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Fußball und ich – ich und Fußball

Ich bin aufgewachsen mit dem runden Etwas, um das zweiundzwanzig Mann neunzig Minuten langen kämpfen. Dazwischen turnt dann auch noch der Herr in schwarzer Kleidung mit der Pfeife, die am Mund angewachsen scheint und am Rand des Spielfeldes rennen von der Gilde zwei herum, gelegentlich mit dem Fähnchen in ihrer Hand aufgeregt wedelnd. Nicht aus Begeisterung, sondern, weil ein Spieler im Abseits steht oder vor seinen Augen ein Foul begangen wurde. Ihr ahnt es ich rede vom Fußball.

Ganz früh hatten meine Eltern, nein eher meine Großeltern einen Fernseher im Gastraum stehen wo dann Spiele angeschaut werden konnten. Das wurde damals zu schwarz/weiß-Zeiten, als kaum ein Haushalt über einen Fernseher verfügt hat und ab irgendwann in der Nacht auf dem Bildschirm Ameisenrennen geboten wurde, richtig gut angenommen. Wer nun annimmt, dass ganze Bundesligaspiele übertragen wurde, oder Pokalspiele, der irrt, das höchste der Gefühlen waren Spiele der Weltmeisterschaft und Boxkämpfe zum Beispiel mit Muhamed Ali, damals noch als Cassius Clay bekannt. Die Sportschau, die gab es wohl auch, aber die war weniger frequentiert, weil am Samstag war allgemeiner Badetag und damals noch ist so manche Familie deswegen ins öffentliche Bad gegangen, oder hat in der Küche den Zuber aufgestellt. Ob das schön war? Na ja ich weiß nicht recht. Ist das heute schöner? Na ja ich weiß nicht recht. Dass die Familie zu Hause baden kann ganz sicher, aber dass man oft für sich alleine Spiele anschaut eher weniger.

Heute spielt die Hertha gegen Dynamo Dresden und ich gehe hin. Jawohl, ich gehe, obwohl kein 1000%iger Fan von Hertha, mein Herz schlägt immer noch für Kaiserslautern, zu einem Spiel von Hertha BSC. Der Gegner ist Dynamo Dresden und Bianca Raum, ein der beiden tragenden Säulen von Literatwo ist Fan von Dynamo und kommt nach Berlin und wenn wir es geschickt anstellen, dann werden wir uns irgendwo um das Stadion herum treffen. Das erste Mal persönlich, obwohl wir uns schon eine kleine Weile kennen, am Telefon gehört haben. Nun ist so weit, nicht auf einer Buchmesse, in einem Café oder am Abend beim Italiener, nein beim Spiel Hertha BSC gegen Dynamo Dresden. Ich bin gespannt wie ein Flitzbogen und gehe davon aus, dass wir nicht aneinander vorbei laufen werden.

Ich wünsche Euch einen tollen Tag, das Wetter ist ganz ordentlich für Herbst: Laßt es Euch gut gehen.  

 

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