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Gestern war Dienstag gewesen

Es war in der Tat gestern Dienstag und haben uns wirklich mit Freunden getroffen. Wie das immer so ist war das ein netter Abend, entspannt und relaxt, einzig wurde das, was ich mir bestellt hatte auf meinem Teller nicht weniger. Doch wirklich ich habe gegessen und gegessen und gegessen, aber irgendwie bliebe die Menge gleich, optisch jedenfalls. Was blieb mir anderes übrig als mir ein Doggy Bag geben zu lassen. Heute ist das normal, dass man diesen Service nutzt, früher dagegen bat man den Kellner den Rest für den Hund einzupacken. Oder etwa nicht?

Nur so viele Hunde konnte es gar nicht geben, wir eingepackt wurde. Wenn Frauen zu einem Frauenabend alleine unterwegs sind, ist doch klar wer der Hund zu Hause ist. Na Herrchen ohne Hund wartet schon darauf die Reste seiner Angetrauten, gelegentlich bereits Ergrauten und Gefärbten zu vertilgen. Seine Art an dem Abend teilzunehmen. Das klappt aber nicht in allen Restaurants, denn da gibt es einige, da lohnt das Doggy Bag nicht, weil man das Fleisch hinter der letzten Erbse hinten rechts nur finden kann wenn man gut sehen kann und die Brille zu Hause nicht vergessen hat. Es könnte auch der Fisch sein, gibt sich nichts, das sind ausgesucht kleine Exemplare, die vorgelegt, den Größenwettbewerb mit jeder Bohne auf dem Teller glatt verlieren. Je edler und teurer die Restaurants, desto kleiner schienen immer die Portionen zu sein. Garniert wurden diese Teller dann immer mit drei Tropfen Sauce, die ich nicht unterschlagen möchte.

Nun gut, gestern war das ein gigantisches Cordon bleu, das sehr gut geschmeckt hat, nur wirklich nicht zu schaffen war, auch nicht für die Männer am Tisch, die zugegeben haben, das auch sie das nicht geschafft hätten. Das war so ein Riesenteil, das die Bratkartoffeln, die ebenfalls sehr lecker waren, teilweise abgedeckt haben und das keineswegs auf einem kleinen Teller. Nun habe ich ein Cordon bleu mit Bratkartoffeln im Kühlschrank, dem dann nur noch der Salat fehlt um eine mittelgroße Familie zu sättigen. Das passt und gekocht wäre dann schnell.

Es war nicht spät als ich zu Hause war und ich hätte recht früh im Land der Träume sein können, hätte da nicht Lanz begonnen, der eine tolle Runde zusammen hatte, vier Frauen, eine witziger als die andere, auch wenn es um durchaus ernste Themen ging. Am witzigsten finde ich immer Lanz selbst, der sich, wenn seine Gäste einen Kalauer raushauen gelegentlich selbst nicht mehr einkriegt und sich schräg lacht. Das macht ihn als Moderator sympathisch und wenn er sich das bei den hohen Erwartungen, die man an ihn als neuen Wetten dass-Moderatoren  stellt erhält, kann im Grunde nichts schief gehen.

Währenddessen kämpft Gottschalk immer noch darum den Schwund, den er hat zu bremsen und sein Redaktionsleiter Peichl wettert dazu, dass man, wer auch immer, bewusst geschadet habe. Er bezieht das darauf, dass von den ARD-Bossen schon die Todesmeldungen für die Sendung kamen, obwohl intensiv daran gearbeitet wird.  So ein Quark habe ich schon lange nicht mehr gehört. Ein Format, das eine derartige Talfahrt erlebt, muss überdacht werden. Auf der anderen Seite sind wir vielleicht alle zu ungeduldig, weil unsere Zeit zu schnellebig (nein, es gibt einfach keine 3 „l“ und basta!) ist. Vielleicht sollten wir den Formaten die gerade eben beginnen mehr Zeit geben. Auf der anderen Seite habe ich gerade in der Zeit, in der die Sendung mit Gottschalk läuft weder Zeit noch Muse da zuzugucken. Auch nicht im neuen Format, das riecht schon zu sehr nach Feierabend, den ich dann noch lange nicht habe, außer wenn ich mich mit Freunden treffe und dann aber sehe ich das auch nicht, weil zu Fuß unterwegs , kein Fernseher dabei.

Macht es wie ich gestern, trefft Euch mal wieder mit Euren Freunden. Das tut gut, entspannt, relaxt, ist einfach ein netter Abend weit weg vom Alltag. Egal was ihr auch immer tun wollt heute, lasst es Euch dabei gut gehen.

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