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Kreativität und Wohlbefinden

Heute gibt es kein oder, sondern ein „und“ und während ich das gerade tippe springt Lorelay, Christines Katze, auf meinen Schoß, tippt meinen Arm mit ihrem Pfötchen zart an. Sie möchte gekrault werden, für ihr Wohlbefinden. Gekrault, geschnurrt, gebrummt von meinem Schoß gesprungen, nun kann ich weiter schreiben. Und ja, habe ich bei meinen Kindern auch gemacht. Keine Ahnung wie viele Stunden ich in meinem Leben irgend wen gekrault, gestreichelt, liebkost habe. Ist auch egal, weil ich gar nicht zählen und es dürfen noch viel mehr werden.

Kreativität und Wohlbefinden hängen zusammen, untrennbar. Nicht umsonst ist in der anthroposophischen Heilkunst die Maltherapie, die Arbeit mit Ton/Lehm oder Holz Bestandteil. Dabei geht es nicht darum malen zu lernen oder das Bild schlechthin zu malen, oder den Superultratopf zu töpfern, sondern es geht sinngemäß darum über das Arbeiten mit Farben, dem Ton den Umgang mit sich (wieder) zu erlernen. Eintauchen in das Bild, die Farben, in das was mit dem Ton formt und alles um sich herum vergessen. Jeder wird dieses unbändige Gefühl kennen, wenn er oder sie aus seiner kreativen Welt wieder auftaucht. Man fühlt sich wohl, ist kraftvoll, aber auch entspannt, konnte seine Seele. Puh schwer zu erklären was ich meine, aber ich hoffe ihr habt das verstanden. Das ist wie beim Laufen man bekommt irgendwie den Kopf frei.

Alltag kann manchmal für Kreativität sehr hinderlich sein. Selbstständige haben damit zu kämpfen, Menschen mit festen Arbeitsverträgen auch, weil manchmal der Blick in den Briefkasten, auch den Mailbriefkasten, das Hören der Nachrichten jede Lust kreativ zu sein, vermasselt. Wie kann ein Texter Texte schaffen, wenn sein Kopf ihn fragt: hast du genug Aufträge für die nächste Zeit? Bekommst du deine Kinder satt? Wie will ein Autor oder eine Autorin schreiben können, wenn private Probleme überhand nehmen? Wie will jemand mit festem, aber niedrigen Einkommen sich die nächste Tube Farbe leisten können, wenn die nächste Mieterhöhung, Strompreiserhöhung, Erhöhung der Lebensmittelpreise ansteht? Natürlich weiß ich, dass das Leben kein Wunschkonzert ist, aber irgendwo ist das eine Spirale. Angesichts solcher Probleme verrichtet man seine Arbeit, aber für alles andere hat man keine Lust. Verständlich. Leidet die Kreativität, fällt das Gefühl „die Seele baumeln“ lassen weg, dann leidet erst das Wohlbefinden, dann die Gesundheit und wenn man dann immer noch nicht die Kurve kriegt, dann kann Mensch, wenn er Pech hat krank werden.

Wurde das der Fall, dann muss den umgekehrte Weg wieder angetreten werden, der manchmal sehr viel beschwerlicher ist als der, den man zuvor gegangen war. Wenn dann noch eine doofe Infektion, ein Sturz aus Unachtsamkeit oder was weiß ich dazu kommt, das alles noch viel schlimmer macht, dann wird der Weg über das Krankenhaus kaum zu vermeiden sein. Auch das macht es nicht unbedingt einfacher. Mentale Verarbeitung ist angesagt, wegstecken, weil mitunter die Umstände, das Wie, das zu einem Aufenthalt dort führte, nicht so geplant war. An Kreativität, an Wohlbefinden ist da lange noch nicht zu denken.

Da beißt sich die Maus in den Schwanz: keine Kreativität kein Wohlbefinden, kein Wohlbefinden keine Kreativität und als Resultat aus allem keine Gesundheit. Und doch es wird bergaus gehen, ob in kleinen oder großen Schritten egal. Schreitet die Genesung voran, dann kommt sie wieder die Lust kreativ zu sein, die Laufschuhe anzuziehen. Bis dahin sollte man geduldig bleiben, langsam gehen und nach und nach erst das Tempo steigern.

Wohlbefinden, Gesundheit und Seele baumeln lassen durch Kreativität, durch Sport oder was auch immer ist untrennbar miteinander verbunden. Seid achtsam Euch und Eurem Körper gegenüber, denn Gesundheit so kostbar.

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