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Ein Freitag, irgendwann vor Weihnachten

Freitag, die Woche hätten wir dann abgehakt. Rast die Zeit? Nein tut sie nicht, alles läuft in geordneten Bahnen, wie immer. Irgendwer sagte dieser Tage im Radio, dass es X Tage bis Weihnachten ist. Ich glaube es waren 63 oder waren es mehr? Weniger auf keinen Fall. Ich könnte das jetzt ausrechnen, will ich aber nicht, wenn es Euch wirklich interessiert, rechnet das aus, wenn nicht lasst es bleiben. Es gibt immer zwei Möglichkeiten, entweder ich habe richtig gehört oder nicht. Wenn ja, dann ist es so, wenn nicht, ist auch gut. Ich spreche es jetzt und hier aus: Da hinten am Horizont, da ist Weihnachten schon zu sehen.

Weihnachten. Das ist lange schon nicht mehr so wie ich das haben möchte. Manchmal merkt man, dass es sowieso nie nach den eigenen Wünschen geht und man immer irgendwo auf jemanden Rücksicht nimmt, die dann auch noch meinen, dass es die eigenen Wünsche sind, die man lebt oder man versucht alle Wünsche umzusetzen. Nö, dieses Jahr nicht. Dieses Jahr wird alles ganz anders. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Urlaub unter Palmen? Das klingt doch gut, oder? Das ist eine günstige Weihnachtswoche, der Heilige Abend ist wie immer am 24. Dezember, das ist in diesem Jahr ein Dienstag. Also Koffer gepackt und am Freitag oder Samstag je nach dem ab die Luzzy in Richtung Palmen, sollen sie doch alle machen was sie wollen. Dann, gleich noch auf diese  Art und Weise Silvester erledigt und dann am 4. Januar oder am 5. Januar wieder zurück. Dann hat man zwei Wochen unter Palmen und Sonne verbracht, ist allem aus dem Weg gegangen, eine Gans weniger, die geschlachtet werden muss und überhaupt eine Menge erspart. Tolle Gedanken! Gäbe es da nicht zum Beispiel meine Ma, ich meine in ihrem Alter soll sie das wenige Weihnachten, das wir noch veranstalten mit uns genießen. Ich genieße es, zugegeben auch, diese Stunden mit ihr gemeinsam zu verbringen. Da wäre dann auch noch die Christmette in die gerne gehen möchte, unter der Voraussetzung, dass ein ganz bestimmter Pfarrer sie hält. Egal, ob man glaubt oder nicht, aber probiert das mal aus. Das ist ein Ruhepol, man kann seine Gedanken ordnen, abschalten, die Gedanken laufen lassen, auftanken. Nein, da muss man nicht an den lieben Gott glauben, das ist einfach so. Man ist mehr oder weniger gezwungen in all dem Feiertagschaos inne zu halten, zu stoppen.

Ich oute mich, eigentlich mag ich den Winter, nicht sehr viel weniger als den Sommer, auch wenn unsere Art der Kälte hier nicht immer angenehm ist. Ich mag die Weihnachtsmärkte, mag die weihnachtliche Stimmung und den Glanz der Lichter. Ich mag es, wenn es auf dem Weihnachtsmarkt nach gebrannten Mandeln riecht, nach Bratwurst und Glühwein. Ich mag es, wenn die Flocken ganz leise und sanft zur Erde fallen, mag es, wenn der Schnee glitzert und unter den Sohlen knirscht. Ich mag die Besinnlichkeit dieser Zeit, das Zusammenkommen in gemütlicher Runde mit Freunden. Nach Weihnachten dann, wenn dann auch mal Fasching vorbei ist, dann freue ich mich über die ersten Blüten, die zu sehen sind, an dem zarten Grün, das seinen Weg ans Licht sucht.

Dieses Jahr Weihnachten, ich freue mich auf diese Tage. Die Zeiten, dass ich gestresst bin sind vorbei. Was nicht geht, das geht nicht, das lassen wir. Essen kochen, kein Problem, es muss nicht immer fulminant sein und aus vier oder fünf Gängen bestehen. Es kann auch einfach sein, die Hälfte von allem reicht auch. Backen werde ich wahrscheinlich in diesem Jahr nicht, mal sehen, weiß ich jetzt noch nicht, die Zeichen stehen da eher auf nicht und wenn, dann nur eine, höchstens zwei Sorten. Ich sehe der kommenden Adventszeit mit großer Gelassenheit entgegen, freue mich auf das, was da kommen wird und werde jede Minute davon genießen und wer weiß, vielleicht wird in einer Hauruckaktion doch noch der Koffer gepackt und ab die Luzzy in warme Regionen.

Werft mal einen Blick auf den Kalender, überlegt Euch wie ihr in den nächsten Wochen vorgehen wollt, denkt darüber nach, wie ihr diese Zeit für Euch managen könnt, ohne in allzu großen Stress zu verfallen. Egal, auch wenn der Herbst noch nicht zu Ende ist, es wird Winter werden, freut Euch auf ihn, dann könnt ihr vielleicht eine Winterdepression abgemildert leben. Mit Freude im Herzen geht das besser. Egal wie ihr das plant, ich wünsche Euch, dass ihr ohne Stress durch diese Zeit geht und für heute wünsche ich Euch: Laßt es Euch gut gehen!

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