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Donnerstag – Klatschtag

Ich fange heute etwas nachdenklicher an, als man das gewöhnt ist, aber der Tod des 25jährigen Morosini, der während eines Profi-Fußballspiels zusammenbrach und auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben ist, stimmt mich nachdenklich und ich frage nach der Verantwortung. Ist eigentlich nicht mein Ding, immer gleich nach den Verantwortlichen zu rufen, weil jeder Mensch für sich selbst die Verantwortung trägt, aber es ist nicht der erste junge Fußballer in letzter Zeit, der auf dem Spielfeld zusammengebrochen ist. Warum?

Warum, das wird auch seine Familie fragen. Was ist passiert. Sind wir ehrlich Profisport ist moderne Sklaverei für sehr viel Geld und wir sind die johlenden Zuschauer, die immer mehr erwarten, schneller, höher, weiter. Für wie viel Geld ist Morosini gestorben, 1, 2 oder 3 Millionen Euro im Jahr oder gar mehr? Verkaufen Sportler nicht nur ihre Leistung, sondern auch sich selbst. Um so bewundernswerter ist es, wenn eine junge Frau wie Magdalena Neuner sagt: „Stopp!“, „Niet!“, bis hier her und nicht weiter. Es kann und darf nicht passieren, dass junge Menschen Opfer ihres Sports werden, einfach so zusammenbrechen, Herzinfarkte erleiden, weil auf ihre Gesundheit keine Rücksicht genommen wird. Fragt seine Mama und ihr werdet verstehen.

Die holländische Königsfamilie hofft, dass Johan Friso, der Sohn von Königin Beatrix doch eine Chance hat wieder aufzuwachen, nachdem er leise, ganz sachte Reaktionen zeigt. Es schön zu lesen, dass die Familie die Hoffnung nicht aufgibt.

Boris Becker, zu sehen mit seinem jüngsten Sproß in einem Pool in Miami, zeigt die „Neue Post“. Entspannt, lachend, mit dem kleinen Kerl Blödsinn machend. Die letzten Wochen waren nicht einfach für Boris Becker, der in die Schlagzeilen geraten ist: Geldprobleme, Eheprobleme und halt das ganze Programm, wobei ich keine Ahnung habe, ob er wirklich Geldprobleme hat. Eheprobleme schon eher, denn das Paar trägt ihren Streit gelegentlich öffentlich aus. Dumm gelaufen würde ich mal sagen. Auf der anderen Seite kann ich mir vorstellen, dass sich Geldprobleme einschleichen können und ich frage mich, ob er wirklich so viele Einnahmequellen wie Ausgabequellen hat. Gut er hat als Tennisspieler gut verdient, auch die Werbeverträge waren gut, dann wurde er geschieden, hat eine uneheliche Tochter, musste da auch löhnen und tut das wohl immer noch. Klar bekommt er für jedes Event zu dem er eingeladen wird auch Geld. Aber ich bezweifle, dass sein Marktwert noch hoch ist, da sind inzwischen viele andere Gesichter auf dem Markt. Ich kann mir vorstellen, dass er auf einem schmalen Grat wandelt, denn außer seinem Namen als Marke hat nichts, das er anbieten kann.

Heidi Klum und Seal, das werden wir in den kommenden Wochen und Monaten noch häufiger in der Presse finden. Das ist zur Zeit in gefundenes Fressen sowohl für die BILD-Zeitung als auch für die Yellow Press. Fakt ist, das sie die Scheidung eingereicht hat und auch er seine Forderungen bei Gericht vorgelegt hat. Bislang fand ich es gut, dass in der Öffentlichkeit ihre Wäsche, ob dunkelschmutzig oder hellweiß, nicht gewaschen wurde. Ich hoffe, vor allem für die Kinder, dass das so bleibt. Und mal nachgefragt: interessiert Euch wer wie viel oder nicht bekommt?

Der Fürst von Monaco als Abenteurer zeigt „die aktuelle“ und fragt wie Charlene das wohl findet. Schätze mal, dass sie sich köstlich darüber amüsiert hat, als sie diese Bilder ihres Mannes gesehen hat. Mal etwas anderes als strenges Hofprotokoll, dem ich ständig versuchen würde zu entfliehen. Recht hat er, soll er sein Leben zwischen seinen Pflichten genießen!

Oh mein Gott, nicht nur Bettina Wulff schreibt ein Buch über ihre Zeit in Bellevue, sondern Christian Wulff auch. Manchmal wäre weniger mehr, auch wenn ihrem Buch reißender Absatz voraus gesagt wird. Wir werden es erleben, werden sie dann in jeder Talkshow erleben, die sie kriegen kann, damit sie ihr Buch präsentieren kann. Ich kann es kaum erwarten, werde es nicht lesen, sofern ich nicht dazu gezwungen werde.

Das Cover der „Frau im Spiegel“ zeigt Angela Merkel. Selbst ihr größter Kritiker muss zugeben, dass es ein hübsches Bild ist. Frau Merkel „Ganz privat!“ ist der Titel. Im Inneren der Gazette: Bilder, ganz Privat, ganz unspektakulär, ganz wie Du und ich, ungeschminkt, müde, fertig, erholungsbedürftig, unvorteilhaft und doch zugelassen, dass sie veröffentlicht werden. Ohne Glanz und Glamour und mal ehrlich wer tappt im Urlaub nicht auch mal ohne Make up in der Gegend herum? Vor allem aber, und da ist es auch vollkommen egal wie man zur ihr in ihrer Funktion steht, kann mir ihr das so abnehmen, das ist authentisch, real und nicht gewulfft.

Heute präsentiere ich zur Abwechslung die „Woman“ ein Ableger der „Brigitte“ für Frauen über 40. So das habt ihr nun davon, Frauen über 40 haben ihre eigene Zeitschrift. Ich habe das vor zwanzig Jahren schon gefordert, da es zwischen der hippen Mode für junge Frauen und dem Kittelschürzenlook  der 70+ und älter n ix gegeben hat. Nun gibt es solche Zeitschriften, von Brigitte, der freundin und es werden noch einige nachziehen. Lebensgeschichten, ein wenig Kosmetik und Mode, Themen, die 40+ interessieren könnten. Alles ein wenig ruhiger, unaufgeregter, rückblickend. Feierabendlektüre. Guckt mal rein, wenn ihr in einer Zeitungsabteilung steht, diese Zeitungen liegen eher nicht in Arztpraxen aus.

Die „Neue Revue“ bietet Pasta an. Ricotta-Canelloni, Tortelloni „Gargano“, Caramelle mit Hack, Muschelnudel gefüllt, Spaghetti-Nester, Spaghetti mit Rauke (das würde ich niemals kochen) Spaghetti mit Hack, Gigli mit Lachs, Nudeln mit Rinderfilet, Strozzapreti u.m. Manches klingt lecker, aber auch einige Rezepte kann ich gut verzichten.

Macht doch mal einen Nudeltag, das kommt richtig gut. Hier wird es wettermäßig langsam aber sicher Frühling werden. Grund genug raus zu gehen, spazieren zu gehen, zu fühlen wie Wetter sein kann. Was immer ihr auch tut: Laßt es Euch gut gehen.

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