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Donnerstag – Klatschtag

Unglaublich wie die Zeit im Moment auf und davon rast. Da ist eine Woche nichts, absolut gar nichts und ehe ich mich eben mal umgedreht habe, ist schon wieder Klatschtag. Es gäbe jede Menge zu schreiben über zum Bespiel das Dschungelcamp, aber das ist nicht meine Welt und wenn ich insgesamt mal zehn Minuten gesehen habe, dann ist das viel. Mir scheint da ein bestimmtes Gen zu fehlen, das man haben muss, damit man da teilnehmen kann, darf oder geradezu muss, oder auch das, dass es mir auch nur im Ansatz Spaß machen könnte, mir das anzuschauen. Allerdings darf man den Aufenthalt in diesem Camp nicht unterschätzen.

Eins ist korrekt und Désirée Nick brachte das auf den Punkt: nirgendwo hast du 24 Stunden Publicity am Stück. Nun denn, wer das braucht, der soll das haben. Bleibt die Frage wie dauerhaft ist diese Art der Publicity und wie gut muss man sein, damit man wirklich Nutzen daraus ziehen kann? Zu allem Elend hat DSDS auch wieder angefangen, auch so eine Sendung, auf die ich gerne verzichten kann. Nicht, dass sich da manche zum Olm machen, nein, das ist es nicht und ich meine, dass heute jeder Mensch wissen muss, was ihm da passieren kann. Mir war der menschliche Umgang einfach nicht, war zu rüde, zu respektlos. Wenn da ein Bohlen, der durchaus einen gewissen Vorbildcharakter hat, auf tiefstem Niveau mit Menschen umgeht, muss man sich dann wundern, wenn das auf die Straße getragen und dort wiederholt wird.

Entgegen sonstiger Gewohnheiten möchte ich heute auf eine weitere Fernsehsendung eingehen, deren Anfang ich gestern gesehen habe: Markus Lanz. Wenn noch eine Weile hin ist, dann wird diese Sendung irgendwann nachts ausgestrahlt werden. Warum geht das nicht früher? Ein Gast, der, wie so viele vor ihm schon, auch sein Buch vorstellen durfte, hat mich für eine Weile länger am Fernseher festgehalten als das geplant war.  Der Gast war Ben Tewag, Sohn von Uschi Glas, der über seine Zeit im Gefängnis ein bemerkenswertes Buch geschrieben hat. Ich habe mir das Interview angehört und muss sagen, dass mich der junge Mann da durchaus überrascht hat. Kaum zu glauben, dass er so entgleist war, dass es für die Justiz keinen anderen Weg gab, als ihn für eine Zeit wegzusperren. Bleibt zu wünschen, dass die Nachhaltigkeit bis ans Ende seiner Tage bestehen bleibt. Zu erwähnen, ich habe auch Bücher geschrieben, ich muss auch mal Eigenwerbung machen. So nun wird aber getratscht.

Heute beginne ich mit Charlotte Casiraghi, der Tochter von Prinzessin Caroline von Hannover, geb. Prinzessin von Monaco. Es wurde zur Jagd geblasen, gleich von zwei Zeitungen und zwar „die aktuelle“ und die „Neue Post“. Beiden Gazetten ist es das Cover wert, darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich, wie einst ihre Mutter, in einen deutlich älteren Mann mit zwielichtigem Ruf verliebt habe. Je weniger Aufmerksamkeit, desto eher ist das vielleicht wieder vorbei, oder auch nicht. Bin ich gespannt wie das weiter gehen wird? Nein, ich neige eher dazu sie in Frieden zu lassen, fürchte aber, dass dieses Thema in nächster Zeit häufiger in den Gazetten erscheinen wird.   

Die „Neue Post“ berichtet über eine total ausgezehrte, müde und unglückliche erscheinende Heidi Klum. Sieht schon ein bisschen aus wie Frau Normalo von nebenan und auf die Vierzig zugehend, dabei Mutter von vier Kindern sein. Klingt das hämisch? Nein, das soll es nicht. Die Frau ist Geschäftsfrau, managt ihre Firma, ihre Auftritte und die Familie, natürlich mit freundlicher Unterstützung bezahlter Kräfte. Man munkelt es würde in ihrer Ehe kriseln, wir wissen es nicht, aber wie gut, dass diese Frau auch Mensch ist und man das sogar sehen kann.  Auch sie hat das Recht mal müde auszusehen, ungeschminkt auf die Straße zu gehen und dass ihr ansonsten gerade mal egal ist, wer sie so sieht. Bei allem zu viel an Klum, ich wünsche ihr, dass sie alles im Griff behält.

Prinzessin Katherine, die Frau von Prinz William feierte ihren 30. Geburtstag. Angeblich sei an diesem Tag durchgesickert, dass sie schwanger sei. Aber mal ehrlich mir kommt das vor, als schreibe ich das jede Woche, dass man darauf warte, dass nun endlich vom Hof die offizielle Bestätigung erfolgt. Das Paar lebt gelegentlich abgelegen in diesem kleinen Haus, kaufen in dem örtlichen Supermarkt ein, und scheinen sich dort, fernab allen Rummels recht wohl zu fühlen. Warum sollen sie das aufgeben? Das wäre letztendlich die Folge einer Schwangerschaft, die Flitterwochen wären dann endgültig vorbei. Ich würde mir das in dem Fall dann schon überlegen, auch wenn es langsam Zeit wird, dass solche Neuigkeiten die Presse beherrschen.

KT zu Guttenberg scheint an seiner Rückkehr nach Deutschland zu basteln, nachdem er, mit Sack und Pack und Familie in die USA gezogen ist. Auch wenn ich für ihn gewesen war, muss ich heute fragen weshalb bleibt er nicht dort, wo er gerade ist? Die „Frau im Spiegel“ zeigt ein Bild des Haus in dem die zu Guttenbergs derzeit leben. Nicht schlecht. Da wir hier, weil das dort niemand wirklich interessiert, eher wenig darüber lesen würden, welchen beruflichen Aktivitäten der Baron nachgeht, muss man die hiesige Presse regelmäßig damit füttern. Eine Information hier, eine da, etwas Spekulation hier und da auch. Ich weiß gar nicht, ob ich ihn wirklich zurück haben will, als Politiker, das Szenario, das wir seinerzeit um ihn erlebt haben, das, was wir gerade um Wulff erleben … ehrlich müssen wir solche Politiker haben? Haben wir keine anderen? Wo sind die, die nie einen Upgrade hatten, nie einen VIP-Vorteilsbonus, einen Urlaub bei, mit oder ohne Freunde gemacht haben, nie etwas plagiatiert haben, nie einen Fehler gemacht haben?  Wo sind die ehrlichen Männer und Frauen, die immer gleich etwas zugeben, die ehrlichen Journalisten, deren Abrechnungen immer stimmen, die selbst nie upgegradet wurden und die niemals Journalistenrabatte in Anspruch genommen haben? Ich brauche sie alle nicht, weder die auf der einen, noch die auf der anderen Seite, einzig die Frage bleibt, wer bleibt da noch? Wenden wir uns Erfreulicherem zu.

Das Fürstenpaar von Monaco macht Urlaub in der Karibik. Scheinbar unbeobachtet turteln sie, spielen, albern herum und sofern diese Bilder nicht mit Erlaubnis gemacht wurden, sondern wirklich ohne, dass die beiden das mitbekommen haben, dann sind das gute Bilder für ein Paar auf richtigem Weg. Sollten die Bilder bewusst gemacht worden sein, mit Erlaubnis, dann haben sie trotzdem etwas Unbeschwertes, Unbedarftes, auch ein Paar auf dem richtigen Weg. Und wir haben noch eine Schwangerschaft auf deren Verkündung wir warten dürfen.

Die „Freizeit Revue“ berichtet darüber, dass Thomas Gottschalk einen Cousin in Polen leben hat. Natürlich, wie nicht anders zu erwarten, ist dieser verarmt. Jeder Künstler muss wohl einen verarmten Verwandten haben, über den berichtet werden muss, der versucht mit dem Prominenten Kontakt aufzunehmen, vielleicht sogar versucht ein wenig davon zu partizipieren. Nun also Thomas Gottschalk. Wir dürfen gespannt sein, wer als nächstes mit einer solchen Geschichte in der Gazette erscheint. Muss das sein, dass nur weil der prominente Cousin Thomas Gottschalk ist, wir alle darauf warten, dass dieser nun mit wehenden Fahnen zu seinem Cousin läuft, den er noch nicht mal kennt? Wenn er das Bedürfnis hat dies zu tun, dann wird er es tun und ob wir Zaungäste dieser Begegnung sein dürfen, werden wir sehen, je nach dem welche Presse der Entertainer gerade braucht.

In dieser Gazette ist diese Woche das Bild der jetzt 11jährigen Tochter von Boris Becker. Klar hat sie Brüder, klar weiß sie das. Dabei ist sie bei diesen Familientreffen nie oder eher selten. Zugegeben, es mag ja ein nettes Mädchen sein, aber optisch gesehen hat Boris Becker ihr nicht gerade die besten Gene überlassen. Aber wer weiß, vielleicht wird sie eine kleine Schönheit sein, wenn sie erwachsen ist, zurecht gemacht und geschminkt ist. Zwangsläufig mag man an das Märchen des hässlichen Entleins denken, das zu einem stolzen Schwan herangewachsen war. Es gibt so manche Schauspielerin, die man in abgeschminkten Zustand eher die Wäsche in die Besenkammer sortieren lassen, denn zum Kaffee einladen würde. Ich bin mir nicht sicher, aber als Mutter von Noah und Elias würde ich das Mädchen, dessen Entstehung das Aus meiner Ehe bedeutet hatte, nicht gerne in mein Haus lassen. Diese Seite darf man bei der Betrachtung auch nicht außer Acht lassen. Ob und wie Boris als Vater Kontakt zu seiner Tochter hat? Keine Ahnung, darüber habe ich bislang auch noch nicht so viel lesen können. Zu sehen ist er jedenfalls nicht allzu oft mit ihr. Im Grunde irgendwie schon schade, denn er kann das drehen und wenden wie er will, er ist nun mal der Vater dieses Kindes, leugnen kann er das nicht.

Packen wir diese Woche alles, was deftig ist, in den Topf und schauen, was dann dabei rauskommt. Sauerkraut, Schweinshaxe, Spanferkel, Alpenpizza und Käsesuppe, nur um mal ein paar wenige Beispiele zu nennen, werden im Rezeptteil der „Freizeit Revue“ angeboten. Da bleibt mir nur noch „Guten Appetit!“ zu wünschen.  

Es scheint doch noch ein wenig Winter zu kommen, Regen gemischt mit Schneeflocken ist angekündigt. Kein Wetter für draußen, aber was will man machen, ab und an muss man auch mal raus, obwohl sich dafür nun anbietet die Gefriertruhe nicht nur leer zu essen, sondern auch gleich abzutauen und das zu entsorgen, das man da ganz unten drin längst schon vergessen hat. In diesem Sinn guckt mal, was da alles drin ist, ihr werdet staunen. Wir sind mit dem Thema bald durch und haben fast alles aufgebraucht. In diesem Sinn lasst es Euch gut gehen.

 

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