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Noch mal kurz ärgern …

Manchmal glaubt man, dass das alles nicht wahr ist, nicht wahr sein kann. Ich habe eine Bekannte, die macht gerade eine Umschulung zur Pflegehelferin, weil sie ihren Job verloren hat. Diese Maßnahme bezahlt das Jobcenter. So weit so gut, das ist in Ordnung und das passt und so wie ich sie kenne, gehört sie zu den Menschen, die nicht ausnutzen. Aber das, was sie erzählt hat finde ich, unter der Voraussetzung, dass dem so ist, schon als Hammer.

Sie macht diese Umschulungsmaßnahme in einer Fahrschule, in der man das eine mit dem anderen, den Pflegehelferkurs und Führerschein miteinander verbinden kann. So ein Kurs kostet schlappe 3.500 Euro. Nicht schlecht, oder? Vor allem dann, wenn die Kursgebühren sicher sind, weil das Jobcenter sie bezahlt. Das wäre auch nicht weiter schlimm, weil schon so viel Umschulungsmaßnahmen gefördert und bezahlt wurden, über deren Sinn man mit Sicherheit streiten konnte. Diese Umschulungsmaßnahmen machen unter dem Aspekt des demografischen Wandels Sinn. Wenn ich dann aber höre, was meine Bekannte erzählt, dann kommt mir das nackte Grausen. Sie sagt, dass in dem Kurs niemand sitzt, der danach als Pflegehelfer arbeiten will, die Mehrzahl dort macht diesen Kurs nur deshalb, weil sie den Führerschein haben wollen.

Ich würde zu gerne wissen, wie das nach Ende dieses Kurses ist. Was wenn die Leute wirklich nicht in dem Beruf arbeiten, müssen sie dann dieses Geld zurück bezahlen? Wird dann der Führerschein wieder eingezogen? Es wird immer Leute geben, die umgeschult werden und dann in dem Beruf nicht arbeiten, nicht arbeiten können, aber hallo, diese Leute sitzen in dem Kurs und verkünden, lange bevor dieser zu Ende ist, dass sie nicht als Pflegehelfer arbeiten wollen und dass sie das nur wegen des Führerscheins machen. Geht’s noch? Ich bin nicht kleinlich, ich weiß, dass überall getrickst und beschissen wird, egal in welchen Ebenen und Bereichen, aber das hier geht mir dann doch gegen den Strich. Das ist für mich Betrug mit Ansage und es bleibt die Frage, ob das Amt sich kümmert wer danach arbeitet und wer nicht und dann entsprechend agiert, reagiert und die Führerscheine entsprechend einzieht und nur dann wieder ausgibt, wenn diese Menschen nachweislich mindestens drei Jahre als das gearbeitet haben, was sie als Ausbildung bezahlt bekommen haben. Das ist in der Wirtschaft auch so, wenn ein Betrieb die Ausbildung, das Studium fördert, dann muss man sich um die drei Jahre verpflichten dort zu arbeiten. In den obigen Fällen würde ich sogar so weit gehen, dass ich sage, die müssen drei gearbeitete Jahre nachweisen und wenn sie krank geschrieben waren, dann müssen sie diese Zeit eben anhängen und wer nicht ordentlich arbeitet, auch der gibt den Deckel wieder ab. Aber das, was die hier bereits in dem Kurs verbal abliefern, das geht gar nicht, absolut nicht.

So abgekotzt, aber das hat mich derart geärgert, als ich das gehört habe. Meine Bekannte gehört zu den Menschen, die ackern, die arbeiten und die immer arbeiten wollen und als sie wusste, dass sie ihren Job verlieren würde, da hat sie sich sofort gekümmert und ich habe keine Veranlassung ihr nicht zu glauben. Ärgern wir uns nicht mehr, weil das Wochenende vor der Tür steht. Weiter ärgern können wir uns dann Montag, oder wie seht ihr das? Das Wetter wird einfach zu schön sein, um sich zu ärgern. Relaxen, ausspannen, Ausflüge machen, da bietet sich hier in Berlin noch einiges an, egal was auch immer: Laßt es Euch gut gehen!

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1 Kommentar zu „Noch mal kurz ärgern …“

  • Confianza says:

    Das ist wirklich richtig dreist! Ich finde es nur fair, wenn diese Leute den vollständigen Betrag ihrer Förderung wieder zurückbezahlen. Das geht ja nun wirklich nicht!
    Außerdem nehmen diese Leute ja den Menschen, die diese Förderung ernst nehmen und in diesem Beruf arbeiten wollen, ja auch noch die Plätze weg.
    Für mich sind das einfach nur schlechte Menschen!

    LG,
    Jonas von Pflegehelfer

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