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Heute wie gestern

Es immer noch März, immer noch der Monat, der sich dem Thema Darmkrebs widmet. Überschattet wird dieser Monat von den Naturkatastrophen in Japan. Unglaubliches Leid haben diese Menschen dort erfahren und während hier die Politiker darüber streiten ob die eine Entscheidung reiner Wahlkampf ist, oder die andere besser gewesen wäre, weinen die Japaner um ihre Toten. Mütter suchen in den Ruinen nach ihren Kindern, Väter fühlen noch die Hand ihrer Söhne in der ihren bevor der Tsunami sie weggerissen hat. So leid mir das tut, aber das ist nun mal Thema und es fällt mir sehr schwer das zu ignorieren, kenne ich den Schmerz, weiß ich wie es sich anfühlt, wenn man ein Kind, eine Schwester, einen Bruder verloren hat. Verflucht ist das und der Schmerz hört nie wieder auf. Und in Berlin werfen sich die Politiker gegenseitig vor Wahlkampf zu betreiben. Was wenn zur Wahl niemand hinginge? Man kann doch nur noch die Partei, den Politiker, die Politikerin wählen, die am wenigsten lügen. Irgendwie fällt mir da spontan niemand ein und wenn ich darüber nachdenke erst recht niemand. Die Regierung betreibt ein Moratorium aus Wahlkampfgründen, die gesamte Opposition lamentiert nur man müsse sofort aussteigen, ohne dabei die Alternativen mit aller Konsequenz aufzuzeigen, in der Hoffnung Stimmen abzugreifen. Ich bin froh, dass ich im Moment nicht wählen gehen muss.

Aber es ist immer noch März, Monat gegen den Darmkrebs. Kinder, deren Eltern oder auch nur ein Elternteil, diese Krankheit haben oder hatten, haben ein höheres Risiko ebenfalls  daran zu erkranken. Wie immer gibt es zu jedem Thema Forscher, die etwas zu sagen haben. So habe ich in den vergangenen Tagen irgendwo gelesen ein Grund, dass Kinder betroffener Eltern anfälliger für Darmkrebs sind, die gleiche Lebensweise sei: gleiche oder ähnliche Ernährung, Lebensgewohnheiten, Rauchen und Trinken mit und ohne Alkohol. Eine genetische Disposition spielt ebenfalls eine Rolle.

Unsere Lebensweise spielt bei der Entstehung von Krankheiten, auch beim Darmkrebs, eine wesentliche Rolle und nein alles kann man nicht abstellen und nein man sollte sich nicht in ein Glashaus setzen. Das wäre dann nicht das, was ich unter „am Leben teilhaben“ verstehe. Aber man kein einiges tun, um Vorsorge zu betreiben: auf ausgewogene Ernährung in der auch mal Pommes frites, Fast Food und Hamburger enthalten ist, ausreichend Bewegung, eine halbe Stunde täglich laufen, spazieren gehen, bewegen draußen hilft ebenfalls und sich ausreichend informieren und dort vorsorgen, wo es angesagt und möglich ist.

Es ist März in Japan versucht man die Auswirkungen einer atomaren Katastrophe so gering wie nur möglich zu halten. Schafft Quartiere für Menschen, die evakuiert werden müssen und für diejenigen, die kein Dach mehr über dem Kopf haben. Angesichts all der Bilder, die wir täglich sehen können, der Schlagzeilen, die wir täglich in den Zeitungen lesen, fällt es sehr schwer sich ganz normalen Themen zuzuwenden, zu lachen, zu genießen und unbeschwert zu sein. Dennoch meine ich, wir sollten die Momente genießen in denen wir unbeschwert sein können, jeden Moment, der uns das Lachen bringt in uns aufnehmen und nicht mehr gehen lassen. Unser Mitgefühl, unser Entsetzen wird dennoch bleiben.

In diesem Sinn, auch wenn das Wetter hier in Berlin heute mehr als bescheiden ist, der Himmel ist grau, es regnet ganz fein und ist unangenehm draußen, genießt diesen Tag.

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