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Einfach nur grausam

Ich bin schockiert. Über mich selbst, denn ich habe es getan. Ich weiß nicht wie dahinein geraten konnte, aber plötzlich war ich mitten drin und kann nicht glauben, dass ich bis zum Ende dabei geblieben bin. Vom Sessel aus habe ich zugeschaut, habe ich mir diesen Schwachsinn angetan. Ich habe es gesehen. Was habe ich mir da nur angetan?

Gestern habe ich das erste Mal seit langer Zeit in die Fernsehzeitung geschaut, was ich normalerweise eher nicht mache und habe Sehnsucht nach den Farben Miamis bekommen. Was liegt da näher als CSI Miami anzuschauen. Die Werbepausen dazwischen kann man immerhin noch nutzen um einiges zu tun. Die Handlung der beiden Folgen dieser Serie ging ein wenig an mir vorbei, nicht aber die Bilder von Sonne, Meer und einem einzigartigen Farbenspiel, das man immer nur in Serien zu sehen bekommt, die in Miami spielen. So weit zu gut, das wäre noch verzeihlich. Aber danach, was danach kam, ich hätte darauf verzichten können. Natürlich hätte ab- oder umschalten können, aber nein ich es mir angetan, denn wenn ich immer über diese Sendung wettere, dann muss ich sie wenigstens auch mal gesehen haben um zu wissen weshalb ich sie nicht leiden kann: Das Dschungelcamp.

Ich habe mir das angeschaut, ein Dirk Bach, der wie immer kurz davor ist zu platzen, eine Sonja Zietlow, deren Intelligenzquotient den der Sendung auch nicht anheben kann. Kandidaten, die nichts anderes tun als in einem Areal hin- und herzulaufen, sinnlos palavernd und Prüfungen, die ich mehr als abartig finde, wobei meine Bewunderung was das angeht einzig Kim gehörte, die in bewundernswerter Art und Weise Zeug in sich hinein stopfte, wo mir bei dem Gedanken was es war, allein vom Zugucken schlecht wurde und Radost Bokel wurde rausgewählt, weil sie sich zurecht nicht überwinden konnte den Schrott zu essen. Irgendwo im Fragebogen, den sie sicherlich ausfüllen musste, muss sie preisgegeben haben, dass sie damit Probleme hat, denn wieso gerät ausgerechnet sie an diese Prüfung, ganz zufällig? Damit hat sich dann die Aktivität erschöpft, außer, dass es scheinbar derart regnete, dass das Camp wegzuschwimmen drohte und eine Brigitte Nielson, die ich nach Aussehen auf schlappe 65 Jahre geschätzt habe, lief aufgeregt hin und her alles sei nass und sie kann so nicht schlafen. Das war dann alles. Ach es gab Post von zu Hause oder weiß der Kuckuck woher, die laut vorgelesen wurde, nicht jeder sein eigenes, nein, das eines anderen.

Wer in dieser 6. Staffel alles dabei kann man im Internet nachlesen. Ich habe festgestellt, dass ich bislang nichts versäumt habe, da ich die Sendung noch nie zuvor gesehen habe. Dass man natürlich (fast) nicht über die tägliche Berichterstattung in diversen Medien daran vorbeikommt zu  erfahren wer noch dabei ist und wer nicht, ist nun mal so und liest sich wie das Wetter, das man auch so nehmen muss, wie es kommt.

Nein, ich brauche keinen albernen Dirk Bach in papageienbuntem Outfit, genauso wenig eine Sonja Zietlow, die, außer vielleicht finanziell, eine solche Sendung gar nicht nötig hat. Oder etwa doch? Ich kann nicht anders als das, was ich da gesehen habe als grausam zu bezeichnen, furchtbar und absolut daneben zu bezeichnen. Das muss man nicht gesehen haben.

In diesem Sinn habt einen tollen Tag, man kann rausgehen, so schlimm ist es draußen nicht. Lasst es Euch gut gehen.

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