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Shampooproben und andere

Früher da gab es sie reichlich und ich meine sie waren einfacher zu handhaben als das heute der Fall ist. Heute bekommt man sie eher spärlich, ab und an in Frauenzeitschriften, bei großen Parfümerieketten an der Kasse. Um was es geht? Es geht um Proben. Viele Frauenzeitschriften haben meist Proben mit Haarshampoo eingeklebt, ab und mal eine Creme. Das ist schon richtig nett, aber irgendwie ist das alles nicht so richtig. Warum bekommt man die Dinger nie auf?

Es war in der Zeitung eine Probe genau des Shampoos, welches ich auch ab und an mal benutze. Prima, dachte ich noch fummelte es heraus und legte es ins Bad. Beim nächsten Mal duschen werde ich es verwenden. Man kann es betrachten wie man will, das ist ein Mal Haare waschen geschenkt, auch wenn ich mir natürlich klar darüber bin, dass ich die Zeitung gekauft habe. Es vergehen darüber zwei Wochen als mein Blick auf die Probepackung mit dem Shampoo fällt. Kommt mir sehr gelegen, denn meine Flasche neigt sich dem Ende zu.

Ich stehe alsdann unter der Dusche, bin von Kopf bis Fuß klatschnass und will die Packung öffnen. Absolute Fehlanzeige. Nichts. Nada. Niente. Ich kann machen was ich will, diese Packung gibt all meinen Öffnungsversuchen einfach nicht nach. Ich kann an dem Schnippel, der als Öffnungshilfe vorgezeichnet ist ziehen und zerren wie ich will, ich komme nicht an den Inhalt dran. Was bleibt mir anderes übrig als wie gewohnt mein Shampoo aus der Flasche zu holen. Drum merke: wer mit einer Probe duschen geht, der muss sie zuvor aufschneiden.

Ich mag es Proben zu bekommen, doch ehrlich, vor allem dann, wenn sie sinnvoll sind. Da wird mit einem Lächeln an der Kasse der Parfümerie eine Probe „für die etwas strapazierte“ Haut in die Tüte geschoben. Das Gesicht der jungen, überschminkten Verkäuferin sagt es indes sehr deutlich: schmier‘ mal, vielleicht hilft es ja doch! Sie erklärt wenig bis nichts. Ok, ich kann lesen und schreiben und bin so in der Lage dies auszugleichen. Zu Hause angekommen schaue ich mir die Probe an, hole den mordsmäßigen Zettel aus der winzigen Packung und kann das natürlich nicht lesen, weil hellgraue Schrift im Miniformat meine nicht mehr ganz so jungen Augen deutlich überfordern. Lupe als Hilfsmittel hat was.

Vor kurzem, ich habe darüber geschrieben, war ich im türkischen Lebensmittelladen. Dort kann man unter anderem Artikel von Dr. Oetker kaufen, die es in Deutschland eigentlich gar nicht gibt. Gebrauchsanweisung dann und logisch in türkischer Sprache. Da aber der deutsche Michel verlangt, dass hierzulande das dann auch in deutscher Sprache geschrieben steht, was ich in diesem Falls sehr begrüße, weil türkisch kein Wort, war auf der Rückseite ein Zettel geklebt, der Auskunft darüber gibt was ich da gekauft habe. Das ist so klein geschrieben, dass ich es im Laden schon mal gar nicht lesen konnte und zu Hause die stärkere Lupe beiholen musste und selbst damit noch Probleme hatte alles zu entziffern. Entziffert habe ich das inzwischen, versucht noch nicht.

Irgendwie ist das aber spannend und ich warte auf den Tag, dass ich mir die Fußcreme ins Gesicht schmiere, das Kakaopulver in die Soße rühre und das Duschgel als Haarkur verwende. Nein, das wird alles nicht passieren, das Kakaopulver kommt dorthin wo es hinsoll, die Fußcreme wird am unteren Ende meines Körpers landen. Aber falls mir doch alles ganz anders passiert, dann werde ich hier darüber berichten.

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