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Sowohl als auch

Gestern ergab sich auf dem fiftyfiftyblog von Jens eine Diskussion, die immer wieder aktuell zu sein scheint. Es ging wie so oft um die Wirksamkeit homöopathischer Medikamente. Argumente hin und her und irgendwann dann beleidigtes Verlassen der Diskussion. Klar nicht immer führt eine Diskussion zum gewünschten Erfolg, ist doch der Sinn einer Diskussion der den „gegnerischen“ Gesprächspartner so zu überzeugen, dass er oder sie bekehrt werden kann. Einzig die Frage bleibt will er oder sie sich überhaupt bekehren lassen.

Gestern ergab sich auf dem fiftyfiftyblog von Jens eine Diskussion, die immer wieder aktuell zu sein scheint. Es ging wie so oft um die Wirksamkeit homöopathischer Medikamente. Argumente hin und her und irgendwann dann beleidigtes Verlassen der Diskussion. Klar nicht immer führt eine Diskussion zum gewünschten Erfolg, ist doch der Sinn einer Diskussion der den „gegnerischen“ Gesprächspartner so zu überzeugen, dass er oder sie bekehrt werden kann. Einzig die Frage bleibt will er oder sie sich überhaupt bekehren lassen.

Solche Diskussionen zeigen wie festgefahren Menschen sind, wie sie in einem Schubladendenken gefangen sind. Wenn es dann um ein Thema wie Homöopathie geht, da geht man dann mal eben an jenen Schrank, öffnet die passende Schublade und holt aus, was man da an Argumenten eingelagert hat.  Das lässt sich auf alle Bereiche unseres Lebens beziehen, egal ob da politische oder gesellschaftliche Fragen sind. Ein wenig verstaubt sind sie wohl, aber egal eben mal drüber gepustet wird schon gehen.

Geht eben nicht. Wir sollten keine Entweder- Oder-Gesellschaft sein, sondern eine Sowohl als Auch. Wir sind nicht alleine hier auf unserer Erde, dass wir uns das leisten können. Natürlich gibt es Begebenheiten, die nicht hingenommen werden dürfen, wie Gewalt, Hunger, Mord und Totschlag, Krieg und den aus eigenen wirtschaftlichen Interessen schon gar nicht. Punkt.

Da erscheint bei Spiegel online ein Artikel, der so vehement gegen „die Homöopathie“ schreibt, dass ich mich frage wo bleibt die Neutralität dieser Journalistin. Die nächste Frage, die ich mir stelle, weshalb ließ sie sich vor diesen Karren spannen. Nun gut das ist ihre Angelegenheit sie muss damit klar kommen.

Meine Position ist die, dass ich beides, Schulmedizin und homöopathische Mittel zulasse und damit sehr gut klar komme. Placebo Effekt? Klar warum nicht, wenn ich so elendige Schmerzen hätte, dass mir, nachdem ich es zufällig entdeckt hätte, ein Kopfstand helfen würde. Leute ich würde nur noch Kopf stehen. Oder wenn es mir helfen würde auf einem Bein zu hüpfen, ich wäre darin absolut perfekt. Und? Was wäre daran so schlimm? Dass ich die Pharmaindustrie um Einnahmen bringe? Oder die Naturheilmittelindustrie? Was wenn noch jemand auf die Idee dann käme auszuprobieren, ob das mit dem Kopfstand hilft, wäre das dann einen ähnlichen Artikel wert wie der von gestern?

Ich muss gestehen, dass ich die Menschen für unintelligent halte, die sich nicht beides, Schulmedizin und Naturheilkunde, zu Nutzen macht. Warum nicht. Verschweigen wir nicht die immensen Nebenwirkungen, die Medikamente der Schulmedizin verursachen können, wohlbemerkt können nicht müssen. Im Grunde aber geht es doch gar nicht um die Medikamente, sondern meiner Meinung eher darum, dass die Schulmedizin ein wenig neidisch darauf schielt, dass die Naturheilkundler sich für ihre Patienten Zeit nehmen, ihnen zuhören. Das können Schulmediziner nicht, weil sie keine Zeit dafür haben.

Es gibt hier in Berlin zum Beispiel ein Krankenhaus, das sowohl schulmedizinisch als auch mit anthroposophischer Heilkunst arbeitet. Hier toleriert die Schulmedizin die, ich möchte das jetzt vereinfach so nennen, die Naturheilkunde und umgekehrt. Sie arbeiten also zusammen  nicht gegeneinander. Geht doch. Warum geht das nicht in den Köpfen der Menschen? Warum nur ein Entweder/Oder? Ist es nicht wirklich dumm auf einer Position zu beharren, wenn ich durch Toleranz alles haben kann? Ich meine schon. Vielleicht sollte sich diese Journalistin das mal anschauen, täte ihrer Bildung gut.

Es geht mir hier nicht darum Position für das eine oder andere zu beziehen. Ich will mit diesem Beispiel, dass man beide Therapieformen intelligent für sich einsetzen kann, anregen darüber nachzudenken, ob das nicht so viel mehr im Alltag zu übertragen ist. Ich muss nicht alles glauben, was mir erzählt wird, nicht alles essen was mir serviert wird. Ich habe die Möglichkeit auch anderes zu lesen und mir mein Essen selbst zuzubereiten, man muss nur ein wenig nachdenken, ausprobieren, dann wird man seinen eigenen Weg finden, den zu gehen man mit allen Konsequenzen bereit ist und der schlichtweg gut tut.

Solche Diskussionen zeigen wie festgefahren Menschen sind, wie sie in einem Schubladendenken gefangen sind. Wenn es dann um ein Thema wie Homöopathie geht, da geht man dann mal eben an jenen Schrank, öffnet die passende Schublade und holt aus, was man da an Argumenten eingelagert hat.  Das lässt sich auf alle Bereiche unseres Lebens beziehen, egal ob da politische oder gesellschaftliche Fragen sind. Ein wenig verstaubt sind sie wohl, aber egal eben mal drüber gepustet wird schon gehen.

Geht eben nicht. Wir sollten keine Entweder- oder Gesellschaft sein, sondern eine Sowohl als Auch. Wir sind nicht alleine hier auf unserer Erde, dass wir uns das leisten können. Natürlich gibt es Begebenheiten, die nicht hingenommen werden dürfen, wie Gewalt, Hunger, Mord und Totschlag, Krieg und den aus eigenen wirtschaftlichen Interessen schon gar nicht. Punkt.

Da erscheint bei Spiegel online ein Artikel, der so vehement gegen „die Homöopathie“ schreibt, dass ich mich frage wo bleibt die Neutralität dieser Journalistin. Die nächste Frage, die ich mir stelle, weshalb ließ sie sich vor diesen Karren spannen. Nun gut das ist ihre Angelegenheit sie muss damit klar kommen.

Meine Position ist die, dass ich beides, Schulmedizin und homöopathische Mittel zulasse und damit sehr gut klar komme. Placebo Effekt? Klar warum nicht, wenn ich so elendige Schmerzen hätte, dass mir, nachdem ich es zufällig entdeckt hätte, ein Kopfstand helfen würde. Leute ich würde nur noch Kopf stehen. Oder wenn es mir helfen würde auf einem Bein zu hüpfen, ich wäre darin absolut perfekt. Und? Was wäre daran so schlimm? Dass ich die Pharmaindustrie um Einnahmen bringe? Oder die Naturheilmittelindustrie? Was wenn noch jemand auf die Idee dann käme auszuprobieren, ob das mit dem Kopfstand hilft, wäre das dann einen ähnlichen Artikel wert wie der von gestern?

Ich muss gestehen, dass ich die Menschen für unintelligent halte, die sich nicht beides, Schulmedizin und Naturheilkunde, zu Nutzen macht. Warum nicht. Verschweigen wir nicht die immensen Nebenwirkungen, die Medikamente der Schulmedizin verursachen können, wohlbemerkt können nicht müssen. Im Grunde aber geht es doch gar nicht um die Medikamente, sondern meiner Meinung eher darum, dass die Schulmedizin ein wenig neidisch darauf schielt, dass die Naturheilkundler sich für ihre Patienten Zeit nehmen, ihnen zuhören. Das können Schulmediziner nicht, weil sie keine Zeit dafür haben.

Es gibt hier in Berlin zum Beispiel ein Krankenhaus, das sowohl schulmedizinisch als auch mit anthroposophischer Heilkunst arbeitet. Hier toleriert die Schulmedizin die, ich möchte das jetzt vereinfach so nennen, die Naturheilkunde und umgekehrt. Sie arbeiten also zusammen  nicht gegeneinander. Geht doch. Warum geht das nicht in den Köpfen der Menschen? Warum nur ein Entweder/Oder? Ist es nicht wirklich dumm auf einer Position zu beharren, wenn ich durch Toleranz alles haben kann? Ich meine schon. Vielleicht sollte sich diese Journalistin das mal anschauen, täte ihrer Bildung gut.

Es geht mir hier nicht darum Position für das eine oder andere zu beziehen. Ich will mit diesem Beispiel, dass man beide Therapieformen intelligent für sich einsetzen kann, anregen darüber nachzudenken, ob das nicht so viel mehr im Alltag zu übertragen ist. Ich muss nicht alles glauben, was mir erzählt wird, nicht alles essen was mir serviert wird. Ich habe die Möglichkeit auch anderes zu lesen und mir mein Essen selbst zuzubereiten, man muss nur ein wenig nachdenken, ausprobieren, dann wird man seinen eigenen Weg finden, den zu gehen man mit allen Konsequenzen bereit ist und der schlichtweg gut tut.

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6 Kommentare zu „Sowohl als auch“

  • Wenn man sich die beiden Lehren Homöopathie und Schulmedizin ansieht, dann gehen sie schon von ganz unterschiedlichen Sichtweisen aus, wie Krankheit entsteht und auch, wie man sie behandelt. Obwohl sich die beiden Theorien irgendwie widersprechen und man ja im Grunde nicht beides glauben kann. (Z.B., dass Krankheit in der Wurzel behandelt werden muss um zu verschwinden, wie in der Homöopathie und zum anderen, dass Krankheitssymptome behandelt werden, ohne die eigentliche Ursache zu klären, wie in der Schulmedizin.) Also, obwohl sich die Theorien widersprechen, glaube ich an beide. Soll heißen, wenn ich mir den Arm gebrochen habe, dann nehme ich sowohl ein homöopathisches Mittel ein um den Heilungsprozess zu unterstützen, als auch einen Gips, oder eine OP, um den Arm zu heilen. Gut, dass der Mensch auch an ganz gegenteilige Sachen glauben kann und immer die Hoffnung hat, das Heilung eintritt.

  • Gitta says:

    Hallo Heike,

    genau so sehe ich das auch. Warum soll ich mir nicht aus dem reichhaltigen Angebot das heraus suchen, von dem ich annehme, dass es mir gut tut, egal was es auch immer ist, welchen Bereich es trifft.

    Herzlich Gitta

  • barbara2 says:

    jeder arzt aus seinem handwerkszeug das jeweils beste

  • Gitta says:

    hmmm… dann scheint das im Moment ja nicht sehr viel zu sein.

  • SamH says:

    „(Z.B., dass Krankheit in der Wurzel behandelt werden muss um zu verschwinden, wie in der Homöopathie und zum anderen, dass Krankheitssymptome behandelt werden, ohne die eigentliche Ursache zu klären, wie in der Schulmedizin.)“

    Ein Blick ins Organon und in aktuelle „schulmedizische“ Literatur beweißt aber doch genau das Gegenteil! Hahnemann hat doch selbst geschrieben, man muss nur die Symptome behandeln, dann ist auch die Krankheit weg (und das ist 200 Jahre her!). In der wissenschaftlichen Medizin dagegen werden vor allem die Ursachen erforscht, um besser heilen zu können. Merkt das denn keiner?

    Ich verstehe auch den Kommentar von Gitta nicht – soll das heißen, die Ärzte können nichts? Die Homöopathen wohl? Sämtliche Fakten zeigen doch eindeutig das Gegenteil!

  • Gitta says:

    Ich habe nicht geschrieben Ärzte können nichts. Auch nicht, dass die Homöopathen es besser können. Ich habe wohl geschrieben, dass ich mir aus beiden Richtunge das heraus picke, das gut für mich ist.

    Natürlich werden Ursachen erforscht, das ist keine Frage, behandelt werden i.d.R. aber die Symptome, ich denke, dass wir uns da einig sind. Die Ursache zu kennen bedeutet noch lange nicht sie auch beseitigen zu können.

    Herzlich
    Gitta

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