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Donnerstag – Klatschtag

Fangen wir mit ganz banalen Begebenheiten diese Woche an: Und zwar mit dem Bohlen. Ja, der Dieter Bohlen, wurde verurteilt seinem Sohn Schulgeld und Klavierunterricht zu bezahlen. Ich spreche von seinem Sohn mit Estefania, nicht das jüngste Kind, das, wenn ich mich recht erinnere, eh eine Tochter ist. Nun muss er rund 600 Euro im Monat mehr bezahlen. Mein Gott ich kann mir nicht vorstellen, dass ihn das ärmer macht und auch nicht, dass er da von Estefania „ausgezogen“ wird. Ich kann das immer nicht so ganz nachvollziehen, wenn der Typ, also der Bohlen, am Hungertuch nagen würde, dann könnte ich noch verstehen, dass er sich gegen diese zusätzlichen Unterhaltsforderungen wehrt, aber er sollte doch froh darüber sein, dass Estefania offensichtlich seinen Sohn fördert, auch wenn das den Papa Geld kostet und wäre es ein wenig mehr, wäre es auch nicht schlimm.

Bleiben wir bei Millionären. Jauch beklagt sich, dass er keine Freunde hat, schreibt „die aktuelle“, deren Cover er diese Woche ziert. Es möchte niemand mit ihm befreundet sein, wird er zitiert. Weiß ich nicht, kann ich nicht beurteilen. Wenn er privat ein ordentlicher Typ ist, mit dem man auch mal ein Bier trinken gehen kann, einfach plaudern kann, auch mal rumalbern kann, einfach so und ohne irgendwelche Hintergedanken, mißtrauischen Gedanken, dann könnte das der wunderbare Beginn einer einzigartigen Freundschaft sein. Üben Sie das doch mal Herr Jauch, dann klappt das auch mit den Freunden. Nehmen wir mal an, wir würden uns nebenan im Laden begegnen, würden ins Gespräch kommen, danach einen Kaffee trinken gehen, mit oder ohne Ihre Frau, sich sympathisch sein und danach Telefonnummern austauschen und gucken was passiert. So schwer ist das nicht, sofern man kein Ekelpaket ist. Darauf kommt es an, nicht was man für die Zuschauer darstellt, sondern wer und was man im Leben ist und selbst ein Mäzen zu sein reicht da nicht aus, der Mensch allein ist wichtig.  

Och, das Traumpaar der Volksmusik macht Urlaub auf Mallorca und scheint einen kleinen – oder großen? Zoff auszutragen. Da sehen wir ein Paar, das augenscheinlich miteinander streitet, es wirkt auf den Bildern ziemlich verstimmt. Es scheint als könne es sich nicht einigen, ob „Hü“ oder „Hott“. Staatsaffäre! Zumindest macht das die Gazette daraus. Oh ich muss noch nachtragen: Es handelt sich bei dem Paar um Helene Fischer und Florian Silbereisen. Aber ganz ehrlich, Streit kommt in den besten Familien vor. Die sind ja erst vier Jahre zusammen, das wird schon wieder werden, immerhin wollen sie ein Haus auf der spanischen Insel erwerben. Wer von uns hat sich noch nicht mit seinem Partner wegen der Farbe der Vorhänge gestritten? Das kennt doch jeder, da muss man kein tiefgreifendes Zerwürfnis daraus machen.

Nicht nur dass Spanien ein wirtschaftliches Problem hat, nein das Königshaus läuft, wie wir alle in den letzten Wochen erfahren konnten, auch nicht so ganz rund. Erst macht sich König Juan Carlos auf Safari an Elefanten und eine deutsche Prinzessin ran, dann gibt ihm Königin Sofia dafür Saures und nun darf Letizia nicht zur Hochzeit ihrer Schwester, weil diese einen abgelegten Lover – vor der Zeit mit ihrer Ehe mit dem spanischen Thronfolger – von Letizia heiratet. So ein Blödsinn, während das spanische Königshaus an manchen Stellen im Mittelalter festhängt, ist seine spanische Jugend deutlich fortschrittlicher und mein „So ein Schmarr’n!“. Die sollten dort eigentlich ganz andere Sorgen haben. Übrigens schreiben alle anderen Gazetten, dass die beiden Schwestern zerstritten sind und Letizia deswegen nicht zur Hochzeit gewesen war, egal ob eingeladen oder nicht. Sucht Euch Eure Wahrheit selbst heraus, ihr habt die frei Auswahl.

Frau Wulff, die Ex-First-Lady, übergab die Schirmherrschaft an ihre Nachfolgerin. Übrigens wurde das Verfahren wegen des Verdachts der Invorteilsnahme gegen den Ex-Präsidenten Wulff von der Staatsanwaltschaft Berlin als nicht gegeben eingestellt. Das stand die Tage ganz klein in der Tagespresse zu lesen. Allerdings läuft das Untersuchungsverfahren in Hannover noch.

Die „Neue Post“ weiß, dass Kate, die Frau von William schwanger ist. Das kann natürlich sein, warum auch nicht? Sind wir immer dabei? Wissen wir alles? Manchmal aber kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sämtliche Gazetten immer genau dann dabei sind, wenn die gute Frau, bei der Fürstin in Monaco ist das nicht anders, genau dann mit ihrem Prinz schnackelt, wenn die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist schwanger zu werden und so mehr wissen, als die Beteiligten selbst. Aber bleiben wir beim englischen Königshof. Die Queen, wir haben das alle mitbekommen, hat ihr 60jähriges Thronjubiläum gefeiert. Donnerwetter ist die Frau fit für ihr Alter von stolzen 86 Jahren. Wie macht sie das? Kann sie mit offenen Augen schlafen oder trägt sie eine Brille, die uns vorgaukelt, dass sie hellwach ist und dabei pennt sie dahinter?  Ich weiß es nicht. Sie hat alles mitgenommen, was sich ihr geboten hat. Wenn sie so weiter macht, dann ist sie mit hundert Jahren noch Königin. Für Charles bedeutet das, dass er dann selbst schon die Grenze zum Rentenalter überschritten hat. Laut strengen Regel des Königshauses wird er aber auf jeden Fall König werden und zwar dann, wenn seine Mutter stirbt. Übergangen werden kann und darf er in der Thronfolge nicht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass der Preis für seine Ehe mit Camilla der war, dass er den Thron nicht besteigen wird, wenn seine Mutter Elsbeth stirbt. Das Papier ruht irgendwo in einem Safe. Das ist reine Spekulation von mir, aber mal ehrlich so abwegig ist das nicht, denn so amused war die Queen über die zweite Wahl ihres Sohnes nicht. Aber wir werden das erleben.

Die „Frau im Spiegel“ nimmt sich unseren Fußballstars an und zeigt Jogi Löw mit seiner Frau auf dem Cover, fast vollständig umrahmt von einem Teil seiner Spieler mit deren Partnerinnen. Auf sechs Seiten im Innenteil werden wir mit allen bekannt gemacht. Nette Geste. Auf der siebten Seite dann erklärt Paul Breitner, dass Spanien für ihn der Favorit ist. Mag ja sein, aber auch Favoriten haben mal schwache Stunden. Samstag spielen wir gegen Portugal, man darf gespannt sein wie unsere Jungs sich schlagen werden. Soll ich mal tippen? Nein, lieber nicht. Noch Fußball? Na gut: Jürgen Klopp, der Meistertrainer, ach wie schön das so zu schreiben, macht Urlaub auf Sylt. Gönnen wir es ihm. Bernd Schuster, ehemaliger Nationalspieler, hat in Spanien seine 34jährige Freundin geheiratet hat, er ist 52 Jahre alt. Na immerhin bekommt er, was Fritz Wepper verwehrt bleibt, der muss auf seine junge Geliebte, die Mutter seines Kindes ist, verzichten. Wenn ich mir das so überlege, dann scheint er keinen Arsch in der Hose zu haben, um seiner Frau die Stirn zu zeigen und seinem Herz zu folgen.

Sharon Stone, schlappe, nein stimmt nicht, gut trainierte Mittfünfzigerin, hat sich einen 27jährigen Lover zugelegt. Kommt gut, wenn „Harry-hol-den-Wagen-Fritz Wepper“ mit einer deutlich jüngeren Frau ein Kind haben kann, dann kann sich doch Sharon Stone mal einen jugendlichen Lover halten. Oder nicht? Ob Heidi Klum frisch verliebt ist oder ob sie lediglich mit einer Affäre in Cannes zu sehen war, werden wir noch lesen. Egal ob sie nun in Scheidung lebt oder nicht, die Frau hat Bedürfnisse. Auf jeden Fall war sie mit dem Mann da, mit dem wir sie schon einige Male sehen konnten. Passt schon.

Im Moment fällt mir auf, dass viele Junge nachrücken, dass einige Kinder prominenter Eltern, dank Vitamin-B, in den Fokus der Öffentlichkeit in den verschiedensten beruflichen Rollen rücken. Mal wegen der Präsentation eigener Kreationen, oder wegen Filmrollen, oder Modelkarrieren, wo sie gleich den Treffer landen das Gesicht einer Kosmetikfirma zu sein. Wenn sie gut sind, dann ist das in Ordnung. Schlimm fände ich, wenn sie talentfrei auf uns losgelassen werden nur weil sie Tochter oder Sohn prominenter Mitbürger sind.

John Travolta hat Schlagzeilen gemacht, die Mensch nicht braucht. Er habe einen Loverboy sexuell belästigt. Nein, Korrektur, es war ein Masseur, dem er an die Wäsche gegangen sein soll. Dieser zeigte den Schauspieler an und nicht nur er zeigte den Schauspieler an, sondern noch ein Masseur und ein Saftschupser, ein Kabinenstuart. Nun kann man in der „Freizeit Revue“ recht bizarre Bilder von ihm sehen, die ihn als Frau verkleidet zeigen. Ich weiß nicht, ob er jetzt, nach dem Tod seines Sohnes im Jahre 2009, vollkommen durchgeknallt ist, oder ob die Bilder beim Karneval entstanden sind. Fakt soll sein, dass seine Frau aus der gemeinsamen Villa ausgezogen sein soll. Der Verlust eines Kindes ist immer eine schwierige Sache, diese Trauer kann einen Menschen auffressen, verändert ihn für den Rest seines Lebens, nichts ist mehr so wie es gewesen war und nichts wird wieder so sein. Aber wenn John Travolta gleich von drei Männern angezeigt wird, incl. Schmerzensgeldforderung und angesichts der Bilder und dem Fakt, dass seine Frau ausgezogen ist, dann fällt mir das schwer dies mit dem Tod seines Sohnes in Zusammenhang zu bringen. Vielleicht wäre für ihn eine therapierte Auszeit keine schlechte Wahl. Gegen seine Neigungen kann man kaum etwas machen, aber er könnte lernen mit seinem Leben wieder sorgsam umzugehen. Er muss sich nicht selbst zerstören, auch nicht die Achtung, die wir alle vor seinen schauspielerischen Leistungen haben kaputt machen. Nein sollte er nicht tun.

Gleiche Gazette lädt uns in ihrem Rezeptteil zu leckeren Kirschkuchen ein: Käsekuchen mit Kirschen, Sahne-Biskuitrolle „Schwarzwälder Art“, Kokos-Kirschtorte, Kirschkuchen mit Streusel, Kirschkuchen mit Schand u.v.m. Das ist eine richtig heftige Schlemmerei. Damit bin am Ende meines Klatschtages. Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende, laßt uns die Daumen für die Nationalmannschaft drücken und vor allem: Laßt es Euch gut gehen.

 

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