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Donnerstag – Klatschtag

Na dann legen wir mal los: Die Eisbären sind Deutscher Eishockeymeister. Herzlichen Glückwunsch, auch wenn mein Herz immer noch für die Mannheimer Adler schlägt. Die BILD-Zeitung titelte gestern die Frage ob wir bescheuert sind, dass wir Sexgangstern Schmerzensgeld bezahlen werden. Wir, der Staat, das sind wir, das Volk. Das Problem ist ein anderes, n icht die Tatsache, dass wir Schmerzensgeld bezahlen müssen ist das Problem, sondern, dass eine lebenslängliche Gefängnisstrafe keine lebenslängliche ist, dass der Staat eine Sicherheitsverwahrung einfach nach Absitzen der Strafe anordnen und beliebig verlängern kann, das geht einfach nicht.  Warum?

Das geht einfach nicht, das kann einfach nicht sein. Einen Schritt weiter denken, vorher regeln und nein, ich bin keinesfalls dafür, dass Verbrecher, die solche Taten immer wieder begehen werden, weil das keine Krankheit, die behandeln werden kann, ist, auf freien Fuß kommen werden. Jeder Psychologe weiß das, lernt das während seiner Vorlesungen. Menschen zu vergewaltigen ist eine Neigung, die man nicht korrigieren kann, die nicht therapierbar ist. Dennoch darf man diese Menschen nicht beliebig lange wegsperren. Wenn, dann muss man ein lebenslänglich aussprechen und zwar wirklich lebenslänglich, ohne je Aussicht darauf zu haben, jemals das Gefängnis verlassen zu können. Hier liegt das Übel, hier muss korrigiert werden und zwar im Sinne des Wortes lebensläglich. An die BILD-Zeitung: falsche Fragestellung.

Nun zu den Gazetten. Franz Beckenbauer ist auf dem Cover von „die aktuelle“ zu sehen. Er wirkt nachdenklich. Ein Selbstmord-Drama hat seine Familie heimgesucht. Sein Neffe hat sich erhängt. Schlimm, wenn Menschen keinen anderen Weg sehen als freiwillig aus dem Leben zu gehen. Mein Mitgefühl gehört der Familie, gehört allen Familien, die das leben müssen.

Caterina Valente, 81 Jahre alt, von Reportern der Gazette in Lugano in der Schweiz aufgesucht, weil sie, in der Sendung am 18. April in der u.a. über sie berichtet wurde, einige ihrer Wegbegleiter zu Wort kamen, selbst nicht vor die Kamera gekommen war. Leute ist das ein Grund der Frau aufzulauern? Ganz groß wird über eine Veränderung berichtet, spekuliert ob sie, die große Valente taub geworden ist, oder ob da gar mehr dahinter steckt. Hätte sie gewollt, dass die Öffentlichkeit das erfährt, dann wäre sie vor die Kamera gekommen. Sie aber wollte geschützt sein, tat es nicht und so hat „die aktuelle“ nicht das Recht das zu tun. Weniger ist mehr und die Intimsphäre in diesem Fall zu schützen, sogar so schützenswert, dass es gut gewesen wäre, keine Bilder zu drucken.

Prinzessin Madeleine von Schweden ist in den Focus ihrer Landsleute gerückt. So wird das hierzulande zumindest erzählt. Wir erinnern uns, sie ist die Schwester der Kronprinzessin, die im Moment im Rampenlicht steht, egal was immer sie auch tut, wir erfahren es. Madeleine hat es dagegen vorgezogen nach New York zu gehen, in die Anonymität der Großstadt, nach der gescheiterten Liebe raus aus der Öffentlichkeit, der Versuch ein Privatleben zu haben, egal wie auch immer. Lasst sie das tun, es wird ihr gut tun, das Rampenlicht verlassen, dessen Schatten sie immer nur mitbekommt, da ihre Schwester im Moment das Licht hält. Sie wird wissen was sie tut, wird wissen was zu tun ist.

Liebe Frau Assauer, es reicht, es ist genug. Lassen Sie es bleiben Rudi Assauers Leben, seine Figur zu entzaubern. Es ist all den vielen Menschen wirklich vollkommen egal ob er an Alzheimer oder am Korsakow-Syndrom erkrank ist, das Endergebnis scheint gleich zu sein: Ein Leben im Vergessen. Liebe Gazetten: Hört auf zuzulassen, dass Rudi Assauer dem medialen Gezerre ausgesetzt wird. Das ist so niveaulos, spielt in den niedrigsten Ligen wo Assauer niemals gespielt hat, niemals spielen wollte. Tiefstes Theater. Ich weigere mich in Zukunft darüber zu schreiben.

Nun erfahren wir es schwarz auf weiß: König Juan Carlos war auf Elefantenjagd wo er sich die Hüfte gebrochen hatte. Wir ahnen, dass Königs und wer es sich leisten kann, sie das eine oder andere entsetzliche Hobby leistet. Das hier hat aber gleich zwei bittere Beigeschmäcker: einmal ist der König Ehrenvorsitzender des WWF, was man ihm umgehend und sofort entziehen sollte und die zweite bittere Pille hat er seiner Frau, Königin Sophia, mitgegeben: Die Gerüchte um eine Geliebte, eine deutsche Prinzessin. Diese Gerüchte um sein flottes nebeneheliches Leben gibt es schon lange, nun muss er gucken wie er alles wieder nach seiner Genesung ins Lot bringt. Hat er Charakter, dann tritt er vom Ehrenvorsitz zurück, das andere geht uns dann mal nix an und interessiert auch nicht wirklich.

Ja, dann hätten wir noch der Prinzessin Kates Schwester Pippa, die da eben mal quer läuft und deren Freunde mit einer Schußwaffe herumgefuchtelt haben. Auf jeden Fall nimmt sich die „Neue Post“ des  Falles an und fragt ob die Prinzessin nun ihre Schwester verstoßen muss. Hallo???? Leben wir im Mittelalter? Ich würde mal sagen, dass eher das Gegenteil der Fall ist und vielleicht braucht die Gute einfach mal eine sinnvolle Beschäftigung.

Und ich biete Charlene, Fürstin von Monaco, deren Mutter dabei sein darf/kann/will, wenn die Fürstin eine Familie gründet. Ob der Fürst da können kann? Wage ich zu bezweifeln. Fünf Kinder will die Fürsten haben, na ja der Fürst hat ja schon einige, mindestens drei. Nein Im Ernst alle Welt wartet auf adeligen Nachwuchs, sowohl in England als auch in Monaco.

Die Zeitung fragt auch, ob Thomas Gottschalk nun für immer Deutschland verlassen wird, nach dem Ende seiner Sendung. Da muss die Kasse ordentlich geklimpert haben, als er den Vertrag zu der Vorabendshow unterschrieben hatte. Aber die ARD hat seit Jahren schon Probleme Zuschauer zu dieser Vorabendzeit an den Bildschirm zu bekommen. Zu viele andere Formate, mehr seicht als leicht, tummeln sich auf anderen Kanälen. Das wussten alle, die Programm-Macher, die Konzeptionisten, Gottschalk. Kann mir niemand erklären dem wäre nicht so. Gottschalk wusste auf welch dünnes Eis er gegangen war. Aber mal ehrlich, nur mal so in den Raum gefragt, wer will, wenn er eben zur Tür reinkam, einem Thomas Gottschalk in Talklaune zuhören? Da fehlte einiges an dem Konzept, das mich selbst eingeladen hätte dauerhaft zu bleiben. Einfache Sache, während Frau oder Mann sich abrackert, zwischen Kindern und Kochen ein Spagat macht, grinst er mich an? Nö, is nüsch, würde ich mal sagen. Es liegt nicht an Thomas Gottschalk, es liegt an der Zeit, a, Timing, am Studio, am Ambiente, einfach an allem, vor allem aber an der Sendezeit. Es wäre schade würde er für immer gehen, aber ich kann mir gut vorstellen wie er sich fühlt: Wie jeder Mensch nach einer Niederlage: Beschissen.

Die „Frau im Spiegel“ zeigt das vermeintliche Liebespaar in Glanz und Gloria: König Juan Carlos von Spanien und die deutsche Prinzessin, der Herkunft äußerst bürgerlich und normal ist. Was so eine Heirat doch alles bewirken kann. Ob sie Königin werden will, in ihren Träumen daran dachte? Keine Ahnung, eigentlich sollte ihr klar sein, dass sie immer Mätresse sein und bleiben wird. Vielleicht ist sie Königin seines Herzens, aber ohne Thron.

Die „Freizeit-Revue“ verführt uns mit traumhaften Erdbeerkuchen: Erdbeer-Torte, Erdbeer-Schnitten, Bisquit-Rolle, Erdbeer-Schmand-Blech, Erdbeer-Ricotta-Torte, Wolkentorte, Erdbeer-Kuppel u.v.m. Sie ist nun da, die Spargelsaison, die Saison der frischen Kräuter, des aromatischen Obsts, na ja ab und zu jedenfalls, der Schüsseln voller Salate. Genießt das, das Wochenende wird warm werden, dazu ein langer Spaziergang, ein leichtes Essen und viel Ruhe. Egal was immer ihr auch tut, habt Spaß dabei und vor allem aber: Laßt es Euch gut gehen!

 

 

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