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Nicht unter Wert

Im Moment stehe ich mit Amazon auf Kriegsfuß. Es ist nicht, dass wir Ärger miteinander haben, die habe ich im Handling mit ihnen. Was auch immer ich dort im Moment anfasse, es geht garantiert schief. So wollte ich eine Aktion für das Rosenspiel starten, habe das auch getan, aber das geht hier bei uns natürlich nicht. Allein die Tatsache, dass das hier so nicht geht, finde ich nicht gut, dass ich darauf mehr oder weniger reingefallen bin, das ist das, was mich ärgert. Lesen und schreiben sollte man eben können sollen.

Das ätzt mich an, das ärgert mich, ich ärgere mich über mich selbst. Man soll eben drei Mal hinschauen, aber ok nun ist es wie es ist und ich werde das mit dem Rosenspiel nicht vor Weihnachten so machen können wie ich das tun möchte. Aber ich habe trotzdem eine Streicheleinheit bekommen und zwar von einer FB’lerin, die sich das E-Book zu dem geplanten Angebotspreis herunterladen wollte. Sie schickte mir eine PN, in der sie nachfragte, dass das E-Book immer noch für 3,99 Euro zu haben ist, anstatt für den von mir angedachten Angebotspreis. Ich machte ihr dann ein Angebot und sie gab mir zur Antwort, dass 3,99 Euro ein sehr günstiger Preis ist und sie es sich trotzdem herunterladen wolle. Das tat meine angeschlagenen Autorenseele sehr gut und ich bin sehr dankbar dafür. Es gibt die Menschen, die die Arbeit anderer Menschen anerkennen. Dafür möchte ich mich vor ihr verneigen, verbeugen, einen Knicks machen, was auch immer. Manchmal wollen wir, nein wir erwarten geradezu, dass etwas nur 0,99 Cent kostet, oder gar kostenlos gibt. Vielleicht sollte Amazon darauf verzichten, dass es diese kostenlosen Angebote des Herunterladens von Büchern gibt oder Autoren sich darauf besinnen bei Aktionen einen Mindestbetrag zu von 0,99 Euro zu verlangen und ihre Arbeit schlichtweg nicht umsonst hergeben, wo sie selbst für jede Dienstleistung, für jede Schraube und jeden Wimpernschlag bezahlen müssen. Hinter jedem Buch steht ein Mensch, der es geschrieben hat, der sich Mühe gegeben hat, sein Bestes zu geben. Dabei spielt das keine Rolle, ob das Beste gut genug ist oder nicht. Es muss nicht jedem alles gefallen und wir haben – Gott sei Dank – nicht alle den gleichen Geschmack.

Verkauft Euch alle so gut das geht, lasst Euch Eure Arbeit nicht madig machen. Weder vom Käufer Eurer Bücher nicht von Euren Vorgesetzten oder Big Bossen. Wenn wir nämlich alle einfach nach Hause gehen, nicht mehr arbeiten, dann geht bei denen auch nix mehr. Wir hier, in Berlin, haben heute einen Sonnentag, geht raus, genießt das Wetter: Laßt es Euch gut gehen.

 

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