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Montag

Gestern war Montag. An Montagen habe ich einen fast freien Tag. Am Morgen wird meine Schwiegermutter in eine Tagespflege abgeholt. Sie ist dann schon gewaschen, hat gefrühstückt und geht mit mehr oder weniger guter Laune, aber sie geht mit dem Fahrer mit. Ich habe mir vorgenommen an diesem Tag immer etwas zu unternehmen, ganz gleich was dies auch immer ist. Seit Monaten habe ich das nicht mehr ausgenutzt, teilweise, weil ich gar nicht aus dem Haus konnte, teilweise auch deswegen, weil ich andere Verpflichtungen hatte. Gestern nun bin ich nach Berlin. Das mag sich komisch anhören, lebe ich doch in dieser wundervollen Stadt.

Berlin ist eine Stadt, die aus lauter „Kiezen“ zu bestehen scheint. Jeder Bezirk hat seinen Kiez und in dem Kiez findet man manchmal noch einen Kiez. Spandau wiederum, das ist eine Sache für sich. Das erste, das ich hier nach unserem Umzug lernen musste, war das, dass Berlin zu Spandau gehört und wen man in die Stadt geht, dann geht man nach Spandau-City und wenn man zum Ku’Damm fährt, dann fährt man nach Berlin. So ist das hier. Gestern bin ich das erste Mal wieder nach Berlin gefahren. Der eigentliche Grund war nicht mein freier Tag, sondern die Tatsache, dass ich bestimmte Schuhe gern in natura sehen möchte. Weshalb ausgerechnet diese Schuhe?

Bei meinem Bäcker kann man auch Zeitungen kaufen und auf dem Tresen hat er verschiedene Zeitschriften liegen, unter anderem die „Bild der Frau“. Das Cover dieser Ausgabe wies daraufhin, dass im Inneren Schuhe der Saison vorgestellt werden würden und da war ein kleiner blau-weiß-roter Punkt, der meine Aufmerksamkeit anzog. Ich bin kein Schuh-Freak und habe keine Unmengen an Schuhen im Schrank und die, die ich habe sind eher als konservativ zu bezeichnen, außer na ja die lilafarbenen Chucks und die karierten, die ich da noch so als kleine Verrücktheit habe.  

Ich habe also Schuhe gesehen, solche, in die man einfach schlüpfen kann. Dann die Farbe, ein Traum für mich der Hit: blau-weiß-rot, wobei rot überwiegt. Ich also die „Bild der Frau“ gekauft, nach Hause und beim Frühstück geblättert. Seite 12 angekommen, Schuhe gefallen mir immer noch. Firma Fiorucci ist der Hersteller sollte kein Problem darstellen diese Schuhe in Berlin zu finden. Fehlanzeige, kein Schuhgeschäft auf meinem Weg hat diese Schuhe im Programm, auch den Hersteller habe ich nirgendwo gefunden.

Enttäuscht hat mich Ausflug nach Berlin trotzdem nicht, ich bin von Geschäft zu Geschäft gebummelt, habe mir einiges angeschaut und bin dann in das 6. Stockwerk des KaDeWe gefahren. Das ist die sogenannte Freßetage. Gegessen habe ich nichts, aber mein Lieblingsbaguette von Lenôtre gekauft. Das schmeckt unglaublich gut. Gegen 15 Uhr hat mich ein Freund aufgenommen und nach Hause gefahren.  Nun muss ich schauen wo ich meine Schuhe von Fiorucci herbekomme.

Ich habe mich für ein paar Stunden rausgestohlen aus den schlechten Nachrichten aus Japan, dem Leid in den Gesichtern der Menschen, weg von explodierenden Kernkraftwerken. Auch wenn mein Tag gestern ein angenehmer war, so möchte ich es nicht versäumen daran zu erinnern, dass immer noch März der Monat gegen Darmkrebs ist. Denkt an Eure Gesundheit, denkt an Eure Vorsorge.

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