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Donnerstag – Klatschtag

Es ist Klatschtag! Den kann ich Euch nicht vorenthalten, auch wenn ich meinen Blog diese Woche wegen eines optischen Handicaps vernachlässigt habe. Es gibt ein von den Gazetten angefachtes Wettrennen: Wer wird zuerst schwanger? Herzogin Kate von England oder die monegassische Fürstin Charlene? Es ist aber nicht nur die deutsche Regenbogenpresse, die das so handelt, sondern die einheimischen jeweils auch. Nun hat die „Neue Post“ bei der Herzogin ein Bäuchlein entdeckt und Prinz William soll das „Geheimnis“ bereits vor einigen Wochen, noch bevor es geschnackelt hat, preisgegeben haben. Auf der anderen Seite könnte es ja durchaus sein, dass die Herzogin…

…schwanger ist, aber wer weiß das schon und wie so oft sage ich, warten wir das ab. Im Bett, bei den beiden möchte ich, auch als Reporter nicht liegen wollen, nur um als erste zu berichten, dass nun der Soldat seine einzige Königin gefunden hat. Iiieehhh, nein! Ganz England würde jubeln, schreibt die Gazette. Jubeln ja, dass die Olympischen Spiele, die Freitag beginnen, bald wieder zu Ende sind. Sie tun mir schon etwas leid, die Londoner, die nun über lange Zeit mit diesem Handicap leben müssen. Verkehrschaos und Co haben sie die ganze Zeit schon, aber jetzt ist das Megachaos. Ich schicke ein virtuelles Päckchen Mitleid hin.

Boris Becker, Dauergast in den Gazetten. Wnn ich ehrlich bin, dann frage ich mich immer was besser ist: so doof in den Medien zu landen, oder dann lieber gar nicht. Ich würde mich in dem Fall glatt für gar nicht entscheiden. Gehen wir gefühlte Millionen Jahre zurück: Wimbeldon/London, ein 17jähriger, junger Mann gewinnt dieses Turnier, das Rasenturnier schlechthin, keins hat eine längere Tradition. Dieser junge Mann ist Boris Becker, dessen Karriere von nun an steil bergan geht, der irgendwann Barbara Becker heiratet und dann die Besenkammer betritt, von da an geht’s bergab. Nein, nicht dass dieses in der Kammer gezeugte Kind Schuld an seinem Niedergang ist, das um Himmels Willen nicht, aber das könnte man aus Ausgangspunkt nehmen: Er wird aufhören Tennis zu spielen, seine Ehe wird geschieden, einige seiner Geschäfte und Anlagen gehen flöten. Einzeln betrachtet wäre das nicht weiter tragisch, wenn er Mann sich da irgendwann besonnen hätte, eine Ausbildung nachgeschoben und eine etwas glücklicher Hand als die, mit der er seine Geschäfte und sein Privatleben gerade führt: Lilly Becker ist keine Offenbarung, seine Finca auf Mallorca, der Schuß geht nach hinten los und einiges mehr, was nicht so harmoniert. Er hat nur seinen Namen zu vermarkten, mehr nicht und da schickt er sich an, den ordentlich zu ramponieren. Ich weiß, er soll ein guter Poker-Spieler sein, aber er muss auch hier aufpassen, dass sein Werbepartner nicht abspringt. Komm‘ Boris zieh‘ die Notbremse, Du schaffst das!

Winnetou – Squaw Ribanna. Na wer hat diese Rolle gespielt? Na klar, Karin Dor. Mann war diese Frau damals hübsch, als junges Mädchen wollte jede so hübsch sein wie sie. Sie sieht heute noch toll aus. Wie machen diese Frauen das nur? Ja, ich weiß so ein Maskenbildner leistet gute Arbeit. Ich habe mal als Statistin in einem Film mitgespielt und habe auch mal von einem sehr guten Fotografen Bilder machen lassen, beide Male kam ich mir wie ein Farbkasten vor, mein Kopf wurde des Gewichts wegen nach vorne gezogen, doch im wirklich, ich hatte das Gefühl Tonnen von Make up mit mir herum zu tragen. Karin Dor ist inzwischen 74 Jahre alt, da kann man sich gut und gerne eine Scheibe abschneiden, ich unterstell, dass sie auch ohne Make up gut aussieht..

Lothar Matthäus, ehemaliger Nationalspieler, Fußballtrainer, ich glaube er war auch Weltfußballer gewesen, ein Mann mit einer sehr eigenen Art englische Sprache zu artikulieren, macht sich gerade auf dem Sender Vox lächerlich. Er war schlecht beraten als er diesen Vertrag unterschrieben hat, als er dem zugestimmt hat. Wer in Deutschland würde ihm den trainerposten seiner Fußballmannschaft anbieten, angesichts dessen wie er sich und seine Familie darstellt. Dass er einen Hang zu jungen Frauen hat und auch wegen seiner unvergleichlichen Sprache, egal ob die deutsche oder englische, immer mal von Komödianten aufs Korn genommen wird ist eins, aber das ist unter aller Sau, anders kann man das nicht nennen. Er verkauft sich weit unter Wert, verbaut sich alle Wege je eine namhaften deutschen Club trainieren zu können. Dabei hat er sich während der Fußball-EM bei Lanz sehr gut darstellen können, ein ganz anderer Matthäus. Aber das? Nein, das kann nicht sein. Noch ein sehr erfolgreicher Sportler, der kräftig daran arbeitet sein Image zu ramponieren. Schade Herr Matthäus.

Ich komme zu meinen Lieblingsroyalen: Kronprinzessin Viktoria. Die „Frau im Spiegel“ zeigt sie und ihre Familie, samt Oma. Strahlende Gesichter der Verwandten, skeptisches Gesichtchen des Nachwuchses. Aber eins muss ich feststellen: die Leute, die den Text zu den Bildern geschrieben haben: sie unterstellen der Mini-Prinzessin, dass sie schlafen würde und wenn, dann dem so wäre, dann muss ich feststellen, dass sie dies mit offenen Augen tut. Kommt nicht gut, oder? Eins noch, man darf über so viel Blödheit den Kopf schütteln, wurde bemerkt, dass die Prinzessin ihren Ehering nicht mehr tragen würde. Hallo? Die Frau hat eben ein Kind bekommen, da werden auch mal Finger dicker und das dauert dann bis alles wieder in Form ist. Keine Spekulationen bitte, nicht jetzt etwas in dieses Glück hineinreden.

Ich wollte ihn eigentlich ignorieren, aber irgendwie kann man das in diesen Tagen nicht, denn egal welche Gazette man aufschlägt, man fällt irgendwann über den Harry, den Prinzen Harry, der es liebt gelegentlich aus der Rolle zu fallen. Gut, nicht immer waren seine Auftritte von Erfolg gekrönt, aber meist waren sie witzig gewesen und ja, er scheint gerne durch die Nachtclubs zu fallen, das ist nicht der Burner in meinen Augen und ich muss die Frage stellen, ob er sich langweilt. Er hat die Feststellung gemacht, er würde keine Frau finden, weil sich alle vor der Verantwortung Prinzessin in zweiter Reihe zu werden drücken wollen. Ich meine das ist es nicht. Die jungen Frauen wollen keinen Clubfaller, keinen Typen haben, bei dem sie Angst haben müssen, dass er im entscheidenden Moment, da sie ihn vielleicht brauchen lieber in einem Club, denn an ihrer Seite ist. Er hat sich irgendwie noch nicht bewiesen, hat keinen Job, den er ernsthaft ausfüllt, obwohl es genug Elend auf dieser Welt gibt, gegen das er mit seinem Namen etwas tun könnte. Immerhin hat er, soweit ich das in Erinnerung habe, die Stiftung seiner Mutter übernommen, oder eine der Stiftungen, keine Ahnung, ob sie mehrere gegründet hat. Sich hier einen Namen machen und die Mädels, von denen Du sprichst, stehen Schlange, lieber Prinz! Probier‘s einfach mal aus, das klappt bestimmt, die Zeiten, dass allein der Ruf Partyprinz punktet sind bei den jungen Frauen heute vorbei. Bei den intelligenten jedenfalls.

Somit bin ich heute schon bei den Rezepten angekommen. Kuchen mit Sommerfrüchten. Feine Sache. Eins mag ich persönlich nicht so gerne: die Kombination Schokolade und Frucht. Das ist nicht meine Linie, ich kann der bitten Süße von Schokolade in Kombination mit Frucht nicht so viel abgewinnen. Dafür mag ich Sahne mit Frucht sehr gerne, vor allem dann, wenn die Sahne flüssig ist und die Früchte Himbeeren sind. Die „Freizeit Revue“ bietet Dickmilch-Torte, feine Aprikosen-Torte, Pfirsisch-Blechkuch, Himbeer-Creme-Rolle, Sekt-Torte, Pfirisch-Heidelbeer-Rolle (in die Bisquitrollen lässt sich übrigens annähernd alles einwickeln was Frucht ist), Elsässer Himbeerkuchen, Himbeer-Creme-Rolle u.v.m.

Der Sommer ist eingekehrt, endlich kann man wirklich auch mal draußen sitzen, Sommergewitter, die angekündigt sind, ziehen rasch durch und danach kann man wieder raus. Mittags draußen sein, bietet sich nicht wirklich an, vor allem in einem Auto ohne Klimaanlage und im normalen Rushhour-Stau. Klingt nicht gut, ist nicht gut, da muss man darauf achten, dass man viel Wasser trinkt, aber nicht nur in dem Moment, sondern generell. Das muss sein, damit man sich bei diesen momentan heißen Temperaturen einigermaßen wohl fühlen kann. Egal wo ihr seid, was ihr tut während dieser Hundstage: Laßt es Euch gut gehen.

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