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Samstag Abend in Berlin

Im Moment bin ich ziemlich oft unterwegs, Donnerstag war ich zum Suppenabend, Freitag Abend eingeladen, Samstag Abend war ich zu einer Lesung in der Backfabrik gewesen. Ziemlich entfernt von mir, aber erreichbar. Ich bin mit der S-Bahn bis zum Alexander Platz gefahren, den Rest des Weges durch dichtes Schneetreiben zu Fuß gegangen. Im Grunde nicht wirklich lustig, dennoch hat es mir großen Spaß bereitet. Gelesen hat Oliver Wnuk aus seinem neuen Buch  „Luftholen“, mit ihm gelesen haben Yvonne Catterfeld und Steffen Groth.

Die Lesung selbst hat mir gefallen, die Art das Buch vorzustellen. Sie, die drei Lesenden, haben es geschafft mich in das Buch mitzunehmen, ich hätte noch eine oder zwei Stunden zuhören können. Allerdings blieb der Anreiz es zu kaufen aus. Wenn es als Hörbuch herauskommt kann ich mir vorstellen diese CDs zu kaufen. Lesen würde ich es nicht wollen. Ich kann das nicht begründen. Der Aufbau der Lesung war toll gemacht, während Wnuk Text vorgelesen hat, haben Catterfeld und Groth Dialoge gelesen. Das passte alles, das war wunderbar und ich sehr gerne noch länger zugehört. Aber eben zugehört und nicht gelesen. Ich habe einen Augenblick gezögert, ob ich das Buch kaufen soll, habe mich dann aber dagegen entschieden. Bitte das ist keine Rezension, eine solche würde ich schreiben wie sich gehört, nicht wie manche Kandidaten bei Amazon zum Beispiel, die drei oder vier Bücher herunter laden und dann für jedes Buch annähernd identische Wertungen abgeben. Darauf kann jede Autorin, jeder Autor gerne verzichten. Dazu kommt dass ich im Moment so viele Bücher, die ich lesen sollte, das im Moment einfach nicht schaffe. Ich will ehrlich sein, ich bin am Abend zum Lesen einfach zu müde, mir fallen gleich nach einer halben Seite die Augen zu. Da muss ich erst gar nicht ein Buch in die Hand nehmen.

Heute Abend bin ich wieder unterwegs. Das hatte ich glaube ich schon geschrieben: Ich habe eine Karte, eine besondere für das Spiel der Hertha gegen den 1.FCK zum Geburtstag bekommen und dieses Spiel ist heute Abend. Einerseits graust mir davor, weil das immer noch schweinekalt ist, andererseits freue ich mich schon die ganze Zeit darauf ins Stadion zu gehen. Klar meine Sympathie gehört dem 1. FCK, immer noch, das wird wohl auch so bleiben und ich bin gespannt wie das heute Abend laufen wird, wenn ich inmitten der Herthaner Fans mit meinem roten FCK-Schal auftauche. Ich kenne da gar nichts, da muss ich durch. Ich werde berichten sofern ich am Dienstag dann schon wieder aufgetaut bin, da ich ziemlich schnell friere und wenn ich das tue, wird mir so schnell nicht mehr warm. Aber auch das werde hinbekommen.

Es sind die kleinen Freuden des Lebens, die den Alltag bereichern, es ist das Lächeln eines wildfremden Menschen, der erste Schritt eines Babys, das freundliche Wort beim Bäcker und noch so viel mehr. Solche Erlebnisse lassen den grauen Alltag bunt erscheinen, übrigens als ich Samstag dort am Alexanderplatz aus dem S-Bahnhof gekommen bin und später dorthin zurück gekehrt war, da herrschte eine unglaubliche Stimmung, überall wurde gelacht, Schneebälle flogen, Menschen lagen auf dem Boden im Schnee. Ich kann mich nicht erinnern in der Stadt, ohne einen äußeren Anlaß, wie zum Beispiel Fasching, eine so ausgelassene Stimmung erlebt zu haben. Das fühlte sich richtig gut an. Dieses Gefühl habe ich mit nach Hause genommen. Die Stimmung ist noch da, hier irgendwo, der Schnee dagegen ist inzwischen fast getaut, dennoch: Laßt es Euch gut gehen.

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