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Immer dieser neumodige Kram

Unsere hochtechnisierten Welt unterliegt einem permanenten Zwang zur stetigen  Änderung.  Wenn das Geräte betrifft, dann soll es in Ordnung sein, da dies ein Wirtschaftsfaktor ist, der uns allen am Ende zu Gute kommt. Schauen wir uns die rasante Entwicklung gerade bei Telefonen an, erinnern wir uns an die alten Filme wo diese Hexenapparaten an den Wänden hingen und der Ansprechpartner nur über die Vermittlung angewählt werden konnte.

Ich verdamme Fortschritt nicht, stehe ihm offen gegenüber, zumal ich selbst entscheiden kann wie viel Fortschritt ich zulassen mag. Vor einiger Zeit schrieb ich hier darüber, dass ich stolze Besitzerin eines Touchscreen Handys bin, mich ewig einfummeln musste, bis ich es bedienen kann, klappt noch nicht so ganz richtig, und es mir zuweilen immer noch merkwürdig vorkommt über ober besser mit einen Bildschirm am Ohr zu telefonieren.

Geräte, die bald schon mit dem Bediener sprechen stören mich auch nicht und ich kann mir gut vorstellen, dass man sich in Zukunft erst in seinen Herd, seine Waschmaschine einloggen muss um ihn bedienen zu können. Wenn die Kartoffeln dann überkochen klingt das in etwa so: Du dämliche Ziege kannst du nicht aufpassen? Oder wenn die Wäsche verfärbt herauskommt: Du Idiot! Das kommt davon, wenn man eine dunkle Socke mitwäscht! Durch das Einloggen weiß das Gerät, ob Mann oder Frau des Haushaltes gerade dieses bedient. Bei zeitlichem Ungleichgewicht ertönt dann dies: Sag mal musst du den ganzen Kram wieder alleine machen? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bei der Abteilung Computer und Laptops tut sich außer bei der Geschwindigkeit nicht sehr viel. Na ja auf dem Bildschirm kam man rumtatschen, aber mal ehrlich, wer wünscht denn schon gerne ständig seine Fettfinger darauf zu sehen? Oder die eines oder einer Anderen? Nö, das muss ich nicht haben. Es gibt aber permanent Updates, Upgrades und wie diese Ups alle heißen. Prima, sie laufen dadurch schneller, weiter, höher, aber sind nicht immer unbedingt besser zu bedienen. Der Freund meiner Tochter hat gerade die neueste Version des Internet Explorers herunter geladen.

Zugegeben, ich habe es nicht so mit Veränderungen auf meinem Bildschirm, weswegen ich ganz sicher voreingenommen bin, aber mal ehrlich, diese neue Version einfach nur Schrott. Totaler, vollkommener Mist. Die vorhergehende war sehr viel übersichtlicher, bedienerfreundlicher, handlicher. Obendrein kommt alle Käse lang eine Fehlermeldung: Explorer kann weiß der Teufel was nicht. Dieses Programm kann gar nichts, das ist nur schlecht. Bei der alten Version gab es zum Beispiel ein kleines Googlefenster rechts oben in das ich einen Suchbegriff eingeben konnte und dann lief das. Das Fenster ist weg! Ich muss erst eine neue Registerkarte öffnen, dann auf Google klicken, dann kann ich eben den von mir gesuchten Begriff eingeben. Wie umständlich ist das?

Es interessiert mich absolut nicht, welche Seiten wie oft und mit welcher Intensität benutzt habe. Das weiß ich selbst, da brauche in den Internetexplorer nicht zu. Oder wurde das als Mechanismus für kontrollwütige Chefs installiert? Ich möchte gerne das kleine Fenster zurück haben und ich möchte keine ständigen Fehlermeldungen lesen müssen, dass Explorer nun dieses oder jenes Programm schließen würde, weil ein Fehler aufgetreten sei. Würde mich nur interessieren welcher Trottel das programmiert hat und welcher Vorgesetzte das hat durchgehen lassen.

Nicht immer ist Neues besser.

 

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