getestet sein. Der Rezeptteil gibt jede Menge Festtagstorten her: Orangen-Joghurt-Torte, Nugat-Torte, Pralinen-Torte, Mandeltorte, Punsch-Torte, Winterapfel-Torte u.v.m. Kekse, Kuchen, Weihnachtsmärkte, all das tut der Waage nicht gut und der Rock, den man zu Weihnachten tragen möchte, könnte kneifen. Aber egal, Weihnachten ist nur ein Mal im Jahr und während der restlichen Zeit wird Gelegenheit genug sein, diese Pfunde wieder los zu werden auf das die nächsten Platz nehmen können. Wurscht egal genießt die Zeit: Laßt es Euch gut gehen!

 

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