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Geschafft!

Das hätten wir dann geschafft. Die Feiertage sind gestemmt, das gute Geschirr steht abgewaschen im Schrank, die Gläser funkeln in der Vitrine, die Böller sind verschossen, die Pfunde haben auf der Hüfte Platz genommen. Es kann so gesehen wieder losgehen. Mal ganz ehrlich, wer hat sich nicht ab und an mal für einen winzigen Moment, mitten im großen Stress, überlegt im kommenden Jahr das Fest irgendwo unter Palmen zu verbringen?

Stress. Was ist das schon? Irgendwann kam das mal als Schlagwort irgendwann in den 80igern auf. Wenn man da zum Arzt wegen einer Angina gegangen war, da hat selbiger die meisten mit den Worten „Na, mal wieder Stress gehabt“ begrüßt. Oder wenn sie zwei im Café getroffen haben, da ging es nur um Stress. Das Wort war in mindestens jedem zweiten Satz vorhanden und klang irgendwann unglaubwürdig abgedroschen. Es hat sogar seine Bedeutung eingebüßt, so dass jene Menschen, die tatsächlich ihren Stress nicht bewältigen konnten in Erklärungsnot gekommen waren. Inzwischen ist es kein Modewort mehr und hat sich seine Bedeutung wieder erobert. Wenn man sich Bücher vornimmt, die glücklich sein, fröhlich durch den Tag wandern beschreiben, lehren fordern, dann sind diese häufig in dem Konsens geschrieben, dass wer das nicht schafft selbst daran schuld ist. Ist das so? Na ja ich weiß nicht. Für sich selbst, seine eigene Körper- und Seelenpflege vielleicht, aber leider kann man nur selten das beeinflussen was von außen kommt. Diesen Außenereignissen kann man nur selten erklären wann sie zu kommen haben, sie haben ihre eigene Dynamik und nehmen auf des Menschen Glücksgefühle absolut keine Rücksicht. Also dumm gelaufen und selbst Schuld, wenn Stress Einkehr hält. Deswegen meine ich, ist es besser sich dieser Art der Literatur nicht zu bedienen, sondern sich auf sich selbst zu verlassen. Manchmal allerdings geht das nicht, dann meine ich ist es immer besser sich professionelle Hilfe zu holen, weil diese gezielter, spezieller ist. Sind gute Vorsätze nicht auch irgendwie Stress? Was sind überhaupt gute Vorsätze, oder anders herum was ist ein schlechter Vorsatz? Ist es ein guter Vorsatz die nächste Anhäufung von Feiertagen irgendwo nur nicht zu Hause zu verbringen? Oder ist das ein schlechter? Okay, wenn man der Tödel ist, der sich abackern muss, dann ist das, aus dessen Sicht, sicher ein guter Vorsatz, aus der Sicht derer, die sich an den Tisch setzen können eher ein schlechter. Alles hat seine eigene Sichtweise, das kann man nicht ändern, das ist so.

Ich fand die Festtage toll, ich war der kreative Tödel. Das hört sich doch schon mal ganz anders an, oder? Es hat mir unglaublichen Spaß gemacht mir Gedanken darüber zu machen was auf den Tisch kommen soll, habe immer wieder neue Menues aufgestellt, so lange bis ich zufrieden war, so lange, bis ich dachte, dass es das sein könnte. Ein Mix aus Tradition und Neuem und es hat gepasst. Für mich jedenfalls und allein das ist mir wichtig. Ich muss zufrieden sein mit dem, was ich da zusammen gebraut, gerührt, geschüttelt und gemixt habe. Wenn es daneben noch geschmeckt hat, dann ist gut, wenn nicht, dann kann ich das nicht ändern, weil ich fand es gut. War das Stress? Nein, das war kein Stress, das war Freude und Spaß pur!

Die Feiertage sind vorbei, das gute Service ist wieder verstaut, die tollen Gläser warten auf die nächste Party, das passt, das ist in Ordnung, irgendwann muss das sein und wir müssen zum Alltag zurückkehren. Nächste Woche. Diese noch nicht,  denn heute und morgen geht das noch auf Sparlauf, wird sich noch gesammelt für all die großen Projekte in diesem Jahr. Ich wünsche Euch allen ein tolles Jahr 2014, viel Gesundheit, viel Glück und all das, was ihr braucht, sollt ihr bekommen. Laßt es Euch gut gehen!

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2 Kommentare zu „Geschafft!“

  • barbara says:

    in einigen bundesländern kommt noch heilige drei könige dazu, dann ist die feierei erst mitte nächster woche vorbei. und das fest unter palmen bei sonne und 22 grad hat was sehr erholsames;-)

  • Gitta says:

    Stimmt, in einigen Bundesländern ist der 6. Januar Feiertag. Aber mir ist das neu, dass er im Sinne der Weihnachtsfeiertage gefeiert wird. Ich glaube Dir gerne, dass die 22° sehr erholsam sind, wobei wir hier ja von Winter meilenweit entfernt sind.

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