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Fußball

Gestern Abend Nationalmannschaft gegen Schweden, da war noch eine große Rechnung offen, das 4:4 aus dem vorangegangenen Spiel saß wie ein eingetretener Dorn tief. Das sollte Anlaß geben, so dachte wir alle gleich mal ordentlich loszulegen. Aber oh weh! Die Schweden kamen zwei Mal blitzschnell vor unser Tor und versenkten dort auch artig den Ball und ratzfatz stand das 2:0 aber für die Schweden. Jogi Löw sank auf seinem Trainerstuhl gleich mal zehn Zentimeter tiefer und von seinen Lippen konnten wir alle ablesen, was er sagte. Dennoch.

Dennoch drehte die Mannschaft das Spiel und gewann es, wir wissen das alle mit 5:3. Die Jungs können das also auch aus einem Rückstand einen Sieg basteln. Erinnern wir uns an die Nationalmannschaft bei der WM in Mexiko. War die Mannschaft nicht zwei Mal in Rückstand gegen England und Italien und konnte gerade noch das Spiel reißen und in die Verlängerung gehen? Okay, zugegeben, gegen England haben sie in der Verlängerung gewonnen, gegen Italien dagegen in der Verlängerung verloren. Aufregen müssen wir uns über so was nicht, sein muss es aber auch nicht. Etwas, das mir sehr gut gefallen hat, war der Moment als Schürrle den direkten Weg für ein Tor gegangen war und nicht den über einen Elfmeter. Mich ärgert das bei manchen Spielen, dass die Jungs sich fallen lassen in der Hoffnung einen Elfer zu bekommen, anstatt weiter zu laufen und den Moment zu nutzen. Auf das Tor schießen zu können finde ich besser als darauf zu hoffen, dass der Schiri einen Elfer pfeift, was in keinem Fall sicher ist. Als Trainer würde ich meinen Jungs die Richtung geben, dass sie immer aufs Tor schießen sollen, so wie Schürrle das vorgemacht hat. Bravo!

Ich habe gestern in der Zeitung einen Artikel gelesen, der mich mächtig geärgert hat. Robbie Williams und Jams Blunt haben sie darüber aufgeregt, dass sie bei „Wetten dass …?“ auf der Couch ihre Zeit absitzen mussten. Wir alle, Zuschauer und Medien, haben uns früher, zu Gottschalks Zeiten, immer darüber geärgert, dass die Leute kamen ihr Liedchen trällerten, auf der Couch drei Worte, mehr waren das nie, herunter gebetet haben und dann wieder verschwanden, weil angeblich der Flieger noch ging, obwohl wir alle wussten, dass das eine Lüge war. Leute, ihr müsst nicht kommen, wenn ihr das nicht wollt. Wir müssen auch nicht Eure Lieder hören, Radiostationen müssen sie nicht spielen und unsere Zeitungen müssen nicht über Euch schreiben. Ihr bleibt nicht für die Sendung, sondern für den Zuschauer, für Eure Fans und wenn Euch das nicht passt, ihr müsst das nicht tun, bleibt dann einfach weg, unterschreibt keine Verträge, die Euch garantieren, dass ihr Eure neuen Filme und neuen CDs vorstellen könnt und wofür ihr wahrscheinlich auch noch einen Haufen Geld bekommt. Aber wenn ihr das tut, dann lästert hinterher nicht über die Sendung, weil ihr so die Zuschauer und Eure Fans angreift, durch die ihr eine Menge Geld verdient, durch die Gema-Gebühren, den Verkauf der Tonträger, die Konzerte, das Herunterladen der Musik und Videos und noch einiges mehr, weil ihr nichts tut ohne Geld dafür zu verlangen. Das geht gar nicht! Wer nun meint, dass ihr Gemeckere an Lanz oder der Art seiner Sendung liegt, der irrt, bei Gottschalk sind sie alle abgehauen, was ich schon immer als respektlos dem Zuschauer gegenüber empfunden habe. Wer nicht kommt, der muss nicht gehen, aber wer kommt soll bitte sich entsprechend verhalten, auch danach. Wenn man diese Artikel liest, dann klingt das, als läge das an dem Programm, dem Format, dem Moderator. Das ist nicht fair.

Aber alles in allem hatten wir gestern einen schönen Fußballabend erlebt und wenn ich mich nicht irre, dann ist der nächste Gegner der Nationalmannschaft Italien. Freundschaftsspiel, da geht es um nix. Doch, es geht um was, es geht wie immer um die Ehre für die vielen verlorenen Spiele gegen die Azzuros. Irgendwann müssen wir sie doch mal knacken, nicht immer, aber immer öfter. Irgendwann bekommen wir das hin, am liebsten wäre es mir, wenn das bei der WM ist, sollten wir gegen sie spielen müssen. Ich fand das in Ordnung gestern, allerdings bin ich heute entsprechend müde. Heute ist Mittwoch, Halbzeit: Laßt es Euch gut gehen!

 

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