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No more Gewalt please

Boston, vergangenen Montag, wir haben es alle mitbekommen. Boston, die Stadt, die ich unbedingt mal sehen möchte. Unglaubliche Gewalt, ausgeführt von zwei Brüdern, die nicht alle Tassen im Spint haben, bzw. hatten. Ich bin gegen jede Gewalt, außer zur Verteidigung des eigenen Lebens. Es gibt, ich habe es hier im Blog, schon öfter geschrieben, keine Rechtfertigung für Gewalt. Es gibt keine Rechtfertigung für Anschläge der Art wie in Boston erlebt, noch von Anschlägen in irgendeiner anderen Art. Heute, in dieser Welt, in der wir alle zusammen gerückt sind, in der es keine Grenzen mehr zu geben scheint, weil sie durch die Menschen aufgelöst werden, die via Internet das schaffen, was Politikern schwer zu fallen scheint: Sie kommunizieren, sie brauchen keine Gewalt.

Zwei Brüder, geboren in Tschetschenien, aufgewachsen in den USA, dort zur Schule gegangen, studiert und dann der idiotischen Idee verfallen ein Attentat auszuüben bei dem drei Tote zu beklagen sind und unzählige Verletzte. Das Bild des Mannes, der in einem Rollstuhl sitzt und dessen Beine unterhalb der Knie zerfetzt waren, dürften wir alle nicht so schnell vergessen. Ich kann es nicht verstehen, werde es nicht verstehen und vielleicht will ich deren Argumente gar nicht verstehen, weil sie so unbegründet sind, so neben der Spur, dass es für mich nicht glaubhaft ist.

Ein Präsident, der sagte, dass die Attentäter sich die falsche Stadt ausgesucht hätten. Zwei Brüder, Die Attentäter, einer tot, der andere nach einer aufsehenerregenden Jagd in Boston gefasst. Zwei Brüder, die es in der Hand gehabt hätten ihrem Leben mehr Sinn als den Gedanken an Gewalt zu geben. Zwei Brüder, die anfingen irgendeinen Schwachsinn zu glauben und dem dann nachgelaufen sind wie räudige Hunde einer läufigen Hündin. Zwei Brüder, die sich ihre eigene Wahrheit gebastelt haben.

Die Opfer, ein Junge, 8 Jahre alt, eine junge Frau von 29 Jahren und eine junge Chinesin, die in Boston studiert hat. Ihre Eltern, Verwandte, Freunde trauern, weinen Tränen, die sie niemals hätten weinen müssen, wären die beiden Brüder nicht auf die Idee verfallen Bomben mitten in der Menge zu zünden. Die Mutter der beiden Brüder erklärte, das wären ihre Söhne nicht gewesen, das wäre ein Komplott, um sie zu Sündenböcken zu erklären. Auch sie wird trauern und irgendwann wird sie sich fragen an welcher Stelle auf dem Weg, den sie mit ihren Kindern gegangen ist, sie versagt hat.  Man kann seinen Kindern eine Richtung für ihr Leben geben, aber irgendwann sind sie flügge und da sieht man nicht immer, ob sie an einer Weggabelung falsch abbiegen.

Es gibt für mich niemals einen Grund für Gewalt, nicht aus politischen Motiven, nicht im Namen irgendeiner Religion, egal welche das auch immer sein mag, nicht aus menschlichen niedrigen Motiven heraus. Kein Mensch kann zu einem Helden oder Märtyrer werden, wenn er anderen Menschen, die friedlich zusammen sind, das Leben nimmt. Ich würde mir wünschen, dass all das nicht mehr passiert, dass wir diese Bilder nicht mehr sehen müssen. Ich verstehe es einfach nicht.

Das ist kein genialer Wochenauftakt, ich weiß, aber mich beschäftigt das emotional sehr, vielleicht weil ich es nicht verstehen kann und weil es absolut idiotisch ist. Sorry, aber so sehe ich das nun mal. Diese …ach nein, ich höre jetzt auf, wünsche Euch statt dessen einen tollen Start in diese volle Woche, genießt sie, die nächste wird durch den 1. Mai zwei geteilt sein. Es ist zwar noch frisch, aber die Sonne scheint und ein wunderschöner Tag zieht herauf: Laßt es Euch gut gehen.

 

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