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Frühstück gefälligst?

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück. Danach kann dann kommen was möchte, es wird uns einfach nicht gleich umhauen. Ich finde das eine der wichtigsten Mahlzeiten des Tages, eine individuelle Angelegenheit: Müsli, Obst, Brot, Brötchen, Butter, Margarine, Wurst, Käse, Quark, Marmelade, Honig, Kaffee, Tee, Kakao alles, was das Herz begehrt und manchmal auch ein Ei. Ein solcher Start in den Tag der hat doch was, oder? Aber wehe…

Aber wehe, wenn dieser Start gestört ist. Fehlstart. Zurück in den Startblock! Dann ist doch der ganze Tag nicht mehr das, was er sein soll: Eine harmonische Abfolge von aneinander gereihten Stunden. Ein Fehlstart kann zum Beispiel dann passieren, wenn der Wecker zu spät klingelt. Dann sieht die Sache ganz anders aus: Wecker klingelt, ausschalten, umdrehen, weiterschlafen. Irgendwann dämmert das dann, dass da irgendetwas gewesen war, das den wunderbaren Traum gestört hatte. Was war das nur gewesen? Mist! Augen auf, mindestens eins, damit man die Zeit erkennen kann. Was dann folgt kennt jeder: schlagartig wach, mit einem Sprung aus dem Bett, dabei rufen wir „Scheiße! Verpennt!“ und laufen los. Küche – Kaffeemaschine einschalten, Bad unter der Dusche durch, dann Küche Kaffee eingegossen, immerhin ein Schluck genommen. Alles weitere geht seinen Gang, nicht den gewohnten, sondern die Kurzfassung davon, damit man ein wenig Zeit wieder aufholen kann. Abgehetzt ohne das geliebte Frühstück hastet man dann los. Tja, das war es dann mit dem tollen Tag. Der Rest wird meist nur mittelmäßig werden. Schuld daran hat natürlich der Wecker, der sicher nicht geklingelt hat.   

Es gibt aber auch noch eine zweite Variante, die Mensch den Start in den Tag ordentlich versauen kann: Blutabnahme. Eine liebe Freundin erzählte mir gestern sie musste dort nüchtern erscheinen. Hmmm…. Irgendwie verstehe ich das nicht, warum? Ja, klar ich weiß natürlich, dass es Werte gibt, die nüchtern abgenommen werden müssen, aber in der Regel muss das nicht sein. Das ist einfach nur die Patienten gequält. Ich muss öfter mal antreten um von dem wunderbaren Saft abzugeben, aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal nüchtern zur Blutabnahme gegangen bin. Meist trete ich ungefähr zwischen 9 und 11 Uhr an, nach einem ganz normalen Frühstück. Mal ehrlich viele von uns sind doch schon mal im Krankenhaus gewesen, oder? Wem wurde dort nüchtern Blut abgenommen, außer zur Blutzuckerbestimmung?  Also mir nicht. Die Docs schleichen irgendwann nach 8 Uhr, wenn man meist schon gefrühstückt hat oder gerade dabei ist, durch die Flure und arbeiten die Abnahmen ab und irgendwann ist man dann dran, nach dem Frühstück, nicht nüchtern. Warum also ändern genau diese Mediziner, die das im Krankenhaus so praktiziert haben ihre Meinung sobald sie niedergelassen sind und verlangen von ihren Patienten, dass sie nüchtern zur Blutabnahme erscheinen? Oder bestimmen das übereifrige Helferinnen? Ich weiß es nicht, keine Ahnung. Sie versauen ihren Patienten damit doch den ganzen Tag und das wissen sie ganz genau. Ich würde jedenfalls nicht nüchtern hingehen.

In diesem Sinn wünsche ich Euch heute ein tolles Frühstück, oder ein noch besseres zweites Frühstück. Heute Nachmittag soll, richtig  lesen es soll die Sonne in Berlin scheinen. Also raus an die frische Luft, einen Spaziergang wagen, vor allem eins: Laßt es Euch gut gehen!

 

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